Mai 112014
 
maddave

Hallo liebe Leser,

 

nachdem ich nun schon einige Wochen überfällig bin, hab ich nun endlich einmal wieder die Zeit und ein Thema gefunden um Trollpit mit einem neuen Artikel zu bereichern.

Wie gesagt, bin ich in den letzten Wochen nicht dazu gekommen. Als bekennender Nerd kann ich auch öffentlich die Gründen nennen ohne dabei tot zu werden:

  • ich habe mit einem bekannten eine Gilde gegründet
  • The Elder Scrolls Online ist herausgekommen, und ich musste natürlich Betatesten
  • ich habe wochenlang an der Gilden-Webseite, Grafiken und CSS  rumgebastelt und genau das mach ich heute zum Thema meines Artikels

Eigentlich gibt es manchmal Tage, an denen man sich fragen muss, warum man wider besseren Wissen so handelt wie man handelt. Im konkreten Beispiel habe ich ja vor einigen Monaten in meinem Artikel  CMS Vergleich – die Drei von der Tankstelle schon ausführlich die Stärken und Schwächen der großen, kostenlosen CMS analysiert. Doch anstatt sich mit den dort getroffenen Schlussfolgerungen abzufinden musste David es ja wieder einmal auf die Spitze treiben und sich seiner eigenen Empfehlung entziehen.

Was ich getan habe? Ich habe die Gilden-Webseite mit WordPress realisiert.

BuddyPress and Me

„Ja, und?“ denkt ihr sicherlich. „Ja..und“…ich war selber zu dem Schluss gekommen, dass Joomla und e107 wahrscheinlich die besseren Alternativen wären. Aber ich wollte es ausprobieren. Ich hatte im letzten Jahr schon eine Joomla-Community bei der ich ein Feature eingebaut hatte, welches mich total begeistert hat. Und zwar eine sogenannte Activity-Wall auf der man sämtliche Aktivitäten auf der Seite sehen kann. Vom neuen Artikel, über neue Forenbeiträge und Fotos, neue Mitglieder oder einfach nur ein Statusupdate.

Für mich war die Nutzung eines solchen Activity-Streams die Offenbarung im Bezug auf Communityseiten und deren Nutzung.  Die Bedienung und Nutzung so einer Seite gestaltet sich mit so einem Stream ungleich angenehmer. Jeder der irgendwie einen Account auf einer Communityseite hat, sei es für Hundefreunde, Autoliebhaber, Gartenhobbyisten oder eben Spieler kennt das: man muss alle möglichen Links klicken um auf den aktuellen Stand zu kommen oder die letzten Aktivitäten im Blick zu haben. So kann das auch schon mal so enden, dass man schlicht die Lust verliert und gar nicht mehr einloggt. Mit einem Aktivitätenverlauf (Avctivity Stream) hat man doch sehr bequem über den Aufruf einer einzigen Seite Überblick darüber, was zuletzt so auf der Seite gelaufen ist. Das sieht dann in etwa so aus:

ScreenShot117

Daher war für mich klar, dass ich dieses Feature unbedingt meiner neuen Gilde zugänglich machen muss.

Das Problem: die besagte Joomla Software empfand ich als wenig ausgereift und schon im letzten Jahr kam es mir nicht so vor, als würde es das Plugin noch lange geben. Also was jetzt?

Einfach mal nach Activity Stream googeln. Neben Facebook und Co bekommt man dort auch die Webseiten-Baukästen von Enjin angezeigt, die im Prinzip genau das bieten was ich haben will. Doch das wäre zu einfach und würde mich als Hobby-Webmaster zu keinem Zeitpunkt befriedigen. Im gegenteil, es würde an mir nagen 😉

Ich stieß dann auf BuddyPress nachdem ich keine Entsprechungen für Joomla, Drupal und wie sie alle heißen finden konnte.

BuddyPress ist eine Komponente, die das eigentlich ausschließlich für Blogs erdachte WordPress um Communityfeatures erweitert.

