Dave

Okt 142013
 
happydave

Eigentlich geht mein Sohn doch ganz gerne in die Schule. Natürlich würde er es selber nicht zugeben, denn Schule ist "blöd" und "wozu hat man die eigentlich erfunden?" denn immerhin "hat Mami gesagt, dass ich für immer bei Euch wohnen bleiben darf" und in dem Fall "brauch ich später gar nicht arbeiten zu gehen". Zum Glück spiegelt sich diese Einstellung in keinster Weise in seinen Noten wieder.

Seit der zweiten Klasse, müssen die Kids nach den Herbstferien eine Buchvorstellung machen. Im letzten Jahr bekamen wir eine "Eins Minus" mit dem Hinweis, dass bitte keine Sachbücher vorgestellt werden sollen. Problem: Wir haben zwar auch Geschichten, aber die sind echt "Baby". Mein Sohn hat sich bis dato, wenn überhaupt, nur Sachbücher zugelegt…meist über Reptilien, Schlangen, Dinosaurier…Tiere eben. So musste nun also ein Buch her. Zuerst kaufte er zusammen mit meiner besseren Hälfte ein Buch aus der Reihe "Der kleine Drache Kokusnuss". Erstaunlicherweise las er das Buch innerhalb eines Tages durch. Allerdings hatte auch ich mich schlau gemacht, welche Bücher denn aktuell so bei den Kids ankommen würden, ich meine "Kleiner Drache Kokusnuss" wäre letztes Jahr noch "Okay" gewesen, aber dritte Klasse/ Acht Jahre alt? Für so eine Recherche ist für mich Amazon.de die erste und beste Anlaufstellen, egal ob ich mir etwas kaufe oder ein Geschenk suche…die Rezensionen dort, sind einfach ein super Indikator. Nachdem die Leselust durch den "Kleinen Drachen Kokusnuss" angestachelt war, bestellte ich "Ferno  -Herr des Feuers" aus der "Beast Quest" Reihe von Adam Blade. Erschienen 2007 im Loewe Verlag. Der Preis ist mit 8,90€ pro Band angemessen.

"Beast Quest" schlug voll ein. Nachdem mein Sohn an zwei Tagen die 122 Seiten förmlich verschlungen hat, musste ich nun für Nachschub sorgen. Ich bestellte Band 2-5, welche dann am Folgetag kamen. Da mein Sohn zu dieser Zeit gerade krank war und somit nicht in die Schule ging, waren die 4 Bände schon nach weiteren drei Tagen ausgelesen. Inzwischen ist er bei Band 8 (zum Glück musste er dann wieder zur Schule). Insgesamt gibt es wohl derzeit 30 Bände. Da die Herbstferien seit gestern vorbei sind, mussten wir nun also die Buchvorstellung auch vorbereiten. Natürlich soll "Beast Quest" vorgestellt werden. Um besser "mitreden" zu können, bzw für die Auswahl der Leseproben, hab ich mir gestern selber einmal den ersten Band der Reihe durchgelesen.

Ferno – Herr des Feuers

Location: Die Geschichten der "Beast Quest" Reihe spielen sich in dem Fantasiereich "Avantia" ab. Tja, was mehr soll ich dazu noch sagen…man schlage den Einband von <<beliebige Fantasiegeschichte einfügen>> auf und in 90% der Fälle gibt es dort eine mehr oder weniger vollständige Karte eines Fantasiereiches. So also auch hier. (Anm.: Ich persönlich mag diese Karten voll gern, besonders wenn auch – und das ist oft nicht der Fall- alle Handlungsorte der Geschichte dort wiederzufinden sind.)

Handlung: In den ersten sechs Bänden geht es um die Biester. Sechs mächtige Bestien, die das Land Avantia und seine Einwohner beschützen und behüten sollen wurden vom bösen Zauberer Malvel verflucht und wenden sich nun gegen ihre Bestimmung. Tom, ein elfjähriger Junge aus einem kleinen Dorf, welches im ersten Band vom Drachen Ferno angegriffen wird, zieht los um den Bestien Einhalt zu gebieten. Schon nach kurzer Zeit, findet er mit Storm, seinem Pferd neue Freunde und Gefährten auf seinem Weg: Elenna und Silver.

