Sep 132013
 
cms

Die Eingangsfrage, die man sich bei der Suche nach einem CMS immer stellen muss, ist die nach dem Zweck und der Funktion der Seite. Dazu muss man sich als "Webmaster" Gedanken machen, welche Funnktionen für den jeweiligen Zweck im Vordergund stehen, welche ein "Nice to have" sind und welche Funktionen man nicht braucht. Zudem muss man sich über den eigenen "Skill" Gedanken machen – also was trau ich mir als Webmaster zu und wie inwiefern bin ich bereit mich in das Thema einzuarbeiten.

Vorab sei weiterhin erwähnt, das ich mich mit der Materie auch "nur" als Hobby befasse. Über die technischen Feinheiten weiss ich sicherlich nicht so viel wie ein ausgebildeter Webdesigner, aber für mich steht das Handling als "Hobby Webmaster" im Vordergrund. Ich bitte dies zu berücksichtigen.

Ich werde in diesem Tutorial die CMS e107 in der Version 2, Joomla in der Version 2 und WordPress in der Version 3 als Basis nehmen. eshalb ich diese 3 CMS ausgewählt habe wird im Folgenden unter Punkt 3 hoffentlich eingermassen deutlich. Ich habe auch weitere CMS wie z.B. Drupal, Typo3 oder ilch getestet. Allerdings sind diese drei meine Favoriten.

Grundsätzlich sind Grundkenntnisse in HTML und CSS sehr zu empfehlen, nicht aber zwingend notwendig. Allerdings sind die Individualisierungsmöglichkeiten mit den entsprechenden Kenntnissen wesentlich vielfältiger. Auch verlangen manche Zusatzfeatures ein wenig Kenntniss der Materie um sie perfekt in das vorgesehene CMS einzupassen.

In diesem Tutorium werde ich die folgenden Punkte abarbeiten und versuchen die Anwendungsfelder für die drei von mir gewählten CMS herauszustellen.

  1. Welchem Zweck dient die Webseite? Welchen Funkktionen werden benötigt?
  2. Das richtige CMS für mich!
  3. Voraussetzungen zur Installation des CMS.
  4. Installation
  5. Fazit

In einem weiten Tutorial, welches ich in den kommenden Tagen verfassen werde, gehe ich dann auf das "Drumherum" ein. Also wo man Webspace findet, was es zu beachten gibt, wie man die Daten auf den Webspace bekommt usw.

1. Zweck und Funktionsumfang

Es gibt verschiedene Ausgangssituationen welche die Erstellung einer eigenen Seite im Internet begründen. Der Verein, der sich kostenneutral eine Plattform schaffen will und dazu auf Internet und PC- affine Mitglieder aus den eigenen Reihen setzt. Dann die Person, welche mit seinen Erlebnisse, Erfahrungen oder seiner Meinung nach "interessanten Dingen aller Art" die Welt bereichern will und dazu einen Blog aufmachen möchte oder der Gilden-/Clangründer, der für die Community seines Lieblingsspiels eine Kommunikationsplattform einrichten will. Die Liste lässt sich sicherlich noch erweitern, aber ich denke es wird klar was ich meine.

Im Vorfeld muss man sich, egal was die Ausgangssituation ist, Gedanken machen welche Funktionen die Seite unbedingt haben muss und welche eher nicht. Dazu ist es natürlich sinnvoll, sich ähnliche Seiten im Netz anzusehen und sich im Idealfall eine Liste zu erstellen. Typische Funktionen die man berücksichtigen sollte sind:

  • Ist ein Mitgliederbereich erforderlich? Also soll es einen Bereich geben, welcher nicht öffentlich für jeden Besucher zugänglich ist?
  • Macht es Sinn ein Diskussionsforum auf der Seite zu haben?
  • Welche Sonderfunktionen sind wünschenswert? (Fotogalerie, Privates Nachrichtensystem…)
  • Werden weitere Mitglieder Zugriff auf das Backend des CMS haben?

Ausgehend von dem Zweck und den genannten Punkten, kann man sich leicht ein Anforderungsprofil erarbeiten. Anhand dessen ist es dann einfach ein entsprechendes CMS auszusuchen.