Profilseiten, erweiterte Benutzerprofile, Gruppen, Diskussionen und sowas halt. Neben all diesen Sachen aber auch einen Activity Stream. Ich habe daher direkt eine Testinstallation gewagt und war eigentlich sehr begeistert, dass doch sehr viele namen hafte WordPress Plugins mit BuddyPress kompatibel sind, was am Ende bedeutet, dass die Funktionen all dieser Plugins sich auch auf Wunsch im Aktivitätenverlauf (Stream) wiederfinden. Fantastisch!

Also Haken dran. Das schien gut zu funktionieren.

Doch was ist das A und das O, Anfang und Ende, Alpha und Omega einer Communityseite? Natürlich…das Forum.

bbpress harder

Gibt es auch. Mehrere. Aus Unwissenheit nahm ich direkt das erstbeste und bekannteste Forum: bbpress.

Ein großer Fehler wie sich später herausstellen sollte. bbpress funktioniert. Es hat alle Grundfunktionen eines Forums. Man kann Foren erstellen. Themen, Beiträge. Man kann sogar Avatare haben. Aber das war es auch schon mit den eingebauten Funktionen. Leider kam mir diese Erkenntnis erst einige Zeit, nachdem die Live-Seite für meine neue Gilde schon online war. Und sie kam auch eher schleichend.

Funktionen wie eine Forensignatur, Beitragszähler, WYSIWYG Editor, Anhänge sucht man in bbpress vergebens. Alles muss man entweder als Plugin dazuinstallieren oder selber irgendwie zusammencoden. Als Ergebnis hat man selbst nach tagelanger wurschtelei ein Forum, welches irgendwie zusammengeflickt wirkt, wenn man sich kostenlose Foren wie phpbb, smf, burningboard und wie sie alle heißen anschaut.

Noch nerviger ist das Rechtemanagement. Im WordPress selber nervt eigentlich schon die Begrenzung auf 5 vorgegebene Nutzergruppen. Aber bei Foren kann es dann echt zur Qual werden nur eben diese 5 Gruppen zur Verfügung zu haben und schon zu wissen, dass man selbst nach langem Sinnieren über die Berechtigungsstruktur der Seite spätestens dann zu kreiseln beginnt, wenn man auch nur eine weitere Nutzergruppe bräuchte.

Signatur und WYSIWYG Editoren für bbpress sind durchweg nicht mehr als „Krücken“.

Zuletzt das CSS. Also das mitgebrachte CSS von bbpress ist schlicht. Es erinnert niemanden wirklich an ein Forum und man braucht Tage , sehr viele php und CSS Kenntnisse um es zumindest annähernd so aussehen zu lassen.

Tja nun war guter Rat teuer. Die Frage war nun eigentlich, ob ich wieder zu Joomla ziehe,bevor es zu spät sein würde und zuviel Content auf der WordPress Seite wäre oder mit den „Krücken“ leben?

Zum Glück gab es noch eine weitere Option.

SimplePress here

Ich war fast schon soweit und hatte mich seelisch darauf vorbereitet sämtliche Inhalte und Forenposts zu Joomla und Kunena zu migrieren. Doch dann kam ich durch Zufall auf die Idee einfach mal nach anderen Foren für WordPress zusuchen. Zum Glück! Denn ich fand SimplePress. Wahnsinn! SimplePress kostet nichts, doch die Plugins und der Support kosten Geld. Draus geschissen! Nachdem ich dem WWW-Kollaps so knapp entkommen war, sollten mich 39 Kröten nicht von meiner Glückseligkeit trennen.

Livesite sichern. Datenbankbackup machen und installieren. Forenmigration von bbpress ist bereits eingebaut, Geilomat!
Und wieder erwarten funktioniert SimplePress sogar und es sieht wie ein Forum aus, fühlt sich so an und hat alles was man aus Foren so kennt. Sogar BuddyPress wird unterstützt so dass ich meine Grundidee mit dem Stream nicht ad acta legen muss.

