Jun 262014
 
boreddave

Ehrlich gesagt, ist mir die Bezeichnung Phablet noch nicht so lang geläufig. Nun muss ich eingestehen, dass ich auch nicht jeden Tag nach Hause komme und mir denke „Mensch, da musst Du doch gleich, sofort, umgehend mal auf AndroidPIT, Connect etc. surfen und gucken was es da heute wieder spannendes im Bereich neuer Telefonierhardware gibt“. Nee!

Andererseits liebe ich technische Gadgets, zu denen nunmal auch das Smartphone gehört. Zugegeben, als ich mein erstes (und aktuell immer noch als Main-Phone in meinem Besitz befindlichen) Smartphone bestellte, ein Galaxy SII, dachte ich mir schon, dass das was cooles ist…son Smartphone. Damit kann man…öh…fotografieren..ach nee das ging schon mit meinem Samsung Star. Naja man kann seine Termine planen, ging vorher auch schon aber jetzt kann ich sogar nen Google Kalender einhängen den ich auch im Outlook hab…also somit schon mal ne Synergie. Und es gibt..äh..Apps…whatever! Was man noch so machen kann wusste ich damals noch nicht recht und dachte eigentlich, dass die anfängliche Smartphone Euphorie auch bei mir recht schnell nachlassen würde. Im Prinzip ist es ja auch so gekommen, nach einer anfänglichen täglichen Smartphone-Maltretierungszeit von 26/24 Std. ist der Konsum nach kurzer Zeit schon auf arg eingebrochen.

Dennoch, das Smartphone hat schon so Einiges verändert. So brauch ich nun nicht mehr unbedingt die Kameratasche dabei haben, um einen Schnappschuss zu machen. Meine Termine hab ich tatsächlich im Telefon. Und bei ausgedehnten Sitzungen auf dem WC versteht man dann auch endlich, wozu es eigentlich Facebook gibt.

Inzwischen jedoch ist mein Galaxy SII alt. Meine bessere Hälfte, die Regierung, würde sagen „Es funktioniert doch noch“ was im Prinzip auch stimmt, aber auch auf zig  Schuhpaare und Handtaschen zutreffen würde, welche vor Ablauf des Lebenszyklus unentleert irgendwo „abgestellt“ wurden um sie dann klamm heimlich zu entsorgen, oder auf alte Menschen die trotz offensichtlicher körperlicher Mängel noch Auto fahren — „Es geht ja noch!“. Das Dumme bei sonem Smartphone ist halt, dass die Technik irgendwann wirklich überholt ist. Beim S2 ist das jetzt nicht so tragisch schnell passiert, weil es mal das Top-Teil schlechthin war, aber jahrelanger Gebrauch macht es trotz Displayschutz etc auch nicht besser. Hinzu kommt, dass Samsung die Versorgung mit den neuen Android Versionen doch immer recht schnell einstellt – ich hab dieses Manko mit der Installation einer Costum Firmware etwas umgangen, aber selbst da hören die Coder irgendwann auf, die alten Geräte zu bedienen.
Und außerdem und Allem voran will man was NEUES haben.

Allerdings gibt es da ein Problem. Wie bereits gesagt: Phablet. Für diejenigen die es nicht wissen – Achtung, aufgepasst – Phablet ist das portmanteau aus Phone und Tablet. Ich würde es kurz damit umschreiben, dass es um zu groß geratene Smartphones geht. Vor einigen Jahren war ich der Ansicht, dass es doch toll ist, wie sich alles verkleinert. Doch offensichtlich ist der Trend ein Anderer. Auch ich bin diesem schon erlegen als ich mir vor einigen Wochen nach 8 Jahren endlich mal wieder eine neue Brille leistetet, man dachte ja vor einigen Jahren, dass man die Brillen irgendwann gar nicht mehr sehen würde – und jetzt hab ich quasi ne Brille auf der Nase wie Buddy Holly…übertrieben gesagt. Naja aber man muss halt auch etwas mit der Mode gehen. Nur bei Mobiltelefonen ist dieser Trend doch etwas …naja, gegenläufig zum Nutzungszweck wie ich meine. Inzwischen sind fast alle Smartphones auf eine stattliche Größe von 5 Zoll im Schnitt angewachsen. Ja Hallo? Warum haltet ihr Euch nicht gleich ein IPad mini an die Backe?