2. Auswahl des richtigen CMS

e107:

Das CMS e107 war das erste CMS mit dem ich in die Welt der CMS eingestiegen bin. Nach seiner "Blütezeit" um 2005-2007 ist e107 inzwischen eher zum Underdog geworden, dies ist der langen Vernachlässigung durch die damaligen Entwickler zu Schulden, die es meiner Meinung nach versäumt haben im Fluss der Zeit mitzuschwimmen. Doch seit letzten Jahr hat e107 ein anderes Team und die längst überfaällige Rundumkur wurde eingeleitet. e107 eignet sich aus meiner Sicht besonders für Anfänger in der Materie die schnell einen Erfolg sehen wollen und ein CMS benötigen, welches schon viele Funktionen mit sich bringt. So ist im e107 z.B. ein Diskussionsforum enthalten. Ausserdem auch ein Privates Nachrichtensystem. Es eignet sich somit besonders für Clan/Gildenseiten als Einstiegspunkt. Es gibt bereits eine Menge fertiger Designs und die Anpassung bestehender Designs ist mit HTML und CSS Kenntnissen recht einfach, Auch "grössere" Änderungen lassen sich nach etwas Einarbeitungszeit sehr leicht vornehmen. Zusätzliche Features (sog. Plugins) kann man im Netz herunterladen und recht einfach dazuinstallieren. Ein Blick in das Backend (oder Admin Panel) zeigt eine aufgeräumte Struktur. Das Benutzermanagement ist sehr einfach gehalten und verständlich, Benutzergruppen können beliebig angelegt und nach Lust und Laune mit Rechten versehen werden. Redaktionelle Inhalte sind recht einfach einstellbar. Mit knapp 1,2 MB ist es eine wahre Freude e107 zu installieren, besonders wenn man keine allzu dicke DSL Leitung hat und mit Hinlblick des doch schon recht anständigen Funktionsumfangs den es mitbringt.

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Das Backend von E107 ist sehr ordentlich. Unter "Plugins" findet man die bereits mitgelieferten Zusatzfeatures wie z.B. ein Forum, ein PN-System und Einiges mehr. Mit einem Klick direkt installierbar.

Fazit: E107 geeignet für Einsteiger-Webmaster, besonders im Bereich Clan/Gildenseiten aber auch für Blogs oder Seiten mit redaktionellen Inhalten verwendbar. Es gibt zahlreiche Zusatzfeatures (Plugins) und Designs, die aber meist noch aus der inzwischen einige Zeit zurückliegenden Blüte des CMS stammen. Es bleibt aber zu hoffen, dass sich e107 wieder den wohl verdienten Platz unter den akktuell beliebtesten CMS einimmt, zumal es die besten Voraussetzungen dazu mitbringt.

Joomla:

Joomla ist eines der meist benutzten CMS derzeit auf dem Markt. Joomla ist der Allrounder schlechthin und kann im Prizip komplett bis ins jedes Detail individualisiert werden. Es gibt tausende von installierbaren Zusatzfeatures. Joomla selbst bringt jedoch lediglich eine Grundfunktionalität mit. Zudem ist das Installationspaket relativ groß. Es eignet sich für Einsteiger mir Grundkenntnissen, besonders aber für Fortgeschrittene Webmaster, da man wie gesagt zusätzliche Funktionen erst einmal suchen muss und dann selber probieren muss ob die Funktion auch das bietet, wonach man gesucht hat. Dies ist miitunter sehr zeutaufwändig. Zudem sind viele der Zusatzfunktionen auch kommerzieller Natur, das heisst man muss sie irgendwo käuflich erwerben um sie nutzen zu können. Die Stärke ist also der sehr Modulare Aufbau. Zugleich ist eben das auch die größte Schwachstelle. Hat man erst einmal nach langem probieren die optimle Zusammenstellung an Plugins und Modulen gefunden, so muss man diese auch bei jedem Update der Software oder einer Komponente mit updaten, was mitunter wirklich sehr brenzlig sein kann und eigentlich immer voraussetzt, dass man sich ein Backup der gesamten Dateien und der Datenbank speichert, falls es irgendwo in einer der vielen Komponenten zu Problemen kommt. Wenn jemand vorhat einen Blog mit Joomla zu erstellen, ist das recht unkritisch, da man meist keine weiteren Komponenten wie ein Diskussionsforum, Privates Nchrichtensystem oder Galerie benötigt. Für Clan/Gildenseiten ist das nicht ganz so einfach. Ein Beispiel: Für eine Clanseite mit Joomla braucht man sicher ein Forum und ein PN-System. Es bietet sich an als Forum Kunena zu nutzen und als PN-System uddeIM – beide von unterschiedlichen Entwicklern. Da diese schon lang auf dem Markt sind und sich auch gegenseitig unterstützen. Insofern unkomliziert. Wird nun Joomla auf eine neue Version gebracht muss man sich zuerst versichern, dass sowohl Kunena als auch uddeIM Updates bereitstellen, die mit der neuen Version reibungsfrei zusammenarbeiten. Man kann sich nun vorstellen wie das ausufert, sobald man vielleicht 10 oder mehr Komponenten verschiedener Anbieter installiert hat.