Shit fuckin´car

Jaja..schönes funkelndes Auto…
Die Freude währte nicht lange. Denn irgendwie wollte das ganze nicht so fluffig Zusammenarbeiten wie auf meiner Testinstallation. Dateiuploads und Forum gingen nicht, der BuddyStream zeigte falsche Zeiten an und war immer 2 Stunden voraus irgendwie kam ich den vielen kleinen Plagegeistern nicht auf die Schliche. Die wirklich netten und hilfsbereiten Jungs vom SimplePress Support machten mein schönes gekauftes Design dafür verantwortlich. Doch ich konnte..ich wollte es einfach nicht wahrhaben. Das fucking Design hatte mich immerhin 45€ gekostet und nun war es für die Aussetzer einiger Funktionen verantwortlich? Was weiß ich denn von „bootstrap“ und dessen Inkompatibilitäten mit WordPress..bin ich Gates?

Aber es war die Wahrheit. Die Abschaltung des Designs brachte die harte Wahrheit ans Licht. Das Design war Schuld. Trotz der Bemühungen die ich mit Hilfe des SimplePress Supports anstellte und und dem nicht geleisteten Hilfe (und Willen) seitens des „Skywarrior Theme Design“ Teams konnte ich meine bis dahin geleistete Anpassungsarbeit am Design über den Haufen werfen.

Shakka

Letztenendes habe ich es geschafft, dass die Seit eam Ende so geworden ist, wie ich sie mir in etwa gewünscht hatte. Zudem hab ich wieder Einiges dazugelernt zum BEispiel, dass die Investition von Geld manchmal sehr sinnvoll sein kann (im Falle von SimplePress) und manchmal eben, ohne die entsprechenden Kenntnisse, auch schnell mal wieder „Lehrgeld“ sein kann (siehe Skywarrior Design).

Als Fazit kann ich sagen, dass ich jedem Hobbywebmaster der seiner Gemeinschaft mit einer Communityseite etwas Gutes tun will, aber nicht unbedingt die Geduld aufbringt, die ich investiert habe, besser zu Joomla greift.

Die namhaften AddOns greifen einfach viel besser ineinander und sind zum überwiegend besser abgestimmt, leichter handhabbar und irgendwie vielfältiger.

Auch nach 9 Jahren ist WordPress immernoch vorwiegend für Blogger geeignet. Wer sich mit weniger Funktionen zufrieden gibt und wen der Look nicht stört, der kommt auch mit WordPress+bbpress und BuddyPress an sein Ziel. Aber für „Perfektionisten“ ist es ohne Einiges an Eigenleistung einzubringen nicht das Wahre, da man selber viele PHP Dateien verändern muss und sich die Codeschnipsel auch von überall zusammentragen muss. Wer es dennoch wagen will kann sich gerne an mich wenden, wenn er Tipps braucht oder Fragen haben sollte.

Auch ist Joomla als solches nach einiger Zeit wesentlich transparenter und bietet mehr Einsicht für Administratoren in die Installation als es WordPress gestattet. Nicht zuletzt ist der Umzug einer Joomla Seite z.B. auf eine gänzlich neue Domain vollkommen problemlos uns schnell möglich. Bei WordPress würde ich dies nicht zu behaupten wagen.

Sep 132013
 
cms

Die Eingangsfrage, die man sich bei der Suche nach einem CMS immer stellen muss, ist die nach dem Zweck und der Funktion der Seite. Dazu muss man sich als "Webmaster" Gedanken machen, welche Funnktionen für den jeweiligen Zweck im Vordergund stehen, welche ein "Nice to have" sind und welche Funktionen man nicht braucht. Zudem muss man sich über den eigenen "Skill" Gedanken machen – also was trau ich mir als Webmaster zu und wie inwiefern bin ich bereit mich in das Thema einzuarbeiten.

Vorab sei weiterhin erwähnt, das ich mich mit der Materie auch "nur" als Hobby befasse. Über die technischen Feinheiten weiss ich sicherlich nicht so viel wie ein ausgebildeter Webdesigner, aber für mich steht das Handling als "Hobby Webmaster" im Vordergrund. Ich bitte dies zu berücksichtigen.

Ich werde in diesem Tutorial die CMS e107 in der Version 2, Joomla in der Version 2 und WordPress in der Version 3 als Basis nehmen. eshalb ich diese 3 CMS ausgewählt habe wird im Folgenden unter Punkt 3 hoffentlich eingermassen deutlich. Ich habe auch weitere CMS wie z.B. Drupal, Typo3 oder ilch getestet. Allerdings sind diese drei meine Favoriten.