IPad, gutes Stichwort. Hab ich mir vergangenes Jahr gekauft. Zuvor hatte ich ein China-Billig-Androidpad mit 7 Zoll. Hat kein Schwein bei uns zu Hause genutzt, war langsam und instabil…und viel zu klein. Zweiter Anlauf: gebrauchtes IPad 1 kaufen. Das IPad ist toll. Jeder will es benutzen, aber wir haben nur eins. 10 Zoll sind super. Surfen, Shoppen, Youtube udn auch Apps ..ideal. Dumm ist halt, auf dem 1er IPad geht iOS nur bis Version 5.1 …was wohl schon so 3-4 Jahre überholt ist. Nicht tragisch weil es ja noch läuft. Nur aktuelle Apps halt nicht, und das nervt. Da muss wohl dann auch nochmal nachgebessert werden…mit nem IPAD 2 , 3 oder 4. Worauf ich hinaus wollte ist, dass ich ja ursprünglich kein iPhone wollte wegen der ganzen iTunes Sache und geschlossenes System usw. Doch inzwischen hatte ich ein paar iPhones in der Hand…..

Das neue Smartphone: wie sollte es also nach all diesen Erfahrungen sein?
Klein..nein..nicht klein…4 Zoll etwa. Nicht viel größer. Ich hab mich dran gewöhnt das Phone am Gürtel zu tragen…das ist okay, aber ich will nicht beim Laufen das Gefühl haben, dass ich einen Plattenpanzer aus einer einzigen Platte an meiner rechten Seite trage…oder gar drüber fallen :p

Es muss eine gute Kamera haben. Mindestens so gut wie die des S2. Besser geht immer, aber 8 Megapixel reichen mir aus. Es muss wertig sein und soll ein Weilchen halten.

Im Prinzip hänge ich jetzt bei 2 Kandidaten. Zum Einen das iPhone. Ob 5, 5c oder 5s…keine Ahnung. Aber das 5s scheint schon toll zu sein. Was mich dort stört ist natürlich der Preis. Ausgehend von meinen bisherigen Erfahrungen und im Anbetracht der Tatsache, dass es im iPhone keine Möglichkeit gibt den Speicher für Foto-/Videoaufnahmen zu erweitern bleiben wohl kaum Alternativen zu 32GB Version. Die allerdings kostet schon mal eben 800€. Jippi ai ho, Schweinebacke! Auf der anderen Seite – quasi in der Android-Ecke- steht das Sony Xperia Z1 compact.  Das kostet „NUR“ 500€ – is klar. Was mir daran gefällt ist, dass ich es mit in den Pool nehmen KÖNNTE, dass es gute Leistungsdaten hat und wohl auch recht gut verarbeitet sein soll. Es wird mir wohl nichts anderes bleiben, als mir die Geräte mal irgendwo anzuschauen. Allerdings bezweife ich, dass ich mir ein Smartphone für 800€ kaufen werde, dazu bin ich dann doch nicht verrückt genug. Andererseits hat man es dann ja wieder 2-3 Jahre….

Was habt ihr für ein Smartphone und warum? Gebt ihr dafür wirklich soviel Geld aus?

Okt 252013
 
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Tower Rush. Im Großen und Ganzen ist das Spielprinzip, ob seiner Einfachheit, schnell erklärt. Über eine Karte bewegen sie Gegner auf eine Basis oder einen Ausgang zu, den es zu schützen gilt. Das ist die Aufgabe des Spielers. Durch das Bauen von Verteidigungsanlagen – Türmen- müssen die Gegnerhorden im besten Fall auf Null dezimiert werden, bevor sie das "Ziel" erreichen. Klingt einfach, isses auch…aber wird zunehmend schwieriger und taktischer…und macht süchtig.