Meine Meinung:

Ja, ne? Klingt doch toll. Aber ich fang mal von vorn an. Die Aufmachung der Bücher ist recht nett. Der Einband ist stabil und das Motiv auf dem Cover ist zum Teil etwas erhaben. Heute würde man sagen, es hat einen 3D-Effekt. Wenn man das Buch aufschlägt, findet man – wie schon beschrieben- eine Karte von Avatia. Die Schrift ist recht groß und die Geschichte wird dann und wann von monochromen Illustrationen unterbrochen. Diese Illustrationen befinden sich – zumindest im Band eins- auch tatsächlich immer an den Stellen, an denen man gerne ein Bild hätte. Die helfen also wirklich, das Erzählte in der Fantasie greifbar zu machen und zu "unterstützen".  Natürlich ist mir bewusst, dass man die jungen Leser nicht mit allzuvielen Details und drumherum  belangen will – es soll ja nicht langweilig werden. Dennoch war mir die Lektüre des ersten Bandes allzu oberflächlich. Trotz der Gedanken im Hinterkopf welche Altersklasse angesprochen werden soll.

Diesen Absatz sollten Sie nun überspringen, wenn Sie selbst in die Buchrreihe einsteigen wollen, denn hier muss ich ein bisschen spoilern.
Die Geschichte beginnt mit dem tapferen Ritter Keldor, zahlreiche Schlachten geschlagen, der tapferste Held des Königs Hugo. Der Drache Ferno macht diesen Ritter in der ersten Szene so platt, dass nur noch ein qualmender Kettenhandschuh von ihm übrig bleibt. Die Szene wechselt in ein Dorf wo Tom gegen Heusäcke "kämpft" als er bemerkt, dass draussen Aufruhr herrscht und es verbrannt riecht. Der Drache verbrennt Felder und trocknet Flüsse aus. Die Dorfbewohner versuchen zu retten was sie können. Toms Onkel ist der Dorfvorsteher und schickt Tom zum König um Hilfe zu erbitten.  Dort kommt Tom auch an, schleicht sich in das Schloss, schafft es bis zum König, wird entdeckt – fast verhaftet und gewinnt das Vertrauen des Königs und des Hofzauberers einzig durch die Ähnlichkeit zu seinem Vater (einem berühmten Schwertkämpfer). Soweit so unspektakulär…oder doch nicht? Das was so klingt als hätte ich es aus etlichen Kapiteln zusammegefasst, passiert tatsächlich innerhalb weniger Seiten. Für mich natürlich vollkommen lächerlich, doch dem Lesespaß meines Sohnes scheint es keinen Abbruch zu gewähren, dass schon der Auftakt zu 30 Bänden derart kurz gefasst und ist. Ich meine klar, da kommt ein Bauernjunge ins Schloss – gemeinsam mit der Botschaft, dass der tapferste und edelste Ritter als Grillkohle geendet ist und alle so "Oh nein! Wir werden alle sterben! Ach Moment, wer bist Du denn. Ach der Sohn von Dingenskirchen aus Kleinsiehstemichnich?! Na dann legen wir eben Dir das Schicksal des gesamten Reiches in die Hände. So nu hier haste noch ne Karte und ein Pferd…ab dafür. Tschööö!". Und da das Buch wie gesagt nur 122 Seiten hat geht es rasant weiter, denn Tom muss auf den verbleibenden 60 Seiten noch seine treuen Freunde finden und den Drachen befreien. Wahnsinn….

Fazit:

Ich hab mir vorgenommen, meine eigene Wertung etwas zurückzustufen, da ich vom Alter der Zielgruppe um etwa 28 Jahre abweichen dürfte.
Wie gesagt, ich verstehe ja, dass man hier andere Maßstäbe ansetzen muss um die Kinder bei der Stange zu halten. Aber den Auftakt und die Schlüsselszene in der er seine Gefährten erstmals trifft, hätten doch etwas ausführlicher sein dürfen. Leider bleibt keine Zeit, den Figuren etwas Profil zu verleihen, was ich Schade finde, da man diese ja noch über etliche Bände hinweg begleitet das ist eigentlich neben der durchrauschenden Story mein Hauptkritikpunkt. Auch wenn sich die Geschichte an Erstleser richtet, denke ich, dass man diesen hier etwas mehr hätte zumuten können und sollen. Gewalt gibt es nur in Maßen, so werden die Biester des ersten Zyklus ja auch nicht geschlachtet, sonden befreit. Sprich Tom muss ihnen ein Halsband, durch welches sie vom bösen Zauberer kontrolliert werden abnehmen.

