Aug 212013
 
grepo

Grepolis ist ein Browserspiel. Erstmals erschien es 2010 auf der Bildfläche und hat sich unter den Browsergames schnell einen Namen gemacht, zuerst nur als Geheimtipp, inzwischen auf jedem Privatsender beworben. Publisher Innogames hatte zu dieser Zeit mit "Die Stämme" bereits ein erfolgreiches Strategiespiel im Browser am Markt.

Einstieg

Natürlich muss man sich zuerst einmal einen Account erstellen. Wie üblich reichen die Angabe der E-Mail Adresse, die Wahl eines Nicknamens und eines Passwortes aus. Nach der Bestätigung der Daten, findet man sich in der Weltenauswahl wieder. Auf den ersten Blick und für Neulinge völlig undurchsichtig und unklar worauf es dort zu achten gilt. Ich kann dem ernsthaft geneigtem Interessenten nur empfehlen sich schon jetzt den Link zum GrepoWiki direkt in seine Favoriten zu speichern. Dort findet man nützliche Erklärungen zu ALLEM. Grepolis ist einfach zu erlernen aber wird nach der Aufbauphase zu einem brutalen, komplexen Kriegsspiel, bei dem man ohne Kenntnis dessen was man tun kann und was man besser lässt nicht weit kommen wird. Hat man sich nun für eine der Welten entschieden, findet man sich auch schon im Spielbildschirm wieder.

 

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Die Stadtansicht, nett aber überflüssig. Die Weltkarte, der eigentliche Spielbildschirm.

Die Stadtansicht ist zwar ganz nett, aber im Spiel selber kommt man über die Menüs schneller zum Ziel. Bei mir findet die Stadtansicht daher kaum Verwendung, so dass ich deren Anzeige beim Spielstart in den Einstellungen deaktiviert habe.

Im Prinzip findet sich der Otto-Normalspieler relativ schnell zurecht. Spielbildschirm, Interface, Minikarte, Schnellzugriffsleiten, Questtracker und Einheitenübersicht sind übersichtlich angeordnet.

Baue auf, Baue auf…

Nach dem Spielstart geht es zuerst einmal darum, die eigene Stadt (Polis) auszubauen. Man startet mit einem Senat, einer Kaserne, einem Bauernhof und den Gebäuden für die 3 Grundrohstoffe: Holz, Stein, Silber. Vor Allem die Rohstoffgebäude gilt es schnellstmöglich aufzuleveln. Parallel müssen Einheiten gebaut, Zusatzgebäude freigeschaltet und gebaut , Technologien erforscht werden. Dabei  helfen Einem die Questen und erleichtern den Einstieg ungemein. Diese Questen sind erst seit Mai 2013 und der Version 2.39 im Spiel. Vorher war man auf sich allein gestellt. Auf jeder Insel gibt es neben den Mitspielern, welche durch kleine Städte mit Banner an der Küste dargestellt werden auch noch neutrale Bauerndörfer. Diese sind besonders in der Aufbauphase enorm wichtig, da man sie erobern kann und nun fortan in regelmässigen Abständen Rohstoffe von den Bauern einfordern kann. Wieviele Rohstoffe es gibt hängt von der Ausbaustufe des Dorfes ab, den wiederum der Spieler beeinflussen kann indem er dem Dorf Rohstoffe spendet. Je mehr hochstufige Bauerndöfer, desto mehr Rohstoffe für die eigene Stadt, desto schneller das eigene Vorankommen im Spiel.

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Im Senat werden die Bauaufträge für die Gebäude erteilt. Die Akademie, in der Technologien und Einheiten erforscht werden können, sollte eines der ersten Bauziele sein.

Hat man erst einmal sämtliche Zusatzgebäude und auch eine kleine Armee aufgebaut, steht eigentlich dem Übergang in die eigentliche Spielphase nichts mehr entgegen. Grepolis ist ein Kriegsspiel, auch wenn man in der Wochenlangen Aufbauphase schnell den Eindruck gewinnen kann, dass es ewig so weitergeht..ist das doch nur das Vorgeplänkel. Sobald der Hafen auf Stufe 20, das Lager ausreichend ausgebaut, die Akademie aufgelevelt und die entsprechenden Technologien entwickelt sind geht es erst richtig los. Nun geht es darum mit weiteren Städten seinen Einfluss zu vergrössern. Die Städte können zum einen durch Neugründung als auch durch Eroberung der Städte menschlicher Mitspieler in den eigenen Besitz übergehen. Letzteres ist zu empfehlen, worin auch das Risiko besteht. Denn ist man einige Tage nicht wachsam oder hat kaum oder wenige Verteidiger, kann auch die eigene Stadt durch andere Spieler angegriffen und schließlich erobert werden. In der Folge startet man noch einmal von vorn und der Fortschritt einiger Tage ist dahin.

Ready, Set, Fight!

Der Kern von Grepolis ist der Kampf gegen andere Spieler. Es ist ratsam sich an einem bestimmten Punkt im Spiel, spätestens wenn man ein Kolonieschiff erbauen kann, einer Allianz anzuschließen. Einem Verbund von Spielern also, die am Besten im selben Gebiet wie man selbst gemeinsame Ziele verfolgen. Dazu steht im Spiel ein integriertes Allianzforum zur Kommunikation zur Verfügung. Ohne eine "Ally" wird man schnell zum Opfer der rauhen Inselwelt.

Für die Kämpfe stehen dem Spieler eine große Auswahl verschiedener Land- und Seeeinheiten zur Verfügung, welche nach dem Schere-Stein-Papier Prinzip gegeneinander antreten können.  Durch Spionage ist es möglich, das Angriffziel vor einer Attake auszukundschaften und so seine Siegchancen zu maximieren. Durch den offensiven und den defensiven Kampf erhält man sogenannte Kampfpunkte, mit denen man wiederum Kulturpunkte erringen kann wodurch man die Möglichkeit erhält, noch mehr Städte zu besitzen.

Oh mein Gott!

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Einfluss der griechischen Götter auf das Geschehen. Durch den Bau eines Tempels erhält der Spieler die Möglichkeit Gunst für eine Gottheit seiner Wahl zu erhalten, mit der man sich wiederum bestimmte Vorteile in Form von zeitlich begrenzten Verstärkungszaubern, Rohstofflieferungen oder Einheiten verschaffen kann.

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Die griechischen Götter, stehen Euch zur Seite.

P(l)ay to win!?

Grepolis finanziert sich, wie so ziemlich alle mir bekannten Browserspiele durch eine Zusatzressource, mit der sich im Spiel Bauzeiten verkürzen, Verstärkungszauber verlängern oder Baukosten verringern lassen. Weiterhin gibt es die sogenannten Berater als Premiumfeature. Fünf an der Zahl bietet jeder nützliche Features wie eine erweiterte Bauschleife, erhöhte Gunstproduktion, weiter Truppenübersichten oder höhere Kampfkraft. Einheiten und Gebäude lassen sich also nicht direkt damit kaufen. Doch der Einsatz dieser Währung kann, je nach Einsatz, die Entwicklung eines "Premiumspielers" gegenüber einem Spieler der ohne Einsatz von Echtgeld spielt schon extrem beschleunigen. Der Schlüssel liegt im Zusammenspiel von Premium und Nicht-Premiunspielern in den Allianzen. Nicht selten sind Premiumspieler die offensiven Kräfte, während Nicht-Premiumspieler häufig (nicht immer) auf eine defensiveere Spielweise zurückgreifen. Beide können jeweils vom Anderen profitieren, wenn sie dies akzeptieren und dementsprechend zusammenwirken. Die Ingamewährung "Gold" kann mit den gängigen Zahllungsmitteln wie Kreditkarte, Sofortüberweisung, Paypal, Click&Buy, Paysafe, Überweisung oder Lastschrift aber auch per Handy erworben werden. Schon mit mäßige Einsatz z.B. für ausgewählte Berater und Verlängerung bestimmter Verstärkungen kann man aber auch mit geringem Geldeinsatz schon recht lange von den Premiumfeatures profitieren, was bei Browsergames nicht gerade selbstverständlich ist

Fazit

Alles in Allem ist Grepolis, wie Eingangs erwähnt wohl eines der umfangreichsten und komplexesten Browserspeile am derzeitigen Markt. Wie bei allen Browsergames steigt die zu investierende Zeit natürlich mit der Spielzeit expotentiell an, wenn man erfolgreich sein will. Erwischt man die richtige Welt und einen ruhigen Siedlungsplatz, kann man aber mitunter auch wochenlang gemütlich vor sich hinspielen ohne auch nur einen Konflikt bewältigen zu müssen. Die Präsentation ist zweckmäßig und im Bereich klassicher Browserspiele sogar sehr ansehnlich, da man sich anhand der Weltkarte in diesem Spiel auch gut vorstellen kann, wo man sich befindet (ein Manko bei veieln anderen Spielen wo man keinen Eindruck davon hat wo man eigentlich ist und wer nebenan wohnt Bsp. OGame). Die Einheiten in Grepolis sind gut durchdacht auch die Gebäude und Technologien lassen kaum Wünsche offen. Die Langzeitmotivation ist, hat man sich ersteinmal reingefunden und kann Fehlschäge auch mal wegstecken, enorm – vor Allem sobald man mit anderen Spielern in einer Allianz zusammenarbeitet . Weiterhin ist noch erwähnenswert, dass es für iOS und Android eine Grepolis App gibt, mit der man auch von unterwegs auf dem Laufenden bleiben kann.
 

Wertung: 8,5/ 10 davetop

 

 

 

Über den folgenden Link könnt ihr Euch in der Nähe meiner Stadt ansiedeln, dort kann ich Euch Hilfestellung zum Spiel geben und Euch unterstützen, wenn ihr es selber einmal probieren wollt.

Bring mich ins Spiel!

 

Bilder: Innogames

  One Response to “Review: Grepolis (Browsergame)”

  1. Grepolis ist ein sehr gelungenes Spiel, das sich sogar von seinen erbittertsten Konkurrenten ein wenig abhebt. Das Game besitzt eben eine besondere Note. Der Technologie-Stammbaum ist sehr komplex. Wer erfolgreich sein möchte, sollte sich aber gut mit dem Spiel auseinandersetzen. Die Konkurrenz schläft nicht.

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