Jan 072014
 
angrydave

Heute melde ich mich einmal mit einer fiktiven Geschichte, welche auf einer wahren Begebenheit basiert. Sämtliche Personen und Dialoge sind natürlich, wie auch der dargestellte Sachverhalt nahezu völlig frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten von Namen, Orten usw. sind rein zufällig.

Es ist schon einige Wochen her, da nahm ich einmal mehr ein paar Verschönerungen im Vorgarten des neuen Eigenheimes meiner kleinen Familie vor als mich meine Lebensgefährtin und mein Sohn mal wieder zu einem Spaziergang nötigten. Wiederwillig unterbrach ich mein tun und schloss mich an.  Unterwegs durch unsere Wohnsiedlung kamen wir an einem Sperrmüllhaufen vorbei, welcher an der Straße aufgestapelt war. Als ich mich so wunderte, was manche Leute doch so wegwerfen, fiel mir eine kleine Figur auf. Ich nahm die Figur an mich, ohne mir darüber großartig Gedanken zu machen und wir setzten unseren Spaziergang fort. Zuhause angekommen wollte ich meine unterbrochene Tätigkeit fortsetzen. Ich stellte die Figur auf die Fensterbank wo sie dann einige Wochen stand.

Am Freitag vor Heiligabend dann klingelte es plötzlich an der Haustür kurz nachdem mein Sohn und ich zuhause angekommen waren. Ich öffnete.

„Guten Tag, Justus mein Name. Kanzlei Rechtsanwalt und Söhne. Geh ich recht in der Annahme, dass Sie Herr David sind?“ fragt ein gut gekleideter Mann mit gepflegtem Erscheinungsbild und einer Ledertasche unter dem Arm.

„Ja, der bin ich. Was gibt es denn Herr Justus?“ erwidere ich.

„Nun, Herr David. Mein Mandant der Herr L ging vor ein paar Tagen mit seiner Frau an Ihrem Haus vorbei und entdeckte dabei diese kleine Figur dort auf dem Fensterbrett.“  fuhr Herr Justus fort.

Da ich die Figur schon fast vergessen hatte machte ich einen Schritt aus der Haustür und drehte mich herum, um das Objekt in Augenschein zu nehmen. „Oh-kaaay?!“ ich drehte mich etwas verdutzt zu Herrn Justus um. „Sehen Sie Herr David diese Figur ist urheberrechtlich geschützt. Der Herr L findet es nicht okay, dass Sie diese Figur hier zu stehen haben so öffentlich sichtbar für Jeden der vorbeigeht. Daher muss ich Ihnen leider sagen, dass der Herr L nun eine Schadensersatzforderung an Sie richtet. Darf ich vielleicht kurz reinkommen?“ Meine Augen werden größer: „Ach entschuldigen Sie, natürlich. Kommen Sie doch rein.“

Ich führe Herrn Justus durch den Hausflur in das Wohnzimmer.  Im vorbeigehen schnappe ich mir mein Smartphone. „Nehmen Sie Platz. Einen Kaffee vielleicht Herr Justus?“ „Ja gerne, vielen Dank.“ Während die Maschine aufheizt suche ich bei im Internet in der „Shopping“ Rubrik nach der kleinen Figur auf dem Fensterbrett. Zum Glück kann ich sie schon nach wenigen Minuten in einem Onlineshop entdecken. „Cappuccino oder Kaffee Herr Justus?“ ich stecke meinen Kopf kurz ins Wohnzimmer. „Nur Kaffee, schwarz, danke.“ Zurück in der Küche bestücke ich die Kaffeemaschine. Während ich zwei Tassen mit Kaffee fülle (hoch lebe die Kapselkaffeemaschine) werfe ich einen Blick auf die gerade aufgerufene Shoppingseite. Ich stecke das Handy ein und mache mich mit den beiden Tassen auf zum Esstisch im Wohnzimmer. „Schadenersatz, hm?“ frage ich rhetorisch. „Also hören Sie Herr Justus, es ist 2 Tage vor Weihnachten und meine Lebensgefährtin kommt gleich nach Hause. Die regt sich immer so schnell auf. Passen Sie auf- ich gebe Ihnen den Gegenwert der Figur und dann haben wir es doch, nicht wahr?“ Herr Justus macht „Hmm.“ und lächelt mich bedauernd an „Natürlich Herr David“ er beugt sich über die Ledertasche auf seinem Schoß die er mitgebracht hat und zieht ein paar Papiere daraus hervor. „ Zunächst einmal sind da die Kosten für meine Anwesenheit hier Herr David. Wir haben da eine Pauschale. 300€ für die An- und Abreise innerhalb von 50km. Da sie ja nicht soweit von Berlin weg wohnen passt das. Dazu natürlich noch meine wertvolle Zeit.“ Er schaut auf die Uhr. „125€ pro angefangene Stunde. Dazu kommt dann noch der Streitwert meines Mandanten. Entwurf, Realisierung und Vermarktung…600€. Wegen der fehlenden Kenntlichmachung mal 2…also 1.200€… Weiterhin müssen sie mir hier unterschreiben“ er schiebt mir ein Blatt zu „es ist eine Unterlassungserklärung.  Während Herr Justus spricht, merke wie mir das Blut aus sämtlichen Gliedern entweicht.