Ein weiteres Manko ist aus meiner Sicht als Neuling die Benutzergruppenstruktur und die Struktur wie Inhalte gehandhabt werden erst einmal zu verstehen. Das bedarf noch einiger Einarbeitungszeit. Die Benutzergruppen sind aktuell in V2 noch begrenzt und nicht ohne tiefere Eingriffe editierbar. In V3 soll sich das jedoch ändern

Hat man sich damit einmal angefreundet ist Joomla aus meiner Sicht das beste CMS um Clanseiten zu erstellen, da es wie gesagt zu jeder erdenklichen Funktion die man sich auf so einer Seite vorstellen kann, bereits eine Lösung gibt, die man recht einfach im Backend installieren kann. Auch fertige Designs gibt es massenhaft und lassen kaum Wünsche offen.

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Joomal – der Allrounder. Ebenfalls auf den ersten Blick übersichtlich- doch hinter den Dropdown Menüs am oberen Bildrand verbergen sich schier unendliche Möglichkeiten.

 

Fazit: Joomla für Blogseiten, Seiten mit redaktionellem Inhalt, Clan/Gildenseiten und auch für z.B. Vereinsseiten geeignet. Der Allrouder ist ein wahres Schwergewischt, sowohl was seine doch recht funktionsarme Erstinstallation mit ca.8,2MB anbetrifft, also auch die Möglichkeiten die sich mit diesem CMS auftun – welche aber auch zugleich Gefahren bergen.

WordPress:

Wordpress ist ein Blogsystem. Man sollte es daher als solches sehen und auch als solches benutzen. Es gibt sicherlich Plugins welche die Funktion wie bei Joomla erweitern. Doch scheinen mir die Lösungen die es bei Joomla gibt weitaus vielfältiger und ausgereifter. Insofern würde ich nicht empfehlen WordPress für Clan/Gildenseiten zu verwenden. Dafür ist es natürlich für Blogs und für Seiten welche lediglich redaktionelle Inhalte präsentieren wollen ideal. Ein Blick in das Backend verrät ebenfalls, dass die zentrale Funktion von WordPress eben die Redaktionelle ist. Inhalte zu erstellen ist denkbar einfach. Die Benutzergruppen sind entsprechend vorkonfiguriert und soweit ich bisher Einblick habe ebenfalls nicht beliebig erweiterbar. Also ähnlich Joomla. Die installierbaren Zusatzfeatures sind vielfältig, aber auch insofern eingeschränkt, dass sie sich meist wirklich an der "Blog-System Herkunft" von WP orientieren.

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Das WordPress Backend ist ganz offensichtlich auf redaktionelle Beiträge ausgelegt.

 

Fazit: WordPress ist ideal für Blogger und Seiten welche redaktionelle Inhalte anbieten wollen. Hobbyredakteure, Blogger und sicher auch die meisten Vereine sind mit WordPress recht gut beraten. Mit 6,2 MB ist WordPress nicht gerade schlank bei der Neuinstallation und mit den gebotenen Grundfunktionen.

Tipp: Wenn ihr eine Seite erstellen wollt, kann ich nur wärmstens empfehlen, die in Frage kommenden CMS vorher testweise zu installieren und anzusehen, bzw. mal ein paar Plugins zu installieren und das Zusammenspiel  anzuschauen. Habt ihr erst einmal ein System gewählt ist das meist eine Einbahnstraße. Ist die Seite erst einmal "scharf geschaltet" ist ein Wechsel zu  einem anderen CMS nur mit extremen Aufwand möglich. Bei Clan/Gildenseiten eigentlich nahzu unmöglich wenn man nicht umfassende Kenntnisse hat um z.B. ein Forum in ein komplett anderes System zu migrieren inklusive der richtigen Benurtzerzuordnungen usw. Für Blogs und redaktionelle Seiten läuft es halt letzendlich darauf hinaus die Texte komplett zu koperien und die Bilder neu hochzuladen und zu verlinken. Also alles sehr aufwändig.

