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Outlast – the trollpit
Sep 172013
 

Amnesia, Die Penumbra Reihe, Slender etc                                                                                                                                                                                                                          Sind wir mal ehrlich: Indie- Horror- Survival Titel sind so beliebt wie nie.
Unzählige let‘s play- Videos auf Youtube  zeugen von einer großen Welle von der Freude am Gruseln.

Ja ich geb’s  zu, auch ich bin ein Freund diverser Indiehorrortrips.
Nichts pumpte mir so viel Adrenalin durch den Körper wie die erste Partie Amnesia.
Aber um nicht weiter abzuschweifen, OUTLAST meine Damen und Herren!


 

You can run but you can’t hide!

Journalist Miles Upshur hatte bestimmt schon bessere Tage in seinem Leben, als eben diesen, welcher er in der Irrenanstalt des Mount Massive Asylum verbringt. Allerdings ist er auch selber schuld daran.  Laut der einleitenden Worte in Outlast ist man als Sensationsjournalist stets auf der Suche nach der nächsten Enthüllungsstory und macht auch vor Geschichten nicht halt, um die andere Zunftkollegen einen großen Bogen machen würden. So macht sich der Spieler in Gestalt  eben jenes Mr. Upshur auf, um im besagten Irrenhaus  Beweise zu finden welche der bösen skurpellosen Murkoff Corporation  als Betreiber das Handwerk legen soll.
So geht’s also mit Notizbüchlein und  Videokamera bewaffnet mitten in die Knüste.

Ähm Entschuldigung, ich meine natürlich auf den Berg des Wahnsinns!
Mehr „Bewaffnung“ werden wir auch in Outlast nicht zu sehen bekommen, was uns völlig wehrlos in einem Haus voller mordlüsterner Irrer zurücklässt. Das erste Konzept erinnert also schonmal stark an Amnesia. Doch Miles hat dafür seine Atlethik und ein Nachtsichtgerät an seiner Kamera, zwei Dinge von denen Daniel aus Amnesia nur träumen konnte. Miles klettert, springt, rennt weg und zwängt sich auch mal durch allerlei Gerümpel durch, wobei der Spieler stets den gesamten Körper aus der Egoperspektive im Blick hat. Ja manche Passagen sind wie ein kleines „Mirrors Edge“ in der Geisterbahn. Hinzu kommen noch die Fähigkeiten sich in Schränken und unter Betten verstecken zu können. Man merkt schon aus Miles wird kein Duke Nukem mehr. Das allerdings ist auch gar nicht schlimm so macht das Spielen von Outlast nämlich umso mehr Spaß. Auch wenn es nicht sehr logisch ist in einem Irrenhaus der Kategorie „Mörder und Gewalttäter auf Acid“ auch bei dem verstreuten toten Wachpersonal keine Pistole oder gelegentlich mal einen Waffenschrank zu finden. So erzeugen die panischen Hetzjagden und das Versteckspiel jede Menge Adrenalinschübe.
Denn auch wenn man sich versteckt hat, heißt das noch lange nicht das man nicht auch gefunden werden kann.

Outlast ist also wirklich nichts für zartbesaitete Gemüter.


 

Einmal Schlachtplatte Colorado bitte

Ob man die doch recht klischeehafte Story um die Versuche mit den irren Gefangenen rund um einen alten Nazidoktor und dem mysteriösen Wallrider nun gruselig findet oder nicht, Mount Massive Asylum ist  ein Schlachthaus! Ob zerfetzte Wachmänner und Betreuer oder gepfählte und enthauptete Spezialeinheiten, überall nur Blut, Tod und Innereien.

Und wieder kann ich nur schreiben: Outlast ist wirklich nichts für zartbesaitete Gemüter.

Nicht nur die für einen Indietitel tolle und detailreiche Optik und Inszenierung sondern auch die grandiose Soundkulisse sorgten für unzähliges Verreißen der Maus während des Spielens.  Die sog. „Jumpscares“ gibt es zuhauf und das gepaart mit einigen wirklich widerlichen Szenen voll grotesker Gewalt. Diese spiegelt sich auch in den gefundenen Dokumenten und Miles eigenen Notizen wieder. Hier und da gibt es immer mal wieder nette Berichte zu finden. Darin steht dann alles was man zur Backstory wissen muss, gespickt mit netten Details zum Beispiel warum ein Gefangener sich liebend gerne selbst verstümmelt.  Für Miles eigene Notizen muss man allerdings das Geschehen allerdings immer brav das Geschehen mitfilmen. Der arme Reporter muss demnach ein Gedächtnis wie ein Sieb haben. Aber wozu hat man denn seine gute alte Kamera? Na zusätzlich noch um im Dunkeln überhaupt sehen zu können! Das integrierte Nachtsichtgerät ist nicht nur verdammt nützlich und realistisch, es zeigt sich auch für einen großen Teil des Horrorflairs von Outlast verantwortlich. Außerdem müssen die ganzen Batterien die man überall findet ja auch zum Einsatz kommen. Der Nachtsichtmodus gewinnt nämlich keinen Energie Effiziens Preis!


 

Du kommst nicht vorbei!

Diesen Wahlspruch eines wohlbekannten Zauberers beherzigen auch die meisten wichtigen Türen im Mount Massive Asylum. Doch was hilft gegen verschlossenes? Natürlich! Schlüssel oder aber die moderne Variante der Schlüsselkarte. Diese liegen meist neben einem toten Mitarbeiter des Irrenhauses und wollen vom Spieler gefunden werden. Mehr gibt es dann aber auch meist nicht zu tun. Fällt der Strom aus? Dann runter in den Keller und mit zwei Hebeln wieder den Generator anschmeißen. Was seine Rätsel angeht kommt Outlast eher wie ein ID- Titel aus den 90ern daher. Gerade bei der Suche nach der ersten „Keycard“ musste ich beim Spielen  doch etwas schmunzeln. Für ein Aktionadventure ist das dann doch etwas mau geraten. Da wären doch noch mehr Gameplayelemente möglich gewesen.
 

Fazit:

Outlast ist ein wirklich gut gemachtes Horrorgame das selbst für hartgesottene einige Überraschungen parat hält. Dabei bietet es mehr als nur eine Aneinanderreihung von Schockmomenten sondern kann auch durch eine tolle bedrohliche Atmosphäre durchweg überzeugen. Wer aber cleveren Dauerterror und eine tiefe Storydichte und Rätseleinlagen a la  Amnesia sucht, der wird bei Outlast enttäuscht werden. Outlast ist eher der Haudrauf, der krasse Splatterstreifen unter den Horrortiteln. Funktionierts? Allerdings und wie!

 Von mir gibts für die tolle Inszenierung und die enorme spielerische Intensität  8,3 von 10 Punkten 

 

Bilder: Red Barrels

 

Wertung: 8,3/ 10