Nichtsdestotrotz kommen die "Beast Quest" Bücher in der Altersgruppe der 8-9 jährigen scheinbar sehr, sehr gut an, was ja das Wichtigste ist da so der Einstieg in die Welt der Bücher geschafft ist, Fantasie und Lesefähigkeit werden extrem gefördert. Insofern kann ich allen Eltern mit lesefaulen Zweit-/Dritt- oder vielleicht sogar noch Viertklässlern nur empfehlen den Kids in der videospielfreien Zeit diesen Buch in die Hand zu drücken.

 

Wertung: 7,5 /10

Am Anfang seiner nun schon 30 -bändigen Reise bekommen Tom und seine Freunde keinerlei Profil verliehen. Die Geschichte rauscht vorbei.

 



 

 

 

 

 

Bilder: Loewe Verlag

 

 

Sep 262013
 
geocaching

Eigentlich ist es schon schwer genug den eigenen Hintern mal von der Couch zu bekommen aber noch schwerer ist es heutzutage seinen achtjährigen Sohn zu überzeugen, auch mal nach draussen zu gehen. Trotz massivem Aufgebot von "Draussenspielzeug" in Form von Autos, LKWs, Bauarbeitern für den heimischen Sandberg über Tretauto, Fahrrad, Inlineskates, Skateboard, Fußball, Badmington und Basketballequipments bis hin zu zu dem geilen Nerf-Set bestehend aus 2 Blastern, 2 Westen und 2 Schutzbrillen…welches ich nur in Ermangelung gleichwertiger Schlachtfeldgegner nicht häufiger nutze…also trotz all diesem Zeug, ist es nahezu unmöglich die Kids zu überzeugen mal zusammenhängend eine Stunde ausserhalb vom Haus zu verbringen. Klar, es gibt im Sommer die Tage wo den ganzen Tag im Pool gehockt wird, oder alle halbe Jahr geht man mal für 30 Minuten auf den Spielplatz um die Ecke…aber ansonsten? Pustekuchen! In der Rolle des Erziehungsberechtigten ist man ja doch oft genug bemüht, diese Wohnzimmerbindung aufzubrechen. Dinopark hier, Go-Kart Bahn da, dazwischen mal noch in diesen Park und dort hin…aber das kann man vielleicht mal alle 4-8 Wochen bringen, ansonsten gehen Einem auch schnell die Attraktionen und noch schneller die Kohle aus.

Im Anbetracht dieser Tatsachen, habe ich mich im Frühjahr mal mit dem Thema Geocaching befasst. Nun, ich hatte schon zuvor hin und wieder davon gehört und mir auch überlegt, dass es ganz witzig klingt. Doch weiter gingen die Überlegungen noch nicht. Ich greife nur soweit voraus, dass ich Euch sagen kann: schnappt Euch die Kids, probiert es aus.

Was ist Geocaching eigentlich?
Bei Geocaching, für unsere Mond- und Höhlenbewohner, handelt es sich um eine Art moderner Schatzsuche. Geocacher suchen und verstecken überall auf der Welt kleine Behälter. Derjenige der etwas versteckt publiziert sein Versteck im Internet. Leute die das Versteck finden wollen, tun dies anhand der GPS Daten des Versteckes. Ich denke das ist kurz und prägnant genug, mehr dazu weiss unser oller Kumpel Google zu erzählen.

Einstieg

Zuerst kommen natürlich die Überlegungen, was man denn nun zum Geocachen braucht. Mir schwirrten Bilder von einer jungen, durchtrainierten, dynamischen Familie durch den Kopf…

Er: mit kurzämligem Karohemd, Markenjeans und gelbbraunen Dockers,
Sie: schlank, langes kastanienbraunes Haar mit Poloshirt, ebenfalls Markenjens und Dockers
und Allen voran der etwa zehnjährige Sohn mit Justin-Biber Frisur und Jack Wolfskin Jacke.
Alle drei natürlich ausgerüstet mit Helm, Mammut-Wanderrucksack und GPS Gerät wie sie gerade aus dem Untzerholz auf einen Felsvorsprung treten – im Hintergrund ein Alpenpanorama.