Grundsätzlich sind Grundkenntnisse in HTML und CSS sehr zu empfehlen, nicht aber zwingend notwendig. Allerdings sind die Individualisierungsmöglichkeiten mit den entsprechenden Kenntnissen wesentlich vielfältiger. Auch verlangen manche Zusatzfeatures ein wenig Kenntniss der Materie um sie perfekt in das vorgesehene CMS einzupassen.

In diesem Tutorium werde ich die folgenden Punkte abarbeiten und versuchen die Anwendungsfelder für die drei von mir gewählten CMS herauszustellen.

  1. Welchem Zweck dient die Webseite? Welchen Funkktionen werden benötigt?
  2. Das richtige CMS für mich!
  3. Voraussetzungen zur Installation des CMS.
  4. Installation
  5. Fazit

In einem weiten Tutorial, welches ich in den kommenden Tagen verfassen werde, gehe ich dann auf das "Drumherum" ein. Also wo man Webspace findet, was es zu beachten gibt, wie man die Daten auf den Webspace bekommt usw.

1. Zweck und Funktionsumfang

Es gibt verschiedene Ausgangssituationen welche die Erstellung einer eigenen Seite im Internet begründen. Der Verein, der sich kostenneutral eine Plattform schaffen will und dazu auf Internet und PC- affine Mitglieder aus den eigenen Reihen setzt. Dann die Person, welche mit seinen Erlebnisse, Erfahrungen oder seiner Meinung nach "interessanten Dingen aller Art" die Welt bereichern will und dazu einen Blog aufmachen möchte oder der Gilden-/Clangründer, der für die Community seines Lieblingsspiels eine Kommunikationsplattform einrichten will. Die Liste lässt sich sicherlich noch erweitern, aber ich denke es wird klar was ich meine.

Im Vorfeld muss man sich, egal was die Ausgangssituation ist, Gedanken machen welche Funktionen die Seite unbedingt haben muss und welche eher nicht. Dazu ist es natürlich sinnvoll, sich ähnliche Seiten im Netz anzusehen und sich im Idealfall eine Liste zu erstellen. Typische Funktionen die man berücksichtigen sollte sind:

  • Ist ein Mitgliederbereich erforderlich? Also soll es einen Bereich geben, welcher nicht öffentlich für jeden Besucher zugänglich ist?
  • Macht es Sinn ein Diskussionsforum auf der Seite zu haben?
  • Welche Sonderfunktionen sind wünschenswert? (Fotogalerie, Privates Nachrichtensystem…)
  • Werden weitere Mitglieder Zugriff auf das Backend des CMS haben?

Ausgehend von dem Zweck und den genannten Punkten, kann man sich leicht ein Anforderungsprofil erarbeiten. Anhand dessen ist es dann einfach ein entsprechendes CMS auszusuchen.

2. Auswahl des richtigen CMS

e107:

Das CMS e107 war das erste CMS mit dem ich in die Welt der CMS eingestiegen bin. Nach seiner "Blütezeit" um 2005-2007 ist e107 inzwischen eher zum Underdog geworden, dies ist der langen Vernachlässigung durch die damaligen Entwickler zu Schulden, die es meiner Meinung nach versäumt haben im Fluss der Zeit mitzuschwimmen. Doch seit letzten Jahr hat e107 ein anderes Team und die längst überfaällige Rundumkur wurde eingeleitet. e107 eignet sich aus meiner Sicht besonders für Anfänger in der Materie die schnell einen Erfolg sehen wollen und ein CMS benötigen, welches schon viele Funktionen mit sich bringt. So ist im e107 z.B. ein Diskussionsforum enthalten. Ausserdem auch ein Privates Nachrichtensystem. Es eignet sich somit besonders für Clan/Gildenseiten als Einstiegspunkt. Es gibt bereits eine Menge fertiger Designs und die Anpassung bestehender Designs ist mit HTML und CSS Kenntnissen recht einfach, Auch "grössere" Änderungen lassen sich nach etwas Einarbeitungszeit sehr leicht vornehmen. Zusätzliche Features (sog. Plugins) kann man im Netz herunterladen und recht einfach dazuinstallieren. Ein Blick in das Backend (oder Admin Panel) zeigt eine aufgeräumte Struktur. Das Benutzermanagement ist sehr einfach gehalten und verständlich, Benutzergruppen können beliebig angelegt und nach Lust und Laune mit Rechten versehen werden. Redaktionelle Inhalte sind recht einfach einstellbar. Mit knapp 1,2 MB ist es eine wahre Freude e107 zu installieren, besonders wenn man keine allzu dicke DSL Leitung hat und mit Hinlblick des doch schon recht anständigen Funktionsumfangs den es mitbringt.