Als ich wieder zu mir komme, erinnere ich mich geistesgegenwärtig an meine Recherchen in der Arbeit als es darum ging den Messeauftritt und die Firmenpräsentation vollkommen neu zu gestalten. Wie der Zufall es manchmal will, hatte ich mich erst da ein bisschen mit dem Urheberrecht befassen müssen, als es darum ging geeignete Werbefotos und auch die Rechte daran zu erwerben.“ Aber Herr Justus, die Anwaltskosten im privaten Bereich sind doch vom Gesetzgeber auf 100€ nach oben begrenzt worden, und dass dies hier kein Ladengeschäft ist sehen Sie ja selbst“ Herr Justus verzieht ein bisschen das Gesicht. Dann ziehe ich mein Smartphone hervor, entsperre es und schiebe es zu Herrn Justus rüber währen ich weiterrede „ außerdem finde ich es beinahe unseriös, wenn mir ihr Mandant die Entwicklung, Realisierung und Vermarktung eines Produktes in Rechnung stellt, welches ich im Internet für 3€ käuflich erwerben kann. „ In diesem Moment höre ich, wie das Türschloss der Haustüre arbeitet .

„Auch das noch!“ denke ich bei mir. „Ich müsste dann mal mit meinem Mandanten telefonieren“ sagt Herr Justus. „Machen Sie nur, ich muss mich auch ganz kurz entschuldigen.“ Ich gehe in den Flur, wo meine bessere Hälfte schon die Stirn runzelt. Womit ich nicht gerechnet hatte, war dass Herr Justus mir in den Flur folgte. „Hallo Schatz, äh…das ist Herr Justus..“ „Guten Tag“ sagt Herr Justus „ich bin wegen der Figur im Fenster hier. Wo bitte ist den das Bad?“ Sie schaut mich verdutzt an. „Äh ja, eine Figur. Ich hab sie draußen aufs Fensterbrett gestellt und nicht mehr an sie gedacht bis heute.“ Während ich Herrn Justus den Weg zur Toilette erkläre, schlüpft meine bessere Hälfte in das Wohnzimmer. Während Sie sich ihrer Jacke entledigt, und unseren Sohn begrüßt kleben ihre Augen an den auf dem Tisch verteilten Papieren. „Wie jetzt? Fast 2.000€? Was hast Du da denn schon wieder gemacht?“ Ich bin zutiefst betroffen, weiß ich doch genau, dass sie sowas immer sehr ernst nimmt, während ich meist eine abwartende Haltung einnehme. Ich hatte gehofft, sie würde etwas später nach Hause kommen. Verdammt! „Es tut mir Leid Hase. Ich hab das mit der Figur total vergessen. Hätte ich geahnt dass hier Leute um unser Haus schleichen und zu Weihnachten 2.000€ fordern…“ ein dicker Kloß steckt in meinem Hals. „Schon gut“ sagt Sie nur „zeig mal, wo steht die denn?“ Als wir den Flur betreten, kommt Herr Justus aus dem Bad. „Ich telefoniere dann mal ganz kurz“ „Ja machen Sie nur, wir kommen sofort“. Nachdem ich „Hase“ das corpus delikti gezeigt und ihr versichert habe, dass ich nicht weiß, wie daraus eine Forderung von 2.000€ zustande kommen kann gehen wir wieder ins Haus. Sie regt sich wesentlich weniger auf, als ich gedacht hatte. Ich bin ein bisschen erleichtert.