Nachdem ich also schon einige Zeit herumgesurft bin und mir GPS Geräte angeschaut habe, bekam ich in einem Forum als Antwort auf meine Frage nach einer Empfehlung für ein solches Gerät doch glatt zu hören, dass man als Smartphone Besitzer erst einmal ohne zusätzliche Anschaffungen mit dem Geocaching starten könne. Schade eigentlich, kein neues Technikspielzeug für mich.

Ein Blick in den Google Playstore bringt einige Geocaching Apps zum Vorschein. Ich entscheide mich für c:geo und lade es auf mein SGS II.

Equipment/Software

Wie erwartet, muss man sich mal wieder registrieren. Es gibt mehrere vorgegebene Seiten, mit deren Login man auch in die App einloggen kann Geocaching.com, Opencaching.de, GCvote.com und Opencaching.pl. Ich entscheide mich, da ich ja eh für keine der Seiten ein Login besitze, für geocaching.com. Dies ist die offizielle Geocaching-Webpräsenz.
Dort kann man sich im Übrigen auch erstmal genauer informieren über Alles rund ums Geocaching: wie sieht ein Cache aus, wie finde ich ihn, was muss ich dann machen, worauf muss geachtet werden, welche Arten von Caches gibt es…usw.

h_ckchen_im_kreisSmartphone mit Android/iOS und einer Geocaching-App

Weiterhin empfehle ich es, einen kleinen Rucksack zu packen. Sinnvolle Accessoires sind auf jeden Fall: ein Stift, ein kleiner Notizblock, Getränke..wenn ihr mit den Kids loszieht nehmt darüber hinaus noch Pflaster und eine Box mit Caches, also kleinen Tauschgegenständen, mit. Als Cache eignet sich eigentlichg alles Mögliche, seien es Glasmurmeln, kleine Figuren oder Schlüsselanhänger. Nicht geeignet ist alles, was sich bei Feuchtigkeit auflöst oder ablöst sowie essbare Dinge. Diese kleinen Schätze sind eigentlich meist für die Kids als kleines Gimmik gedacht. Leider gibt es auch offenbar genug Vollhonks, die sich nicht zu Schade sind einen Knopf oder einen Kronkorken in die Cachebox zu legen. Ich hab mir etwas Bastelmasse besorgt, aus denen ich mit meinem Sohn demnächst eigene Geocoins machen werde, die wir anschliessend im Ofen noch brennen und dann etwas Günstiges und Besonderes haben, was wir auch noch selber gebastelt haben :)

h_ckchen_im_kreisRucksack mit Geocaching-Stuff: check!

Natürlich solltet ihr die Kleidung entsprechend Eures Ziels wählen. Ich meine sehr, sehr viele Caches sind mit alltagstauglichen Klamotten erreichbar weil sie tatsächlich an Orten versteckt sind, die man täglich mehrmals passiert ohne etwas davon zu bemerken. Will sagen, für den Anfang braucht es eigentlich nichts Besonderes. Natürlich solltete ihr, falls es in den Wald oder über Stock und Stein oder durch hohes Gras oder Brennesseln bzw Dickicht geht schon drauf achten entsprechende Kleidung an oder mit zu haben.

h_ckchen_im_kreisangemessene Kleidung

So, das war jetzt zwar viel Text. Aber eigentlich muss man ja gar nicht soooo wahnsinnig viel tun um loslegen zu können. Wenn man es eilig hat und man nur mal mit 2-3 Chaches um die Ecke starten will um es auszuprobieren reichen auch ein Schlüpper, das Handy und nen Stift aus.