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Das Backend von E107 ist sehr ordentlich. Unter "Plugins" findet man die bereits mitgelieferten Zusatzfeatures wie z.B. ein Forum, ein PN-System und Einiges mehr. Mit einem Klick direkt installierbar.

Fazit: E107 geeignet für Einsteiger-Webmaster, besonders im Bereich Clan/Gildenseiten aber auch für Blogs oder Seiten mit redaktionellen Inhalten verwendbar. Es gibt zahlreiche Zusatzfeatures (Plugins) und Designs, die aber meist noch aus der inzwischen einige Zeit zurückliegenden Blüte des CMS stammen. Es bleibt aber zu hoffen, dass sich e107 wieder den wohl verdienten Platz unter den akktuell beliebtesten CMS einimmt, zumal es die besten Voraussetzungen dazu mitbringt.

Joomla:

Joomla ist eines der meist benutzten CMS derzeit auf dem Markt. Joomla ist der Allrounder schlechthin und kann im Prizip komplett bis ins jedes Detail individualisiert werden. Es gibt tausende von installierbaren Zusatzfeatures. Joomla selbst bringt jedoch lediglich eine Grundfunktionalität mit. Zudem ist das Installationspaket relativ groß. Es eignet sich für Einsteiger mir Grundkenntnissen, besonders aber für Fortgeschrittene Webmaster, da man wie gesagt zusätzliche Funktionen erst einmal suchen muss und dann selber probieren muss ob die Funktion auch das bietet, wonach man gesucht hat. Dies ist miitunter sehr zeutaufwändig. Zudem sind viele der Zusatzfunktionen auch kommerzieller Natur, das heisst man muss sie irgendwo käuflich erwerben um sie nutzen zu können. Die Stärke ist also der sehr Modulare Aufbau. Zugleich ist eben das auch die größte Schwachstelle. Hat man erst einmal nach langem probieren die optimle Zusammenstellung an Plugins und Modulen gefunden, so muss man diese auch bei jedem Update der Software oder einer Komponente mit updaten, was mitunter wirklich sehr brenzlig sein kann und eigentlich immer voraussetzt, dass man sich ein Backup der gesamten Dateien und der Datenbank speichert, falls es irgendwo in einer der vielen Komponenten zu Problemen kommt. Wenn jemand vorhat einen Blog mit Joomla zu erstellen, ist das recht unkritisch, da man meist keine weiteren Komponenten wie ein Diskussionsforum, Privates Nchrichtensystem oder Galerie benötigt. Für Clan/Gildenseiten ist das nicht ganz so einfach. Ein Beispiel: Für eine Clanseite mit Joomla braucht man sicher ein Forum und ein PN-System. Es bietet sich an als Forum Kunena zu nutzen und als PN-System uddeIM – beide von unterschiedlichen Entwicklern. Da diese schon lang auf dem Markt sind und sich auch gegenseitig unterstützen. Insofern unkomliziert. Wird nun Joomla auf eine neue Version gebracht muss man sich zuerst versichern, dass sowohl Kunena als auch uddeIM Updates bereitstellen, die mit der neuen Version reibungsfrei zusammenarbeiten. Man kann sich nun vorstellen wie das ausufert, sobald man vielleicht 10 oder mehr Komponenten verschiedener Anbieter installiert hat.