3. Voraussetzungen

Natürlich wird ein sog. Webspace benötigt. Es gibt diverse kostenlose Anbieter. Allerdings muss man sich dessen bewusst sein: es gibt immer einen Haken. Sei es Werbung auf der eigenen Seite oder eingeschränkte Bandbreite oder Erreichbarkeit. Welche Anbieter es gibt, wird ein künftiges Thema auf dem Blog sein. Ich kann aus eigener Erfahrung nur dazu raten die 40€ im Jahr zusammenzunehmen und einen kommerziellen Anbieter auszuwählen, auch dazu mehr demnächst. Oft scheut man sich davor, aber man hat wirklich, wirklich viel weniger Scherereien im Nachgang. Zudem sind oft erstaunlich viele Leute, sei es im Onlineclan oder im Verein, bereit etwas beizusteuern. Und wenn 20 Leute freiwillig eine minimale Summeim Jahr beisteuern ist das Thema geregelt. Als Webmaster hat man schon genug zu tun, ohne dass man sich mit den technischen Unzulänglichkeiten mancher Free-Anbieter oder fehlendem Support herumschlägt.

Auf jeden Fall MUSS der Webspace natürlich mindestens eine MySQL 5.x-Datenbank beinhalten. PHP 5.x  und CGI sind ebenfalls erforderlich. Das gilt im Prinzip für alle CMS gleichermassen. FTP Zugang ist ebenfalls ein wichtiges Feature.  Ebenfalls erforderlich ist der Zugang auf ein entprechendes Backen, von dem aus ihr die Einstellungen für Euren Webspace vornehmen könnt (Datenbanken erstellen usw.)

Tipp: Macht Euch vorab Gedanken um die Domäne, die ihr benutzen wollt. Sprich, die Adresse, über welche dieSeite erreichbar sein soll. Wenn ihr eine sog. Top-Level Domain haben wollt (also mit www.meineseite.de,.com,.net,.at,.ch usw) sind diese bei kostenlosen Angeboten nicht enthalten und müssen extra gebucht werden (ca. 9-20€ pro Jahr) während kostzenlose anbieter meist nur sog, Subdomains anbieten und ihr dann Adressen wie z.B. www.meineseite.de.vu habt.

Tipp: Es gibt Anbieter, welche auch bereits einge CMS als Standard in ihrem Repertoire führen. Diese lassen sich dann recht unkompliziert aus dem Backend des Webspace installieren ohne den Umweg über Download des Installationspakets und upload via FTP.

4. Installation

Die Installation der CMS ist ebenfalls kein Teufelswerk. Die fertigen Installationspakete bietet jedes einigermassen bekannte CMS zum Download an. Die Dateien werden dann einfach auf der heimischen Platte entpackt und anschließend per FTP auf den Webspace geladen. Im Backend des Webspce muss nun noch eine Datenbank für die Seite angelegt werden. Nehmt eine eindeutige Bezeichnung und ein richtig "starkes" Passwort (Groß/Kleinbuchstaben, Zahlen, Zeichen) sonst können Angriffe von aussen evtl.irgendwann Eure Mühen zunichte machen. Die Installationsroutine startet man dann einfach im Browser durch ansurfen der eigenen Internetadresse. Oft muss man in ein entsprechendes Installationsverzeichnis wechseln oder ein spezielles Script starten. Für unsere 3 Kandidaten gestaltet es sich so:

E107:
Start der Installation über www.meineseite.de/install.php

Joomla:
Start der Installation direkt über ww.meineseite.de, man wird dann zur Installation weitergeleitet.

WordPress:
Etwas "altbacken. Im entpackten Verzeichnis die Datei  wp-config-sample.php heraussuchen und diese mit dem Editor öffnen. An den entsprechenden Stellen dann die Zugangsdaten für die MySQL Datenbank eintragen:
define('DB_NAME', 'Datenbankname hier eintragen');Datenbankname ZWISCHEN die Anführungsstriche !!!
define('DB_USER', 'Benutzername hier eintragen'); Auch zwischen die Anführungszeichen!
define('DB_HOST', 'localhost'); Localhost stehen lassen!

Datei anschliessend mit "Speichern unter" als wp-config.php speichern. Diese Datei nun in das root (Wurzel) Verzeichnis der Seite kopieren.
Installationsroutine wird mit www.meineseite.de/install.php aufgerufen.

5. Fazit

Das Fazit habe ich einmal als in einer Tabelle zusammengestellt. Bitte beachtet, dass dies meine persönliche Einschätzung ist.

 

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Di everwendeten Logos sind Eigentum :

e107.org, joomla.de, WordPress.de

 

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