Aug 302013
 
happydave

Es ist schon eine Weile her, mein Sohn war damals vielleicht ein Jahr alt, da wurde ich auf einer Party mal gefragt, wozu man denn eigentlich Kinder haben müsse udn warum es mir gefällt Vater zu sein. zugegeben, ich war damals sehr perplex und habe glaube ich gar nicht darauf geantwortet oder halt sowas geistreiches wie "Na darum!". Ich weiss heute noch dass mich die Frage lang beschäftigt hat und es heute noch tut. Zum Einen weil mich die Frage und die Art und Weise der Fragestellung erschüttert hat, zum Zweiten weil ich aus dieser Erschütterung heraus keine adäquate Antwort geben konnte.

Natürlich, man hätte überaus eloquent  evolutionäre, philosophische und theologische Argumente vorbringen können um das Gegenüber eine überzeugende Basis der eigenen Weltanschauung weiterzugeben. Hab ich nicht gemacht. Hätte ja auch näher betrachtet soviel Sinn wie den Pabst von der Evolutionstheorie zu überzeugen.

Natürlich bildet die Basis für die Entscheidung Kinder zu haben die innere Einstellung und die eigene Weltanschauung. Also zumindest was mich betrifft. Ich meine wozu sind wir denn sonst hier? Würde ich mich auf dem Sterbebett mehr über unzählige Flirts und Urlaube auf Malle, geile Autos und weltliche Freuden erinnern oder mich freuen, dass etwas von mir weiter besteht wenn ich weg bin? Zudem habe ich, auch wenn es etwas abgedroschen klingt, mir eine eigene Theorie über "das Leben nach dem Tod" gemacht, welche ebenfalls ein Grundpfeiler meiner Weltanschauung ist. Soviel zu der Entscheidung Kinder zu wollen.

Dann sind da natürlich die praktischen und ganz alltäglichen Dinge, welche nicht zu verachten sind und welche eigentlich den ganzen Spass ausmachen und der "wirkliche" Grund sind, Kinder in die Welt zu setzen: Cartoons, Spielzeug, Games und Action.
Ich für meinen Teil habe schon früh entdeckt, dass der eigentlich geile Teil des Vaterseins darin besteht, dass man auch mit Ende 20/ Anfang 30 noch Cartoons, Trickfilme und Animationsfilme anschauen kann, ohne schief angesehen zu werden. Man bleibt auf dem Laufenden was die aktuellen Trends anbetrifft: Cars, Bakugan, StarWars the Clone Wars, Skylanders, Infinity, Ben10, LEGO Chima und so weiter und so fort. Ich habe Trickfilme und Cartoons immer geliebt. Daher haben mir auch "Coco der kleine Affe", "Bob der Baumeister" und "Kleiner roter Traktor" nichts ausgemacht – wie schon andernorts gesagt: Man nimmt was man kriegt. Heute ist das natürlich Babykram. Mit der Zeit hat eine gute Erziehung zur Folge, dass man Mami immer überstimmen kann  wenn es heisst "Bridget Jones" oder "Indiana Jones".