Ein weiteres Manko ist aus meiner Sicht als Neuling die Benutzergruppenstruktur und die Struktur wie Inhalte gehandhabt werden erst einmal zu verstehen. Das bedarf noch einiger Einarbeitungszeit. Die Benutzergruppen sind aktuell in V2 noch begrenzt und nicht ohne tiefere Eingriffe editierbar. In V3 soll sich das jedoch ändern

Hat man sich damit einmal angefreundet ist Joomla aus meiner Sicht das beste CMS um Clanseiten zu erstellen, da es wie gesagt zu jeder erdenklichen Funktion die man sich auf so einer Seite vorstellen kann, bereits eine Lösung gibt, die man recht einfach im Backend installieren kann. Auch fertige Designs gibt es massenhaft und lassen kaum Wünsche offen.

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Joomal – der Allrounder. Ebenfalls auf den ersten Blick übersichtlich- doch hinter den Dropdown Menüs am oberen Bildrand verbergen sich schier unendliche Möglichkeiten.

 

Fazit: Joomla für Blogseiten, Seiten mit redaktionellem Inhalt, Clan/Gildenseiten und auch für z.B. Vereinsseiten geeignet. Der Allrouder ist ein wahres Schwergewischt, sowohl was seine doch recht funktionsarme Erstinstallation mit ca.8,2MB anbetrifft, also auch die Möglichkeiten die sich mit diesem CMS auftun – welche aber auch zugleich Gefahren bergen.

WordPress:

Wordpress ist ein Blogsystem. Man sollte es daher als solches sehen und auch als solches benutzen. Es gibt sicherlich Plugins welche die Funktion wie bei Joomla erweitern. Doch scheinen mir die Lösungen die es bei Joomla gibt weitaus vielfältiger und ausgereifter. Insofern würde ich nicht empfehlen WordPress für Clan/Gildenseiten zu verwenden. Dafür ist es natürlich für Blogs und für Seiten welche lediglich redaktionelle Inhalte präsentieren wollen ideal. Ein Blick in das Backend verrät ebenfalls, dass die zentrale Funktion von WordPress eben die Redaktionelle ist. Inhalte zu erstellen ist denkbar einfach. Die Benutzergruppen sind entsprechend vorkonfiguriert und soweit ich bisher Einblick habe ebenfalls nicht beliebig erweiterbar. Also ähnlich Joomla. Die installierbaren Zusatzfeatures sind vielfältig, aber auch insofern eingeschränkt, dass sie sich meist wirklich an der "Blog-System Herkunft" von WP orientieren.

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Das WordPress Backend ist ganz offensichtlich auf redaktionelle Beiträge ausgelegt.

 

Fazit: WordPress ist ideal für Blogger und Seiten welche redaktionelle Inhalte anbieten wollen. Hobbyredakteure, Blogger und sicher auch die meisten Vereine sind mit WordPress recht gut beraten. Mit 6,2 MB ist WordPress nicht gerade schlank bei der Neuinstallation und mit den gebotenen Grundfunktionen.

Tipp: Wenn ihr eine Seite erstellen wollt, kann ich nur wärmstens empfehlen, die in Frage kommenden CMS vorher testweise zu installieren und anzusehen, bzw. mal ein paar Plugins zu installieren und das Zusammenspiel  anzuschauen. Habt ihr erst einmal ein System gewählt ist das meist eine Einbahnstraße. Ist die Seite erst einmal "scharf geschaltet" ist ein Wechsel zu  einem anderen CMS nur mit extremen Aufwand möglich. Bei Clan/Gildenseiten eigentlich nahzu unmöglich wenn man nicht umfassende Kenntnisse hat um z.B. ein Forum in ein komplett anderes System zu migrieren inklusive der richtigen Benurtzerzuordnungen usw. Für Blogs und redaktionelle Seiten läuft es halt letzendlich darauf hinaus die Texte komplett zu koperien und die Bilder neu hochzuladen und zu verlinken. Also alles sehr aufwändig.