Auf der Suche nach einem Tower-Rush Spiel nach meinem Geschmack, stieß ich im Playstore recht schnell auf "Kingdom Rush", welches mich vom Setting (Fantasy/Mittelalter) am ehesten ansprach. Auch die Optik, entsprach auf dem ersten Blick meinem erlesenen Geschmack 😉

Easy to learn, hard to master

Der Einstieg gestaltet sich recht leicht, wenn man das oben beschriebene Spielprinzip verinnerlicht hat.
Man startet auf einer Weltkarte, auf der man an der Käste beginnt und sich dann vorarbeitet.

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vorher nachher


Stellt man die Schwierigkeit auf "Einfach" hat man eigentlich bis zum Endlevel kaum Schwierigkeiten einen Level erfolgreich ohne ein einziges Herz Verlust abzuschliessen. Achja, Herzen. Man hat in Jedem Level (ausser den Herausforderungslevels) erstmal 20 Herzen. Jeder Gegner der den Ausgang erreicht zieht ein Herz ab, dickere Brocken bringen es auf bis zu 5 Herzen die dann sofort dahin schwinden. Dass der Level bei Verlust aller Herzen als gescheitert gilt, erwähne ich hiermit in einem Nebensatz. Von den am Ende verbleibenen Herzen hängt die Levelwertung ab, die man nach erfolgreichem Levelabschluss erhält. Maximum sind drei Sterne. Zusatzsterne kann man durch die Herausforderungen erringen, derer es in jedem Level noch zwei gibt. Dafür  gibt es je einen Stern.

Die Sterne sind eine von drei Ingame-Währungen. Mit den Sternen kann man sich Vorteile erspielen. Dazu gibt es eine Übersicht im Spiel auf der man sich je Kategorie von unten nach oben durcharbeiten muss. Der Einsatz dieser Upgrades ist essentiell, erhalten doch dadurch Spezialfähigkeiten, Türme und Einheiten Vorteile wie größere Reichweite, bessere Rüstung usw.

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Die andere "Währung" sind Edelsteine. Auch die erhält man im Spiel durch das vernichten von Einheiten. Im Shop kann man Edelsteine gegen allerlei nützliche Gegenstände wie einem Behälter, der Herzen wiederherstellt, kleine Sprengladungen, einem Vereisungselexier, einem Stab um alle Gegner auf der Karte zu stoppen, einem Sack voller Goldmünzen (der dritten Währung im Spiel) bis hin zur Megabombe, die alle Gegner auf der Karte wegplättet. Meine Empfehlung, hebt Euch die Edelstein Items für die Herausforderungen und die Elite Level, welche nach dem besiegen des Endbosses freigeschaltet werden, auf. Edelsteine können auch durch Echtgeld erworben werden, aber erforderlich ist es nicht, da man Level wiederholen kann um die eigene Schatztruhe aufzufüllen. Es dauert dann halt länger.

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"Du ….. kannst nicht …. vorbei!"

Am Anfang kommt man noch relativ leicht damit durch einfach wild die verschiedenen Türme zu bauen. Dabei sind die Bauplätze in jedem Level limitiert und vorgegeben. Zu Beginn eines Levels hat man etwas Gold und ausreichend Zeit sich eine Strategie zu überlegen und seine Starttürme zu bauen und aufzuwerten. Wenn man sich bereit wähnt, genügt ein Klick um den Gegnerstrom zu entfesseln. Wieviele Wellen von Gegner zu erwarten sind steht oben links. Dabei wird es natürlich von Welle zu Welle nicht einfacher. Für getötete Gegner erhält man neben den erwähnten Edelsteinen auch Gold, welches man direkt in Ausbau bestehender oder Errichtung neuer Türme investieren muss. Weiterhin stehen zwei Spezialfähigkeiten in Form von Unterstützungseinheiten, die man beliebig auf der Karte platzieren kann, wo sie dann für eine gewisse Zeit am Gemetzel teilnehmen und einem Kometenschauer der ebenfalls an eine beliebige Stelle entfesselt werden darf. Beide Special lassen sich ausbauen und haben eine gewisse Cooldown-Zeit bis man sie erneut einsetzen darf.