„Herr David, wir haben uns kurz telefonisch beraten. Naja und da ich mich überzeugen konnte, dass sie hier kein Ladengeschäft haben sind wir bereit unsere Forderung zu halbieren.“ Ich nicke nachdenklich.“ Sehen Sie Herr Justus, ich verstehe ihren Mandanten. Künstler müssen auch Geld verdienen, ganz klar. Aber wenn sie mir als Privatmann zwei Tage vor Weihnachten 2.000 € Kosten auferlegen wollen für einen 3€ Artikel auf meinem Fensterbrett den – wenn überhaupt, vielleicht eine Hand voll Leute überhaupt bemerkt haben, denn hier am Ende des Ortes kommen eh kaum Leute vorbei-  so finde ich das für meine Begriffe doch etwas befremdlich. Entschuldigen Sie meine Offenheit, aber so ist es nun einmal. Ich schlage Ihnen also folgenden Konsenz vor: ich erstatte Ihnen die vom Gesetz gedeckelten 100€ wegen Ihrer Aufwendungen und hoffe, dass das Thema damit so kurz vor den Festtagen bereinigt ist.“  Herr Justus schaut mich an. „Die 100€ nehme ich, aber damit ist die Schadenersatzforderung noch offen…“ ich rolle (innerlich) mit den Augen und lege 100€ auf den Tisch. „Gut, gut…ich gebe Ihnen den Gegenwert der Figur“ ich lege 3€ auf den Tisch „und wegen der nicht erfolgten Nennung des Künstlers in meinem Fensterbrett verdoppelt sich der Wert ja.“ ich lege nochmal 3€ auf den Tisch. „Abgemacht“ sagt Herr Justus „ dennoch, sie müssen mir dies unterschreiben. Darin steht dass sie die Figur entfernen und nicht mehr verwenden und auch keine Kopien gemacht haben.“ Ich lese mir das Schriftstück durch und unterschreibe, anschließend gehe ich nach draußen und nehme die Figur aus dem Fenster um sie direkt in die Mülltonne zu werfen. Als ich wieder drinnen bin sage ich „Bitte. Die Figur ist weg. Herr L bekommt seine 6€ und Sie ihre 100€. Ich würde nun wirklich gerne meinen Weihnachtsurlaub einläuten Herr Justus.“ Herr Justus packt seine Papiere ein und erhebt sich. Im Hausflur wünscht er noch „Na dann, einen schönen Weihnachtsurlaub, schöne Feiertage und einen guten Rutsch.“ Ich bekomme gerade noch ein „Danke. Auf Wiedersehen.“ Heraus als ich die Tür schließe.

Abschließend möchte ich noch das Wort an alle Leute, die für sich selbst und einen kleinen Kreis von Leuten über Erfahrungen und Begegnungen schreiben, Bildcollagen, Machinima oder  Ähnliches erstellen, richten : Seht Euch vor was ihr verlinkt, postet und teilt. Das Internet ist ein toller Spielplatz, doch zunehmend auch mit Beschränkungen und Fallstricken versehen und mit ganz harten Bandagen umkämpft.  Am Ende gibt es nur eine Seite die wirklich etwas gewinnt.

Jan 032014
 
happydave

Vielerorts in Foren oder auch auf privaten Blogseiten hört bzw. sieht man zunehmend Einträge zur Einrichtung von Home Servern oder NAS (Network Attached Storage) Geräten. Tatsächlich scheinen nicht nur PC-affine Benutzer immer häufiger zu überlegen, wie sie in Zeiten von SmartTV, DLNA fähigen Kühlschränken, Multimedia-Konsolen und nicht zuletzt Tablets und schlauen Telefonen ihre Medien zu Hause am besten verfügbar machen, ohne sich in jedem Zimmer einen Stapel USB-Festplatten zurechtzulegen, die nach jeder Familienfeier nacheinander  zwecks verfügbar Machen der aktuellen Alkoholausrutscher von Onkel Detlef und Tante Jutta an die Digitalkamera geklemmt werden.