 

eins, zwei, drei, vier Eckstein…alles muss versteckt sein

Damit sind wir "Ready for takeoff!". Zuerst einmal müsst ihr Euch natürlich fragen, wo denn der nächste Cache versteckt ist. Nicht selten, ist das manchmal gar nicht soweit weg. Um einen Cache zu finden, schmeisst ihr die c:geo App auf Eurem Smartphone an. Nachdem ihr einmalig eure Anmeldedaten eigegeben habt, gehts zum Hauptmenü mit den Punkten:

 

ScreenShot216
c:geo Hauptmenü

 

  • Live-Karte, eine Karte der Umgebung mit Position der Caches
  • In der Nähe, eine Liste der Caches in der Umgebung
  • gespeicherte , Eure gespeicherten Caches
  • Suche, suche nach einem Ort anhand der Koordinaten oder Adressdaten
  • Überall, öh..ja
  • Sucheinstellungen, lässt Euch einstellen, ob ihr nach bestimmtech Cachetypen sucht oder nach Allen

Idealerweise startet ihr über die Live-Karte, in Euer erstes Cache-Abenteuer. Ich glaube, außer der Witjas II Tiefe und einem Ort in der Wüste Gobi gibt es keinen Punkt auf der Erde, von dem aus man weiter als 1.000 Meter bis zum nächsten Cacheversteck laufen muss.

ScreenShot217
c:geo Live Karte

Habt ihr aus der Live-Karte ein Versteck in Eurer Nähe ausgemacht, so könnt ihr darauf tippen und bekommt ein Infofenster angezeigt.

ScreenShot218

Neben dem Namen und dem Geocode findet ihr dort auch durchaus wichtige Angaben, wie z.B. Infos zur Schwierigkeit. Wählt auf jeden Fall am Anfang erstmal etwas Einfaches: 1-2. Auch Infos zum Terrain können unter Umständen interessant sein, wenn ihr erst einmal Caches als Ausflugsziele setzt. Unter "Mehr Details" gibt es…mehr Details. Unter Anderem eine Beschreibung des Caches oder aber des Ortes an dem der Cache versteckt wurde. Manche Leute schreiben dort ne ganze Geschichtschronik des Gebäudes oder Ortes rein. Manchmal gibt es noch einen "Hinweis" der idR verschlüsselt ist und erst durch antippen lesbar wird um nicht als Spoiler zu wirken. Zu guter letzt natürlich das Cache-Logbuch. Zurück auf der Live-Karte findet ihr nach antippen des zu besuchenden Caches oben rechts an dem Popup ein kleines Kompass-Symbol   ScreenShot219. Um nun endlich mal loszulegen, klickt da drauf.

Leider lässt sich der Screen nicht so schön fotografieren im Bluestacks. Aber ihr seht nun einen Kompass und die Entfernung. Was zu tun ist, erklärt sich eigentlich von selbst. In die Richtung drehen, in die der Kompass weist, und ab geht die Luzi. Die Suche an sich, ist eigentlich – wie man sich sicher denken kann- der spannendste Teil am Geocachen. Ich geb das Handy dann immer meinem Junior, der es füt unablässlich erachtet mir dann alle halbe Meter die Entfernung anzusagen….da können 300 Meter echt weit sein.

Zum Auffinden der Verstecke gibt es ein paar Tipps auf der genannten Seite. Wichtig ist hierbei auch, dass ihr in etwa wisst, wonach ihr sucht. Beim ersten Cache haben wir uns ganz schön schwer getan, da es ein Microcache war…und das Versteck war echt, ziemlich klein. Denkt auch an die anderen Cacher und noch mehr an die "Nicht Cacher" welche im Geocachingslang ganz nach Harry-Potter Art als "Muggel" bezeichnet werden – soll heißen, versucht ein bisschen diskret beim auffinden der Caches vorzugehen. Es gibt genug neugierige Leute, die das Ganze nicht verstehen oder nichts damit anfangen können und die Caches dann aus Spass verschwinden lassen nachdem sie einen unachtsamen Cacher beobachtet haben.

Ist der Cache gefunden, gilt es den Besuch zu "loggen". Das heisst, das Cachelog, dass eigentlich immer im Cache befindlich ist mit Datum, Uhrzeit und Pseudonym zu quittieren, und auch in der App, entweder sofort oder am Ende der Session das Auffinden zu protokollieren. Nur so, wird das Auffinden dann auch zum "Cachekonto" des eigenen Accounts hinzugefügt.