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Die Bauplätze für Türme sind limitiert udn vorgegeben (kleine Schildchen). Die Totenköpfe zeigen, woher die Gegner auf die Karte strömen werden. In vielen Leveln zeigt sich erst nach dem ersten Start der Gegnerwellen, ob man taktisch klug gebaut hat. Meist braucht zumindest es einen Testlauf um das Level perfekt abzuschliessen.

So ist es im Spielfortschritt zunehmend erforderlich die Plätze für bestimmte Türme wohl zu wählen um deren Fähigkeiten und Reichweite bestmöglich zu nutzen. Dabei muss man auch die verschiedenen Upgrade-Optionen der Türme zunehmend in seine Überlegungen einbeziehen. So kann man in der letzten Ausbaustufe zum Beispiel die Bogenschützen entweder zu Scharfschützen mit langsamen Tempo aber tödlicher Präzision, oder aber zu Dauerfeuernden Ballerelfen entwickeln. Doch als wäre das nicht genug, kann man die höchste Ausbaustufe auch noch durch Spezialfähigkeiten verbessern. Da sind wirklich coole Sachen dabei und es macht Spass den Bildschirm mit zuckenden Blitzen und umherschwirrenden Homing-Missiles zu beobachten. Aber ich will mal nicht zuviel verraten.

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Es gibt vier Arten von Türmen welche im späteren Verlauf jeweils noch einmal 2 unterschiedliche Spezialisierungen zulassen.
Von links: Bogenschützen, Kämpfer, Zauberturm, Artillerieturm.

Ein weiteres Feature sind die Helden. Die einzigen Einheiten die man während des Spiels beliebig über das Feld bewegen darf. Im Spiel enthalten sind 11 Helden, von denen man allerdings "nur" 3 im Spielverlauf freischalten kann. Die restlichen Helden müssen durch Echtgeld erkauft werden, und kosten zwischen 2€ und 5€ je nach Status (Normal, Elite, Legendär). Allerdings kommt man auch gewiss ohne "Kaufhelden" gut zurecht.

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Zock, Zap, Pow…

Die Grafik ist angemessen, Ich finde sie vom Stil her Super. Das ist aber sicherlich ein Stück weit auch Geschmacksache. Besonders abgefahren finde ich die Lautsprache die an Comics erinnert. Der Sound ist Okay. Die Musik hab ich eh abgeschaltet, die Soundeffekte passen.
 

Fazit

Naja, wie man unschwer bemerken wird. Bin ich ein Fan von Ironhides "Kingdom Rush" geworden. Das Spielprinzip und die Umsetzung sind wie gemacht für Tablet und Smartphone. Im Moment schlage ich mich noch durch die Herausforderungen und Elitelevels, welche es wirklich in sich haben. Mehr Levels wären natürlich cool gewesen, das ist auch das Einzige, was man enfernt als Manko durchgehen lassen könnte. Doch auch die Fortsetzung "Kingdom Rush Frontiers" hat inzwischen den Weg auf mein Smartphone gefunden, wartet dort aber noch auf seine Gelegenheit mich zu erfreuen. Alles in Allem ist "Kingdom Rush" eines der coolsten Spiele, die ich je auf meinem Smartphone hatte. Die knapp 1,50€ Anschaffungskosten im Google Playstore sind jeden Cent wert.

Eine abgespeckte Version (weniger Levels) kann man im Browser spielen, was ich allerdings noch nicht gemacht habe. Somit kann ich schlecht beurteilen, welche der Aussagen dieses Tests auf die Browserversion zutreffen und welche nicht. Hie rist der Link zur Browserversion. Klick mich hart!