Das Zauberwort heisst Heimserver. Einmal die Medien (Fotos, Musik, Filme) speichern, überall im Heimnetzwerk abrufbar. Nicht nur für NERDs ein interessantes Ding – im Gegenteil.

Vorüberlegung:

Zuerst einmal muss sich jeder überlegen, welche Anforderungen er an ein künftiges Datengrab stellt. Die häufigste Nutzung liegt heute wohl im Bereich der privaten Mediennutzung. Also Verfügbarkeit der eigenen Fotos, Musik und Filmdateien im gesamten Heimnetzwerk um anschliessend mit dem Smartphone, dem Tablet, dem SmartTV oder DLNA fähigen Endgeräten auf eine gemeinsame Quelle zugreifen zu können.
Für diese recht einfache Nutzung ist heutzutage eigentlich nicht viel mehr als eine externe Festplatte erforderlich, denn viele aktuelle DSL-Router bringen diese Funktionalität bereits mit. Sie muss lediglich im Webinterface angeschaltet werden. Alle, denen dies vollkommen ausreicht, brauchen im Prinzip ab hier nicht  mehr weiterzulesen. Stattdessen empfehle ich die Lektüre des Handbuches und wünsche viel Spass.

Kommen erweiterte Funktionen ins Spiel, dann wird es schon interessanter. Aber welche Funktionen könnten das denn nur sein? Nun, wie ist es denn um die Sicherheit Eurer Daten bestellt? Gibt es Backups die regelmässig angelegt werden? Oder vielleicht ladet ihr manchmal in Ermangelung einer fetten DSL-Leitung über Nacht große Datenmengen herunter und lasst dazu Euren PC laufen? 

Die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten moderner NAS-Systeme out-of-the-box ist schier unglaublich. Sei es um zeitgesteuerte Backups Eurer wichtigsten Daten aufzunehmen oder stromsparend Downloads abzuschliessen. Selbst kleine CRM Systeme oder CMS sind heute schon auf einfachen NAS realisierbar. Durch den stromsparenden Aufbau solcher Geräte werden hier selten mehr als 20W verbraucht was in Zeiten steigender Energiepreise auch ein immer wichtigerer Faktor ist.

Anforderungen, welche zur Empfehlung eines Microservers im eigenen Hause führen wären z.B. Transkodingfunktion während des Medienstreamings, eigene Spieleserver oder Voiceserver. Allerdings ist dies nur dann wirklich sinnvoll wenn ihr eine ordentliche DSL Leitung ab 16MBit aufwärts oder (eher unwahrscheinlich) ein Netzwerkkabel zu allen euren Freunden verlegt habt. Achso, transkodieren heisst vereinfacht – dass z.B. Filme in Echtzeit in ein Format umgewandelt werden, welches das Endgerät auch anzeigen kann, denn nicht alle Geräte können auch alle Dateiformate lesen.

Meine Anforderungen:

Eine gemeisame Medienquelle für all meine Enderäte war schon seit Jahren auf meiner Wunschliste schwirrten doch tatsächlich schon 3 USB Festplatten in den verschiedenen Räumen umher . Doch erst mit dem Bau des Eigenheimes konnte ich die Infrastruktur dafür auch beeinflussen. So ließ ich bei der Planung direkt in jedem Raum eine Dose für das Netzwerk anbringen (Immernoch zu Wenige, wie sich herausstellte). Leider, leider wird dies heutzutage nicht direkt mit angeboten und so mancher frischer Eigenheimbesitzer hat dann das nachsehen, wenn er merkt, dass er all seine Geräte ja irgendwie vernetzen muss. Sicher, es gibt WLAN..aber spätestens wenn es an das streamen von Full-HD Inhalten geht, ist schnell Ende im Gelände.

