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Rollenspiel – the trollpit
Sep 052013
 
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Studio Ghibli ist sozusagen die Versinnbildlichung meiner Animeträume. Diese Jungs (und Mädels) haben es einfach drauf und selbst "Nicht-Anime Fans" müssen einfach Meisterwerke wie "Das wandelndes Schloss", "Das Schloss im Himmel"," Kikis kleiner Lieferservice", "Prinzessin Mononoke","Chihiros Reise ins Wunderland" oder "Mein Nachbar Totoro" angesehen haben. Wobei davon einige Filme noch eher "normalotauglich" sind als Andere. Zieht Euch einfach einen der ersten drei Filme rein , wenn ihr kleine Kinder dabei habt..nehmt "Das Schloss im Himmel" oder "Kikis kleiner Lieferservice" bei den anderen gibt es mitunter evtl. gruselige Gestalten..daher sollte man sich die vorher ansehen, bevor man seine Kids davorsetzt.

"Ni No Kuni – Der Fluch der weissen Königin" erschien 2011 in Zusammenarbeit mit dem Studio Ghibli in Japan auf der Playstation 3. Bis nach Europa hat das Spiel sage und schreibe bis Anfang 2013 gebraucht. So lange waren nicht einmal die Karawanen des Mittelalters unterwegs  -wobei die aber auch nicht den umfangreichen Aufwand einer Lokalisierung auferlegt hatten.

Emotionaler Einstieg

Der Einstieg in das Spiel ist schonmal ziemlich harter Tobak. Ich glaube das war auch das erste Mal, dass meine bessere Hälfte total bestürzt die Bildschirmtexte mitverfolgt hat. Ja ihr habt richtig gelesen – "Bildschirmtexte" – es gibt keine deutsche Sprachsynchro. Aber lasst Euch davon bloß nicht abschrecken, ihr würdet echt was verpassen. Um die Story jetzt nicht zu spoilern möchte ich nur so viel verraten. Es geht um Oliver der mit deiner Mutter in einer kleinen Stadt lebt. Zu Beginn des Spiels wird Oliver von einem schweren Schicksalschlag getroffen, der selbst mir von der Erzählweise und Darstellung ein bisschen Pipi in die Augen drückte. Jedenfalls machen wir als ein Ergebnis dieses Ereignisses Bekanntschaft mit "Tröpfchen", einem Feenwesen, welches Oliver von nun an zur Seite steht. Da ich wie gesagt nichts spoilern möchte, sag ich jetzt mal grob – es dreht sich alles darum, dass wir jemanden retten müssen ("Sag blos? Whoooow!") und dazu müssen wir in die Feenwelt reisen, in der es zu Allen Wesen der realen Welt Pendants gibt, was für den Plot und den Storyverlauf extremst wichtig ist und auch immer wieder "beweisen" wird.

 

 

 

 

 

 

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Der Einstieg in das Spiel gestaltet sich sehr emotional.

 

 

 

 

 

"Pokémon" meets "Tales of…"

In der Feenwelt begeben wir uns nun auf eine Reise durch eben diese um nach "Alice der Weisen" zu suchen. Zuerst findet man sich in einem Wald wieder und muss sich zur ersten Stadt durchschlagen. Das Reisen erfolgt über eine wirklich, wirklich hübsche Karte aus einer isometrischen Perspektive. Später auch mit verschiedenen Transportmitteln, die in der riesigen Feenwelt auch wirklich nötig sind.

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Über eine wunderschöne Weltkarte bereist ihr die Feenwelt.

Wie aus anderen Spielen gewöhnt, wechselt das Geschehen bei bestimmten Ereignissen, dem betreten bestimmter Gebiete oder dem Eintritt in Kämpfe zum Beispiel, in eine 3rd Person Ansicht des Geschehens. Zu Beginn ist man eigentlich erst einmal ein wenig mit Botengängen innerhalb der ersten Feenstadt "Katzbuckel" beschäftigt, bevor des dann erstmals nach draussen geht. Questen bekommt man von "blau markierten" Individuen auf der Karte oder man kann Sie sich beim "Auftrags Express" abholen bzw. erledigte Questen dort abgeben. Auch gibt es hier die begehren "Stempel" welche auf Stempelkarten gesammelt werden. Für jede Quest gibt es eine bestimmte Anzahl von Stempeln dazu. Volle Stempelkarten können dann gegen dauerhafte Boni eingetauscht werden. Laufende und fertige Aufgaben, Zaubersprüche, das Bestiarium und wirklich schöne Geschichten sammelt ihr in Eurem "Magischen Begleiter".

Womit wir dann auch schon bei dem Kernstück des Spiels (neben der fantastischen Story) wären. Den Vertrauten. Vertraute sind Wesen in der Feenwelt, die ihr entweder "zähmen" könnt oder die ihr zB durch bestimmte Questen erhalten könnt. Diese Vertrauten sind Begleiter von denen ihr immer nur eine bestimmte Anzahl bei Euch haben könnt. Diese Begleiter bestereiten einen Großteil der kämpfe für Euch. Wobei das falsch ausgedrückt ist, da die Kämpfe in "Ni No Kuni" extrem dynamisch verlaufen und dem Spieler im späteren Verlauf mit zunehmender Partymemberzahl auch einiges abverlangen können. Dazu gleich mehr. Die besagten Begleiter können aufgelevelt und ausgerüstet werden. Zudem kann man auswählen, welche Fertigkeiten sie im Kampf einsetzen und man kann sie füttern und dadurch gezielt Attribute verbessern. Das "Futter" könnt ihr entweder finden, kaufen oder selber mit dem magischen Kessel (Crafting) herstellen.  Mit den zig Vertrauten die man über die Zeit einfängt, könnte man bestimmt alleine schon etliche Spielstunden verplempern.