Fazit

Tja, Fazit…Geocaching fetzt schon. Ich meine, bisher sind wir noch nicht extra irgendwo hingereist, nur um zu Cachen. Aber ein langweiliger Besuch bei den Schwiegereltern z.B. kann durch Geocaching schon extremst "upgegraded" werden. Ist man erstmal dabei, dann packt es Einen schon, denn das nächste Versteck ist imemr nur einen Steinwurf entfernt. Zudem ist die Grafik auch ziemlich gut. Der Sound geht so, leider haben die Entwickler an der Hintergrundmusik gespart, so dass man entweder drauf verzichtet oder seinen Walkman einpacken muss. Steuerung ist, solang man nüchtern ist…quasi ein Spaziergang.  Spielzeit würd ich mal auf "unmöglich schaffbar" schätzen, da es weltweit inzwischen Milliarden von Caches gibt. Einziges Manko, sind die "Questbelohnungen"  -die von "Aha?!" bis nicht vorhanden gehen. Aber beim Geocaching ist der Weg das Ziel und es macht trotzdem riesen Spass.

Deshalb 8,5 von 10 möglichen Punkten für diese Freizeitaktivität.

Wertung: 8,5/ 10 lovedave

 

Das Geocaching Logo ist Eigentum von Geocaching.com.

Sep 182013
 
FlCbe

Ich erreiche den Turm gerade rechtzeitig um meine Frostnova zu wirken. Die Timer zählen noch runter. Niemand wird mir zu Hilfe kommen um die von allen Seiten einstürmenden Gegnerhorden zu stoppen. Alle sind gefallen. Noch 15 Sekunden.  Ab zur Midlane, dort hat sich eine größere Ansammlung von Monstern zum "Sturm auf die Bastille" gesammelt. Nova drauf. Ward hinstellen. Ab zur Buttomlane. Noch 8 Sekunden. An der gerade gesäuberten Toplane kommt schon wieder ein Schwall Creeps an. "Your Top Tower has fallen!" schallt es vorwurfsvoll aus den Ohrmuscheln meines Headsets. "Kacke!" denke ich. Der Blick zu den Timern: 3..2..1 ..aufatmen der erste Mitspieler ist wiederbelebt. Ich pinge auf die Toplane. In dem Moment 1…2….3…4 Kreuze auf der Midlane. Ich pinge, um die Anderen drauf aufmerksam zu machen. Sie sind kommen uns zu holen, sie wollen es beenden. Unser Team ist vollständig wiederbelebt. Ich werfe meine Frostbolzen verzweifelt auf das Katapult, dass den Turm gnadenlos Trefferpunkte abzieht. Als das Katapult in sich zusammenbricht taucht eine weitere Welle gegnerischer Creeps auf. Nova rein und ab dafür. Ich muss zu den Anderen. Wir treffen uns am mittleren Ausgang der Basis…natürlich weiss es Einer wieder besser und macht ein paar Schritte in den Kriegsnebel, der das Gebiet vor uns in Schatten hüllt. Zwei Leute pingen wie wild um  ihn zum zurückkommen zu bewegen. Doch da bricht schon die Hölle los. Es dauert vielleicht 1 oder 2 Sekunden bis der "Vorprescher" nur noch ein roter Fleck auf dem Waldboden ist, nachdem ihn Rikis Dolche in astreines Kebab verwandelt haben. Ich wirke wieder Nova um das gegnerische Team in Reichweite unserer Türme zu verlangsamen. Drücke W und auf den Gegner der gerade von meinem Team umringt wird um ihn in eine hübsche Eisskulptur zu verwandeln bevor dieser tot zu Boden geht. Jipiiii! Um meinen "Ulti" zu wirken muss ich näher ran. Ich wage es und komme in unbehaglich geringem Anstand zum Kampf zum stehen. Jetzt muss es sein! Rrrrrrrrrrrrr…es geht nicht. Ich bin gestunnt. Rrrrrrrrrr…scheiße, ich bin ja schon tot. Ich gebe es auf die "R" Taste zu drücken, wenn man tot ist kann man keine Fertigkeiten auslösen. Aber man kann zusehen wie das Gegnerteam Einen nach dem Anderen vom eigenen Team abschlachtet und die Gegenspieler mit 20HP davonkommen.  Einige Zeit später heisst es "Your Ancient, has fallen! Dire Victory!" – SCHON WIEDER!!!

Es ist schon so eine Sache mit DotA2. Seit ich die Beta Einladungen bekommen, und einige Arbeitskollegen angefixt habe kommen wir selbst nach einigen hundert Spielstunden nicht davon weg. DotA2 (Defense of the Ancients – also Verteidigung der Urtümer) ist ein sogenanntes "MOBA" – das steht für Multiplayer (Mehrspieler) Online (Online) Battle (Kampf) Arena (Arena). Man kann das Spiel kostenlos bei Steam runterladen und spielen.

Worum es geht will ich mal ganz kurz fassen. Zweit Teams zu je 5 Spielern spielen auf einer Karte mit je einer Basis pro Team in dem unter anderem ein "Ancient" (ich sag jetzt ma Urtum) steht und 3 Wegen, welche zur Gegnerbasis führen. Auf den Wegen stehen für jedes Team je 2 Türme und einmal pro Minute erscheint auf jedem Ausgang zu den 3 genannten Wegen eine Gruppe Monster (Creeps) die den Weg entlang Richtung Gegnercamp zieht. Die Spieler müssen nun versuchen die Türme von den Wegen zu räumen, das gegnerische Camp zu überfallen und das dort stehende "Ancient" (Urtum) zu zerstören um zu gewinnen.

Es ist verrückt. DotA hat genau EINE EINZIGE Karte die man immer wieder und wieder spielt. Es ist nicht einfach zu erlernen und noch schwerer zu meistern.  Es gibt 110 Helden deren Fertigkeiten man kennen sollte und einen ganzen Batzen Items die je nach Held auch mehr oder weniger sinnvoll sind, wenn man weiss was sie machen – das Gleiche gilt für die Skills der Helden. Und auch der Spielablauf muss erst einmal verinnerlicht werden.

Man bekommt an manchen Tagen einfach so oft auf die Fresse, dass es schon nicht mehr feierlich ist. Doch kaum hat man das Match verlassen, gehts nach kurzer Raucherpause wieder ins Matchmaking. Das ist Masochismus in Reinkultur.

mirana
Ja,ja Mirana ist auch dabei. Das Bild hab ich einfach nur hier reingestellt, damit ihr beim Lesen nicht einschlaft.

 

Meist spiele ich ja mit einem Kollegen in meinem Alter. Ich glaube wir sind darüber hinweg, die Besten sein zu wollen. Wir spielen halt zum "Spass". Aber es gibt Abende wo es einfach schon lange keinen Spass mehr macht, im Gegenteil…am Ende ist man frustriert und fetzt sich im Teamspeak darüber, was wer hätte zu welchem Zeitpunkt besser machen müssen, obwohl man genau weiss, dass man es selber zu 90% auch vergeigt hätte. Doch dann gibt es wieder diesen einen Tag an dem Du jedes Match gewinnst. In dem Du deine Gegner vor Dir hertreibst, sie zu Fall bringst, dich auf sie wirfst und sie mal ordentlich ran nimmst…für alles was Dir angetan wurde, rächst Du Dich zehnfach. Für all die Spiele aus denen irgendwelche Honks einfach ausgestiegen sind und den verbliebenen Spielern das restliche Spiel direkt versaut haben, für alle Spiele wo Dich irgendwelche Russenkinder während der ganzen Zeit mit übelsten Beschimpfungen bis hin zum Rassismus belegt habe, für jeden plötzlich aufgetauchten Riki, jede Situation aus der Du mit 50HP entkommen bist…bis es Zeus gemerkt hat – für all das rächst Du dich. Und das reicht dann, um die nächsten paar Tage wieder all dies über sich ergehen zu lassen. Am Schlimmsten sind die Spieler welche immer alles besser wissen…was man besser geskillt hätte, was man besser eingesetzt hätte, warum der Build den 90 Leute mit gut bewertet haben Mist ist und überhaupt. Gegen ein paar ordentliche Tipps hat man ja in der Regel nix, aber wenn die Leute selber auch nicht wirklich besser spielen…muss man deren Kompetenz auch nicht zu hoch anhängen.

Jedenfalls ist das mit DotA2 so eine Hass-Liebe. Keine Ahnung warum ich es noch nicht gelöscht habe, aber es ist bestimmt der selbe Grund, weshalb sich Hannelore nicht von ihrem prügelnden Gatten trennen kann  – mit ist es beschissen, ohne geht gar nicht und ohne Zweifel ist es die Existenzberechtigung für Floskeln wie "Das ist einfach mal Scheisse-geil!". