Nov 022013
 
superdave

Der klassiche Superman ist natürlich fast Jedem bekannt: Christopher Reeve (R.I.P) zwängte sich 1978 erstmals für eine Kinoproduktion des Helden von Krypton in das blau-rote Kostüm. Lange Zeit war er Superman. Genauer gesagt bis zum vierten Kinodebüt 1987. Es folgte ein Reboot in 2006 mit Brandon Routh in der Rolle des stählernen Mannes, achso und dann ist da natürlich noch die unsägliche TV-Serie aus den 90ern, deren Erwähnung man lieber aussparen möchte.

Nun also wieder ein Reboot, dieses Mal soll aber alles Anders werden. Zack Snyder will Superman in das 21. Jahrhundert bringen und eine düstere Stimmung erschaffen.
Dabei werden alle Register gezogen, angefangen beim Cast, welcher sich über Kevin Costner, Russel Crowe, Laurence Fishburne, Amy Adams und Diane Lane hin zu Henry Cavell – the (probably) hottest Man of Steel, erstreckt.

Krieg der Welten

Wie es sich gehört, startet die Story auf Krypton. Supermans Heimatplaneten, wo er gar nicht Superman sondern Karl L. (Bildunterschrift: …hat Superkräfte). Nagut er heisst eigentlich Kal-El..aber was macht das schon. Jedefalls ist Kals Dad der Chefwissenschaftler von Krypton. Offenbar haben es die Kryptonier geschafft ihrem Planeten den Rest zu geben, nachdem sie 100.000 Jahre das Weltall beherrscht haben. Keine Ahnung warum die Jungs ihren Planeten zerstören mussten, aber offenbar haben sie die Energiewende verpennt. Zu allem Übel zettelt General Zod nun auch noch eine Revolte an, um die Regierung des kryptonischen Imperiums zu stürzen, weil eben diese zugelassen hat, dass es zum Planetengau kommen musste. Eigentlich, aus meiner Sicht, verständlich. Jedenfalls gibts erstmal ne Menge Endzeitstimmung auf Krypton zu sehen. Richtig schönes Sci-Fi mit ordentlich Krach-Bumm. Was echt abgefahren ist – ACHTUNG SPOILER- Kal wird von Gladiator-Dad als Baby in eine Raumkapsel gesteckt und ins Weltall geschossen (es gibt Tage da möchte ich sowas auch für meinen Sohn haben 😉 ) im Gepäck das einzige Artefakt was Krypton hätte retten können – ein Schelm, wer da eigene Interessen reininterpretiert, aber wenn man die Wahl hat den eigenen Sohn zu retten, why not? Kurz darauf wird der "böse" General Zurg..sorry, Zod..mit seinen Schergen in die Phantomzone verbannt, kaum ist dies geschehen explodiert Krypton. Geil! Kind und Schurken evakuiert – restliche Rasse ausgelöscht. Herzlichen Glückwunsch zum Titel "Dumbest Race in the Universe"!

Somwhere in Kansas

Ja, gut. Wie wir alle wissen schafft es Kal-El zur Erde und wird dort von den Kents gefunden und augezogen. Wie die Kindheitserlebnisse und Erinnerungen in den Film eingebracht wurden, fand ich recht gut gemacht. Viel gibt es da aber nicht zu erzählen. Einzig der Zwiespalt in Kal-El (der nun Clark heisst) zwischen dem Einsatz seiner enormen Kräfte und der Gefahr entdeckt zu werden.

Um es auf den Punkt zu bringen: die Amis finden im ewigen Eis ein kryptonisches Raumschiff. Clark ist zufällig in der Nähe und stibitzt es. Was er nicht weiss, das Schiff hat ein Signal gesendet, welches General Zod und Co. auf den Plan ruft, die irgendwie aus der Phantomzone entkommen konnten. Sie erreichen die Erde und stellen ein Ultimatum zur Herausgabe von Kal-El oder Krieg. Dieser stellt sich der Übergabe freiwillig, doch Zod und Co halten natürlich nicht Wort und greifen die Erde an um ein neues Krypton zu erschaffen, natürlich nachdem sie die gegenwärtigen Bewohner vernichtet haben.

Jetzt beginnt der Film in eine Mischung von "Krieg der Welten" und Marvels "Avengers" oder "X-Men" überzugehen. Superman alias Clark Kent alias Kal-El und seine "Landsleute" kloppen eine ganze Stadt in Dutten. Mehr möchte ich an der Stelle nicht verraten, nicht weils sonst zu sehr spoilert- sondern weil es nicht vielmehr dazu zu sagen gibt. Ausser vielleicht, dass Superman am Ende gewinnt. Als Belohnung darf er nun als Praktikant beim "Daily Planet" anfangen, dank Brille nun natürlich vollkommen Inkognito (ja, nee – is klar). Somit ist der Grundstein zu möglichen weiteren Filmen gelegt.

 

Fazit

Tja, der stählerne Mann. Eigentlich ein schöner Popcorn Film. Allerdings muss man sich 143 Minuten ans Bein binden, die allerdings mit  jeder Menge Action ausgefüllt sind. Einige Zusammenhänge im Film fand ich schon sehr fragwürdig dargestellt – zum Beispiel den Anfang auf Krypton, der zwar richtig schön Sci-Fi stimmig ist, aber logisch ein Desaster bildet. Auch am Schluss gibt es eine Szene die mir unschön in Erinnerung blieb – nämlich während die Menschen den zweiten Terraformer zerstören und dort um jede Sekunde mit den Kryptoniern fighten, scheint Superman nichts besseres einzufallen, als erstmal den Schrott in den Trümmern zu sortieren. Ich denke Mal aus meinem Text kann man schon meine Meinung zum Gesamtwerk ablesen. Geile Effekte, viel Kawumm..aber irgendwie muss mans erstmal als Superman-Film verdauen. Somit bin ich als Sci-Fi Fan etwas zwiegespalten. Als Sci-Fi Superheldenfilm ist "Man of Steel" durchaus sehenswert, die Effekte sind genial und optisch ist der Film ein Kracher. Auch gut rübergebracht ist der ständige innere Kampf in Clark. Aber es gibt halt auch echte Hänger…

 

Bilder: Warner Bros

Wertung: 6/ 10 boreddave

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