Zurück zum Kampfsystem. Wie bei anderen Genrevertretern auch wählt man im Kampf eine Aktion aus den Möglichkeiten aus die der jeweilige Charakter oder Vertraute in seinem Repertoire hat. Anschliessend wird die Aktion ausgeführt. Durch Treffer verliert man Leben, durch Zaubern Mana. Was hier ein bisschen anders ist als z.B. bei "Final Fantasy" ist, dass man den Charakter aktiv steuern muss. Das heisst man kann z.B. um einen Gegner herumlaufen um einem Effekt zu entgehen bzw. ihn an einer bestimmten Stelle zu treffen. Das klingt erstmal relativ easy, stellt sich aber für Pfotenspastiker wie mich unter Umständen als problematisch heraus. Nämlich dann, wenn man gleichzeitig mit dem linken Stick den Charakter bewegen muss und dazu mit dem Steuerkreuz die Aktionen auswählen muss. Dabei natürlich stets den Blick auf den Screen gerichtet um zu sehen, wann der Gegner einen bestimmten Angriffseffekt aufruft um direkt darauf zu reagieren und um den Ausdauerbalken des magischen Veretrauten zu beobachten. Jeder Charakter kann 3 magische Vertraute mit in den Kampf nehmen, wovon aber immer nur einer aktiv und zeitlich begrenzt am Kampf teilnehmen kann und den ihr per "Zuruf" im Kampfgeschehen ebenfalls noch anleiten müsst. Ist die Ausdauer des Vertrauten abgelaufen so muss er sich erhohlen und ihr schickt so lang einen anderen Begleiter ins Gefecht. Während ich meinen achtjährigen Sohn gefahrlos den Controller für normalse Zufallsbegegnungen auf der Karte zuschieben kann, ist das in Bosskämpfen eine etwas andere Liga.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Im "Kreaturenkäfig" verwaltet ihr Eure Vertrauten und bildet sie aus.

Die Kämpfe sind fordernd, taktisch
und setzen Fingerfertigkeit mit dem Conroller voraus.

 

 

 

 

 

 

 

 

Technik-Dingens

Tja, technisch ist das Spiel schwer zu bewerten. Der Soundtrack ist auf jeden Fall fantastisch. Die technische Raffinesse der Grafikeffekte hält sich natürlich bedingt durch den Grafikstil stark in Grenzen. Der wiederum ist aus meiner Sicht einsame Spitze und schon alleine deswegen muss man das Spiel in seiner Kollektion haben. Das Kantenflimmern hielt sich meist in Grenzen und auch mit den Treppchen ist es nur selten störend sichtbar. Die Grafik ist auf jeden Fall stimmig. Wie gesagt gibt es keine deutsche Vertonung. Jedoch ist die englische wirklich grandios geworden. Ich bezweifle einfach mal, dass eine deutsche Synchro das Niveau hätte halten können. Steuerungstechnisch muss ich sagen, dass man in "Ni No Kuni" weitestgehend sehr gut mit der Steuerung klar kommt. Doch wie bereits erwähnt sind einem die eigenen Finger in brenzligen Kampfsituationen mitunter schon mal im Wege.

 

Fazit

Letztenendes ist "Ni No Kuni: Der Fluch der weissen Königin" ein Meisterwerk welches mit Sicherheit noch sehr lange als PS3 Klassiker für deren guten Namen stehen wird, dessen bin ich mir ganz sicher. Die Story ist sehr emotional erzählt und eines der Alleinstellungsmerkmale des Spiels, natürlich gleich nach der grandiosen Grafik mit der man während des Spielens imemr das Gefühl hat aktiv an einem Ghibli Film mitzuwirken. Die musikalische Untermalung und die tolle englische Vertonung tragen ihren Teil dazu bei. Die deutschen Untertitel und Bildschirmtexte sind durchweg passig umgesetzt bzw. übersetzt was man an den humorvollen Übersetzungen wie "Katzbuckel","Schweinfort" (zwei Städte im Feenland) oder auch an der "Kuh-lifin" bzw. "eurer Miauistät" sofort bemerkt. Wie schon gesagt, bin ich lang nicht durch mit dem Spiel, was wohl meinen spielerischen Nebenschauplätzen, dem Sommer und der begrenzten Zeit zu Schulden ist…aber es steht oben auf meiner "Fertig machen!" -Liste. Mit einer Spielzeit zwischen 30 und weit über 100 Stunden (wenn man alles machen will) ist "Ni No Kuni" natürlich ein richtig fetter "Wälzer" und mit Sicherheit das Richtige für verregnete Herbsttage.

Ich gebe trotz der Fingerakrobatik für dieses Spiel noch keine abschliessende Wertung, aber für die ca 20 Spielstunden gebe ich 9,2 Punkte. Abzug entsteht eigentlich nur durch die Fingerakrobatik die man manchmal vollführen muss und die Tatsache, dass ein klein wenig "Grinding" (Gegner ohne Aufgabe dazu töten um aufzuleveln) manchmal unumgänglich ist.

Bilder: Namco Bandai Europe

 

Wertung: 9,2/ 10 lovedave

 

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