Auch genial ist natürlich das Spielzeug. Ich meine es gibt heute so geile Spielsachen…Wahnsinn. Vor 3 Jahren hab ich meinem Sohn zum Beispiel einen Transformer zu Weihnachten besorgt  – natürlich "Optimus Prime". Den kann man natürlich von Roboter zu Truck umbauen. Ich selber habe beim ersten Versuch irgendwie 3 Stunden gebraucht und war mehrmals versucht das Teil wie ein Wahnsinniger so oft auf den Boden zuschlagen, bis nur noch Kunststoffgranulat übrig gewesen wäre aus dem man etwas sinnvolleres – wie eine Tasse- hätte machen können.  Die Anleitung war so dermassen Schei…schlecht, dass ich es mir auf youtube ansah…immer und immer wieder. Aber dann hatte ich es raus und hab meinen Sohn daran abgerichtet 😉 Noch heute, wenn erwachsene Männer das Teil sehen sieht man sofort wie es aufblitzt, das Kind im Manne…eine Stunde später sieht man sie schweißgebadet mit rauchendem Kopf an den Gliedmaßen von Optimus Prime herumkurbeln. Was immer geht ist natürlich LEGO. Okay, früher waren LEGO halt Bausteine. Es gab 2er,4er, 6er, 8er, 10er und 12er Klötze. Manchmal hatte man noch eine Grundplatte oder ein Dach. Ende. Heute gibts Lego Duplo für die Kleinen, Lego City, Lego Technik, Lego Safari, Lego Creator, Lego Technics und dann natürlich sämtliche Franchises von Lego Ninjago, Chima, Harry Potter, Herr der Ringe…usw…und natürlich LEGO Star Wars. Son Schiff kostet dann schon mal so 70-100€ …klar. Mein Sohn hat inzwischen 2 Schiffe. Eines gabs mal zu Ostern (den X-Wing) und eines durfte er sich vom Erlös bestellen, nachdem ich alte Spielsachen bei ebay vertickt hatte (The Malvolence). An Letzerem hat er 5 Tage je 2 -3 Stunden täglich gebaut bis es fertig war, insofern schon ne "Okaye" Investition. Auch der Wertverlust ist minimal, sofern man drauf achtet die Teile beisammen zu halten, die OVP aufhebt und die Bauanleitung natürlich. In den Spielsachen-Bereich zähl ich auch mal die Gesellschaftsspiele rein. War es anfangs noch "Memory", "Entchen" angeln und "Affenalarm", so kann man heute schonmal ne Runde "Mau Mau","Catan junior", "Monopoly junior" oder "Spiel des Lebens" auflegen. Auch gut kommen die "Wer war´s" /"Wo war´s" Brettspiele an. Wobei die sozusagebn schon ein bisschen die Brücke zur Technik hin schlagen. Ich freu mich schon in 4-5 Jahren auf "Risiko"-Abende.


Auf meine Affinität zu Videospielen ist mein Sohn schon fühzeitig aufmerksam geworden. Ich hasse Extremisten. Die Einen meinen sein Kind mit Videospielen absichtlich in Kontakt zu bringen sei mindestens Wert gesteinigt zu werden. Andere gewöhnen die Kinds schonmal an "Call of Duty" und das viele rot auf dem Bildschirm sobald der Nachwuchs scharf sehen kann…schliesslich soll es den bestmöglichen Start ins digitale Zeitalter und ein ordentliches "aiming" haben wenns dann mit 12 in die ESL gehen soll. Ich denke der Grat ist schmal und der rechte Weg kann nur ein vernünftiger Umgang und das frühe heranführen an diese Medien sein, erst recht wenn sich die Kinder dafür interessieren. Spätestens in der Schule kommen Sie damit eh in Kontakt, da beisst die Maus keinen Faden ab. Auf jeden Fall ist man als Papa immer gut genug den Endgegner bei den Skylanders oder besonders knifflige Stellen in einem Game zu meistern und damit den Respekt der Jugend zu erringen. Man muss sich halt anschaun, was die Kinder da spielen und aufpassen dass man die Zeit limitiert. Unser Sohn darf z.B. nur am Wochenende 2 Std. am Tag zocken. Letztens hat er mich gefragt was das denn sein ..und navigierte dann auf das "Battlefield 3" Icon im XMB meiner Playstation 3 . "Schiesspiel. Ab 18. Darfste in 10 Jahren mal probieren." Nicht mehr lang dann steigt er in unser DotA2 Team ein ….

Letztendlich ist da natürlich der Fun und Actionfaktor von so einem Kind. Dinopark, GoKart, Kanu fahren …seit Neuestem GeoCaching. Am Wochenende waren wir bei meinen Schwiegereltern in der Altmark (von mir auch scherzhaft Mordor genannt). Uns war schon im Frühling aufgefallen, dass es dort unheimlich viele Caches gibt. Also sind wir losgedackelt und haben tatsächlich innerhalb von 4 Stunden 9 Caches gefunden. Ich glaube soviel Bewegung und frische Luft hatte ich in den gesamten 4 Wochen davor nicht gehabt. Aber es war cool..geile Grafik, cooler Sound, intuitive Steuerung…Gameplay ein bisschen repetetiv. Aber war geil. Kann man machen udn würd cih jedem empfehlen. Man braucht nur ein Smartphone und die c:geo App, nen Account bei geocaching.com und schon kann man loslegen.

Kinder fetzen schon. Ich möcht ja noch Eins haben….

  One Response to “Grosse Jungs, kleine Jungs”

  1. Also Dave… 12 ist für die ESL schon fast zu alt… wenn man bei den Koreanern im StarCraft mithalten will muss man sehr früh anfangen 😉
    Aber ich bin mir sicher, nach 2 Runden DotA2 ist er besser als sein Papa *gg*

    LG

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