Bilder/Logos: Armorgames

Wertung: 9,5/ 10 lovedave

Sep 262013
 
geocaching

Eigentlich ist es schon schwer genug den eigenen Hintern mal von der Couch zu bekommen aber noch schwerer ist es heutzutage seinen achtjährigen Sohn zu überzeugen, auch mal nach draussen zu gehen. Trotz massivem Aufgebot von "Draussenspielzeug" in Form von Autos, LKWs, Bauarbeitern für den heimischen Sandberg über Tretauto, Fahrrad, Inlineskates, Skateboard, Fußball, Badmington und Basketballequipments bis hin zu zu dem geilen Nerf-Set bestehend aus 2 Blastern, 2 Westen und 2 Schutzbrillen…welches ich nur in Ermangelung gleichwertiger Schlachtfeldgegner nicht häufiger nutze…also trotz all diesem Zeug, ist es nahezu unmöglich die Kids zu überzeugen mal zusammenhängend eine Stunde ausserhalb vom Haus zu verbringen. Klar, es gibt im Sommer die Tage wo den ganzen Tag im Pool gehockt wird, oder alle halbe Jahr geht man mal für 30 Minuten auf den Spielplatz um die Ecke…aber ansonsten? Pustekuchen! In der Rolle des Erziehungsberechtigten ist man ja doch oft genug bemüht, diese Wohnzimmerbindung aufzubrechen. Dinopark hier, Go-Kart Bahn da, dazwischen mal noch in diesen Park und dort hin…aber das kann man vielleicht mal alle 4-8 Wochen bringen, ansonsten gehen Einem auch schnell die Attraktionen und noch schneller die Kohle aus.

Im Anbetracht dieser Tatsachen, habe ich mich im Frühjahr mal mit dem Thema Geocaching befasst. Nun, ich hatte schon zuvor hin und wieder davon gehört und mir auch überlegt, dass es ganz witzig klingt. Doch weiter gingen die Überlegungen noch nicht. Ich greife nur soweit voraus, dass ich Euch sagen kann: schnappt Euch die Kids, probiert es aus.

Was ist Geocaching eigentlich?
Bei Geocaching, für unsere Mond- und Höhlenbewohner, handelt es sich um eine Art moderner Schatzsuche. Geocacher suchen und verstecken überall auf der Welt kleine Behälter. Derjenige der etwas versteckt publiziert sein Versteck im Internet. Leute die das Versteck finden wollen, tun dies anhand der GPS Daten des Versteckes. Ich denke das ist kurz und prägnant genug, mehr dazu weiss unser oller Kumpel Google zu erzählen.

Einstieg

Zuerst kommen natürlich die Überlegungen, was man denn nun zum Geocachen braucht. Mir schwirrten Bilder von einer jungen, durchtrainierten, dynamischen Familie durch den Kopf…

Er: mit kurzämligem Karohemd, Markenjeans und gelbbraunen Dockers,
Sie: schlank, langes kastanienbraunes Haar mit Poloshirt, ebenfalls Markenjens und Dockers
und Allen voran der etwa zehnjährige Sohn mit Justin-Biber Frisur und Jack Wolfskin Jacke.
Alle drei natürlich ausgerüstet mit Helm, Mammut-Wanderrucksack und GPS Gerät wie sie gerade aus dem Untzerholz auf einen Felsvorsprung treten – im Hintergrund ein Alpenpanorama.

Nachdem ich also schon einige Zeit herumgesurft bin und mir GPS Geräte angeschaut habe, bekam ich in einem Forum als Antwort auf meine Frage nach einer Empfehlung für ein solches Gerät doch glatt zu hören, dass man als Smartphone Besitzer erst einmal ohne zusätzliche Anschaffungen mit dem Geocaching starten könne. Schade eigentlich, kein neues Technikspielzeug für mich.

Ein Blick in den Google Playstore bringt einige Geocaching Apps zum Vorschein. Ich entscheide mich für c:geo und lade es auf mein SGS II.