So schaffte ich Ende 2012 ein NAS an. Damals war ich der Meinung ein 1-bay NAS (ein NAS mit Platz für eine Festplatte) wird wohl erstmal reichen. Da waren wir noch auf DSL 2MBit (RAM) und keine Besserung in Sicht. Meine "Hobbyserver" – also Voice und Webserver hatte ich eh schon seit Jahren angemietet und drücke seither monatlich einen Obolus dafür ab. Meine Wahl fiel dabei nach langer Recherche auf ein einfaches Gerät der Firma Synology. Im Nachhinein kann ich wirklich jedem empfehlen: wenn NAS- dann Synology. Die Dinger sind einfach Spitzenklasse. Vor Allem was die ganze Bedienung und das Interface, sowie verfügbare "Apps" anbetrifft. Wer in die NAS-Welt einsteigen will, sollte die paar Euro-Fuffzich ausgeben und sich Quälereien mit Billigschrott ersparen. Im Übrigen solltet ihr für den Einsatz in einem NAS oder Server immer auch die richtige Festplatte einsetzen, sonst sind alle guten Vorsätze für die Katz. Diese Festplatten sind kaum teurer als normale Platten, aber für den Dauereinsatz ausgelegt – dafür ist deren Einsatz in einem PC ausdrücklich nicht zu empfehlen. Ich kann nur empfehlen direkt ein NAS mit mindestens 2 Einschüben für Festplatten zu erwerben. Man kann ja erstmal eine einzelne Platte reinhängen. Ein späteres Upgrade mit einem 1-bay NAS gestaltet sich eher …unvorteilhaft.

Der NAS:

Wie gesagt war mein Einstieg in die Welt des "Zuhauseservers" eine Synology Diskstation. Ein Modell mit einem Einschub. DS 110j. 800Mhz ARM CPU mit 128MB RAM.

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Die Einrichtung ist spielend leicht und unkompliziert. Die Optionen sind vielfältig wie auch die Verwendungsmöglichkeiten. Doch es sei vorab gesagt: die Leistung ist, wie man anhand der Hardwaredaten eventuell erraten kann, extrem eingeschränkt. Wie dem auch sei, das OS von Synology sucht seinesgleichen. Einfach, intuitiv und wirklich fix.

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Der "Desktop" des Diskstation OS "DSM". Alles da. Die Systemsteuerung. Vielfältige Optionen, alles was gebraucht wird.


Die Pakete, welche über das "Paketzentrum" per klick installierbar sind reichen von Medienservern über Backuptools hin zu Mailservern, CRM, CMs oder Mailservern.
Weiterhin gibt es noch etliche sogenannte 3rd Party Pakete die man zuerst auf den PC laden kann und dann installieren kann. Wer sich anehen will, welche Pakete es gibt seien die folgenden Links empfohlen.

Synology Pakete: http://www.synology.com/de-de/dsm/app_packages
3rd Party Pakete: http://www.synology-wiki.de/index.php/%C3%9Cbersicht_%C3%BCber_verf%C3%BCgbare_3rd-Party-Apps_aus_unserer_Community

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Das Paketzentrum des DSM. Management installierter Packete.

Die Installation einer Diskstation lässt sich in wenigen Stichpunkten zusammenfassen:

  • Festplatte in die Station einbauen
  • die DS an das Netzwerk anschließen
  • warten bis die DS bereit ist (blaue LED)
  • über 192.168.2.107 mit dem Browser auf das Webinterface gehen
  • Benutzer in der Systemsteuerung anlegen
  • Pakete installieren und Freigaben erteilen

Bleibt noch zu erwähnen, dass es für mobile Geräte im Google Play Store bereits kostenloses Apps für den Zugriff auf Medien auf einem Synology NAS gibt. Empfehlenswert!

Beyond the NAS

Also ich dann Anfang des Jahres eine dicke Leitung mit VDSL 50 bekommen habe, reifte das Verlangen auch einige meiner ausgelagerten Dienste zu mir "nach Hause" zu holen. Um meinen Webspace auf einen Heimserver zu legen, sind die Sicherheitsbedenken einfach zu groß. Doch den Voiceserver für mich und ein paar Freunde wäre halt schon nett. Zudem wurde der Platz auf der Diskstation langsam eng, was nicht zuletzt auch der knappen Bestückung mit "nur" 500GB zuzuschreiben ist. Eigene Selberschuld.

Somit musste nun was Neues her. Zuerst habe ich nach einer Diskstation gesucht, doch schnell wurde klar, für einen Voiceserver – welcher nur auf x86 Architektur läuft würde das wohl sehr ins Geld gehen. Also blieb als einzige Option der Eigenbau.
Die "Basis" hab ich im Hardwareluxx Forum gebraucht für 130€ erstanden: Einen kleinen Microserver auf MicroITX Basis mit Atom CPU und einer 1TB NAS HDD. Board und CPU hab ich ausgetauscht. Ich habe mir für knapp 60€ ein ASUS C8HM70-I mit Celeron 847 Dualcore CPU besorgt. Weiterhin habe ich als "Systemplatte" eine übrig gebliebene SSD mit 60GB verbaut.