3. Voraussetzungen

Natürlich wird ein sog. Webspace benötigt. Es gibt diverse kostenlose Anbieter. Allerdings muss man sich dessen bewusst sein: es gibt immer einen Haken. Sei es Werbung auf der eigenen Seite oder eingeschränkte Bandbreite oder Erreichbarkeit. Welche Anbieter es gibt, wird ein künftiges Thema auf dem Blog sein. Ich kann aus eigener Erfahrung nur dazu raten die 40€ im Jahr zusammenzunehmen und einen kommerziellen Anbieter auszuwählen, auch dazu mehr demnächst. Oft scheut man sich davor, aber man hat wirklich, wirklich viel weniger Scherereien im Nachgang. Zudem sind oft erstaunlich viele Leute, sei es im Onlineclan oder im Verein, bereit etwas beizusteuern. Und wenn 20 Leute freiwillig eine minimale Summeim Jahr beisteuern ist das Thema geregelt. Als Webmaster hat man schon genug zu tun, ohne dass man sich mit den technischen Unzulänglichkeiten mancher Free-Anbieter oder fehlendem Support herumschlägt.

Auf jeden Fall MUSS der Webspace natürlich mindestens eine MySQL 5.x-Datenbank beinhalten. PHP 5.x  und CGI sind ebenfalls erforderlich. Das gilt im Prinzip für alle CMS gleichermassen. FTP Zugang ist ebenfalls ein wichtiges Feature.  Ebenfalls erforderlich ist der Zugang auf ein entprechendes Backen, von dem aus ihr die Einstellungen für Euren Webspace vornehmen könnt (Datenbanken erstellen usw.)

Tipp: Macht Euch vorab Gedanken um die Domäne, die ihr benutzen wollt. Sprich, die Adresse, über welche dieSeite erreichbar sein soll. Wenn ihr eine sog. Top-Level Domain haben wollt (also mit www.meineseite.de,.com,.net,.at,.ch usw) sind diese bei kostenlosen Angeboten nicht enthalten und müssen extra gebucht werden (ca. 9-20€ pro Jahr) während kostzenlose anbieter meist nur sog, Subdomains anbieten und ihr dann Adressen wie z.B. www.meineseite.de.vu habt.

Tipp: Es gibt Anbieter, welche auch bereits einge CMS als Standard in ihrem Repertoire führen. Diese lassen sich dann recht unkompliziert aus dem Backend des Webspace installieren ohne den Umweg über Download des Installationspakets und upload via FTP.

4. Installation

Die Installation der CMS ist ebenfalls kein Teufelswerk. Die fertigen Installationspakete bietet jedes einigermassen bekannte CMS zum Download an. Die Dateien werden dann einfach auf der heimischen Platte entpackt und anschließend per FTP auf den Webspace geladen. Im Backend des Webspce muss nun noch eine Datenbank für die Seite angelegt werden. Nehmt eine eindeutige Bezeichnung und ein richtig "starkes" Passwort (Groß/Kleinbuchstaben, Zahlen, Zeichen) sonst können Angriffe von aussen evtl.irgendwann Eure Mühen zunichte machen. Die Installationsroutine startet man dann einfach im Browser durch ansurfen der eigenen Internetadresse. Oft muss man in ein entsprechendes Installationsverzeichnis wechseln oder ein spezielles Script starten. Für unsere 3 Kandidaten gestaltet es sich so:

E107:
Start der Installation über www.meineseite.de/install.php

Joomla:
Start der Installation direkt über ww.meineseite.de, man wird dann zur Installation weitergeleitet.

WordPress:
Etwas "altbacken. Im entpackten Verzeichnis die Datei  wp-config-sample.php heraussuchen und diese mit dem Editor öffnen. An den entsprechenden Stellen dann die Zugangsdaten für die MySQL Datenbank eintragen:
define('DB_NAME', 'Datenbankname hier eintragen');Datenbankname ZWISCHEN die Anführungsstriche !!!
define('DB_USER', 'Benutzername hier eintragen'); Auch zwischen die Anführungszeichen!
define('DB_HOST', 'localhost'); Localhost stehen lassen!

Datei anschliessend mit "Speichern unter" als wp-config.php speichern. Diese Datei nun in das root (Wurzel) Verzeichnis der Seite kopieren.
Installationsroutine wird mit www.meineseite.de/install.php aufgerufen.

5. Fazit

Das Fazit habe ich einmal als in einer Tabelle zusammengestellt. Bitte beachtet, dass dies meine persönliche Einschätzung ist.

 

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