Equipment/Software

Wie erwartet, muss man sich mal wieder registrieren. Es gibt mehrere vorgegebene Seiten, mit deren Login man auch in die App einloggen kann Geocaching.com, Opencaching.de, GCvote.com und Opencaching.pl. Ich entscheide mich, da ich ja eh für keine der Seiten ein Login besitze, für geocaching.com. Dies ist die offizielle Geocaching-Webpräsenz.
Dort kann man sich im Übrigen auch erstmal genauer informieren über Alles rund ums Geocaching: wie sieht ein Cache aus, wie finde ich ihn, was muss ich dann machen, worauf muss geachtet werden, welche Arten von Caches gibt es…usw.

h_ckchen_im_kreisSmartphone mit Android/iOS und einer Geocaching-App

Weiterhin empfehle ich es, einen kleinen Rucksack zu packen. Sinnvolle Accessoires sind auf jeden Fall: ein Stift, ein kleiner Notizblock, Getränke..wenn ihr mit den Kids loszieht nehmt darüber hinaus noch Pflaster und eine Box mit Caches, also kleinen Tauschgegenständen, mit. Als Cache eignet sich eigentlichg alles Mögliche, seien es Glasmurmeln, kleine Figuren oder Schlüsselanhänger. Nicht geeignet ist alles, was sich bei Feuchtigkeit auflöst oder ablöst sowie essbare Dinge. Diese kleinen Schätze sind eigentlich meist für die Kids als kleines Gimmik gedacht. Leider gibt es auch offenbar genug Vollhonks, die sich nicht zu Schade sind einen Knopf oder einen Kronkorken in die Cachebox zu legen. Ich hab mir etwas Bastelmasse besorgt, aus denen ich mit meinem Sohn demnächst eigene Geocoins machen werde, die wir anschliessend im Ofen noch brennen und dann etwas Günstiges und Besonderes haben, was wir auch noch selber gebastelt haben :)

h_ckchen_im_kreisRucksack mit Geocaching-Stuff: check!

Natürlich solltet ihr die Kleidung entsprechend Eures Ziels wählen. Ich meine sehr, sehr viele Caches sind mit alltagstauglichen Klamotten erreichbar weil sie tatsächlich an Orten versteckt sind, die man täglich mehrmals passiert ohne etwas davon zu bemerken. Will sagen, für den Anfang braucht es eigentlich nichts Besonderes. Natürlich solltete ihr, falls es in den Wald oder über Stock und Stein oder durch hohes Gras oder Brennesseln bzw Dickicht geht schon drauf achten entsprechende Kleidung an oder mit zu haben.

h_ckchen_im_kreisangemessene Kleidung

So, das war jetzt zwar viel Text. Aber eigentlich muss man ja gar nicht soooo wahnsinnig viel tun um loslegen zu können. Wenn man es eilig hat und man nur mal mit 2-3 Chaches um die Ecke starten will um es auszuprobieren reichen auch ein Schlüpper, das Handy und nen Stift aus.

 

eins, zwei, drei, vier Eckstein…alles muss versteckt sein

Damit sind wir "Ready for takeoff!". Zuerst einmal müsst ihr Euch natürlich fragen, wo denn der nächste Cache versteckt ist. Nicht selten, ist das manchmal gar nicht soweit weg. Um einen Cache zu finden, schmeisst ihr die c:geo App auf Eurem Smartphone an. Nachdem ihr einmalig eure Anmeldedaten eigegeben habt, gehts zum Hauptmenü mit den Punkten:

 

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c:geo Hauptmenü

 

  • Live-Karte, eine Karte der Umgebung mit Position der Caches
  • In der Nähe, eine Liste der Caches in der Umgebung
  • gespeicherte , Eure gespeicherten Caches
  • Suche, suche nach einem Ort anhand der Koordinaten oder Adressdaten
  • Überall, öh..ja
  • Sucheinstellungen, lässt Euch einstellen, ob ihr nach bestimmtech Cachetypen sucht oder nach Allen

Idealerweise startet ihr über die Live-Karte, in Euer erstes Cache-Abenteuer. Ich glaube, außer der Witjas II Tiefe und einem Ort in der Wüste Gobi gibt es keinen Punkt auf der Erde, von dem aus man weiter als 1.000 Meter bis zum nächsten Cacheversteck laufen muss.

ScreenShot217
c:geo Live Karte

Habt ihr aus der Live-Karte ein Versteck in Eurer Nähe ausgemacht, so könnt ihr darauf tippen und bekommt ein Infofenster angezeigt.

ScreenShot218

Neben dem Namen und dem Geocode findet ihr dort auch durchaus wichtige Angaben, wie z.B. Infos zur Schwierigkeit. Wählt auf jeden Fall am Anfang erstmal etwas Einfaches: 1-2. Auch Infos zum Terrain können unter Umständen interessant sein, wenn ihr erst einmal Caches als Ausflugsziele setzt. Unter "Mehr Details" gibt es…mehr Details. Unter Anderem eine Beschreibung des Caches oder aber des Ortes an dem der Cache versteckt wurde. Manche Leute schreiben dort ne ganze Geschichtschronik des Gebäudes oder Ortes rein. Manchmal gibt es noch einen "Hinweis" der idR verschlüsselt ist und erst durch antippen lesbar wird um nicht als Spoiler zu wirken. Zu guter letzt natürlich das Cache-Logbuch. Zurück auf der Live-Karte findet ihr nach antippen des zu besuchenden Caches oben rechts an dem Popup ein kleines Kompass-Symbol   ScreenShot219. Um nun endlich mal loszulegen, klickt da drauf.

Leider lässt sich der Screen nicht so schön fotografieren im Bluestacks. Aber ihr seht nun einen Kompass und die Entfernung. Was zu tun ist, erklärt sich eigentlich von selbst. In die Richtung drehen, in die der Kompass weist, und ab geht die Luzi. Die Suche an sich, ist eigentlich – wie man sich sicher denken kann- der spannendste Teil am Geocachen. Ich geb das Handy dann immer meinem Junior, der es füt unablässlich erachtet mir dann alle halbe Meter die Entfernung anzusagen….da können 300 Meter echt weit sein.

Zum Auffinden der Verstecke gibt es ein paar Tipps auf der genannten Seite. Wichtig ist hierbei auch, dass ihr in etwa wisst, wonach ihr sucht. Beim ersten Cache haben wir uns ganz schön schwer getan, da es ein Microcache war…und das Versteck war echt, ziemlich klein. Denkt auch an die anderen Cacher und noch mehr an die "Nicht Cacher" welche im Geocachingslang ganz nach Harry-Potter Art als "Muggel" bezeichnet werden – soll heißen, versucht ein bisschen diskret beim auffinden der Caches vorzugehen. Es gibt genug neugierige Leute, die das Ganze nicht verstehen oder nichts damit anfangen können und die Caches dann aus Spass verschwinden lassen nachdem sie einen unachtsamen Cacher beobachtet haben.

Ist der Cache gefunden, gilt es den Besuch zu "loggen". Das heisst, das Cachelog, dass eigentlich immer im Cache befindlich ist mit Datum, Uhrzeit und Pseudonym zu quittieren, und auch in der App, entweder sofort oder am Ende der Session das Auffinden zu protokollieren. Nur so, wird das Auffinden dann auch zum "Cachekonto" des eigenen Accounts hinzugefügt.

Fazit

Tja, Fazit…Geocaching fetzt schon. Ich meine, bisher sind wir noch nicht extra irgendwo hingereist, nur um zu Cachen. Aber ein langweiliger Besuch bei den Schwiegereltern z.B. kann durch Geocaching schon extremst "upgegraded" werden. Ist man erstmal dabei, dann packt es Einen schon, denn das nächste Versteck ist imemr nur einen Steinwurf entfernt. Zudem ist die Grafik auch ziemlich gut. Der Sound geht so, leider haben die Entwickler an der Hintergrundmusik gespart, so dass man entweder drauf verzichtet oder seinen Walkman einpacken muss. Steuerung ist, solang man nüchtern ist…quasi ein Spaziergang.  Spielzeit würd ich mal auf "unmöglich schaffbar" schätzen, da es weltweit inzwischen Milliarden von Caches gibt. Einziges Manko, sind die "Questbelohnungen"  -die von "Aha?!" bis nicht vorhanden gehen. Aber beim Geocaching ist der Weg das Ziel und es macht trotzdem riesen Spass.

Deshalb 8,5 von 10 möglichen Punkten für diese Freizeitaktivität.

Wertung: 8,5/ 10 lovedave

 

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