DSCF2571 (Andere)

Doch was installiert man als Synology DSM verwöhnter User auf so einem Teil? Ich habe verschiedenste OS probiert:

1.) AMAHI – im Prinzip ein Fedora Linux mit aufgesetzter Homserver Software: Es gibt fertige Pakete, die man auch wie beim DSM per klick installieren kann, doch irgendwie habe ich es nicht so recht ans laufen bekommen, jedenfalls nicht so wie ich es mir gedacht habe. Durch das Linux im Hintergrund, kann man mit Konsole (Bash) sicherlich als versierter Linux User eine ganze Menge mehr draus machen. Mir war es aber zu umständlich und ich habe AMAHI verworfen.

2.) OMV (Open Media Vault) – ebenfalls Linuxbasiert ist OMV eine fertige NAS Software die auch leicht zu installieren ist. Die Optionen sind extrem vielfältig. Doch auch hier hatte ich nicht die Muße, mich mit seitenlangen Bash-Befehleszeilen zu befassen.

Somit bin ich am Ende bei XPenology gelandet. Das ist eine vom Synology DSM adaptierte Software für verschiedene NAS Systeme oder Microserver. Also für mich eine bekannte und bewährte Lösung. Ausschlaggebend war hier auch, dass man a) Synology udn deren 3rd Party Pakete ohne Weiteres installieren kann und b.) es ein fertige Teamspeak Serer Paket gibt, welches man ohne Umstände aufspielen und einrichten kann. Somit kann ich zumindest diesen Posten künftig einsparen – immerhin 50€ im Jahr. Verrechne ich die zusätzlichen 15W Stromverbrauch des Microservers im Vergleich zum Synology NAS, dann passt das schon.

DLNA Server:

Das ist mir doch einen zusätzlichen Absatz wert. DLNA steht für Digital Living Network Alliance. Viele moderne Home-Entertainment Geräte sind nach DLNA zertifiziert und können auf einen entsprechend konfigurierten Server zugreifen. Für DSM/XPenology gibt es gleich mehrere fertige Pakete um einen Medienserver mit DLNA Funktionalität bereitzustellen. Neben dem Synology eigenen Mediaserver/ Audiostation und Photostation sind Plex Mediaserver, ReadyMedia alias MiniDLNA sowie Serviio zu erwähnen. Für "nicht x86" Geräte gibt es zudem fertige Pakete für den bekannten Twonky Mediaserver. Zwar gibt es auch Versionen für Linux, die ich hätte sicher installieren können, aber ich habs mir ehrlich gesagt nicht zugetraut, zumal mein Server jetzt schon fast so lief wie er sollte und ich nix zerschießen wollte. Einziges Manko war das Folgende:  mein Sohn kann auf den Medienserver zugreifen, soll er auch. Doch es gibt keine Möglichkeiten (?) mit nur einer Medienserver Software den Benutzern Zugriff auf bestimmte Ordner zu verweigern. Doch das Risiko, dass mein Sohn mal in einem unbeobachteten Moment die "ab 18" Medien entdeckt wollte ich nur sehr ungern eingehen. Daher hab ich mir nun neben dem Mediaserver von Synology noch Serviio installiert und eingerichtet und die "ab 18" Medien über den Mediaserver abgebildet, mit welchem man zumindest bestimmten Geräten im Netzwerk den Zugriff aus selbigen komplett verweigern kann. Somit: Serviio für Alle, Mediaserver zusätzlich für die "Erwachsenen". Genial bei Serviio ist auch, dass man "Online Medien Streams" hinzufügen kann wie z.B. die ARD Mediathek und dass die Software auch in Echtzeit transkodieren kann.

Als Schlußwort bleibt zu sagen: keine Scheu vor dem Homserver/NAS. Die Anschaffung lohnt in jedem Fall wenn man im Hause verschiedene Geräte hat, mit denen man auf seine Medin zugreifen möchte.

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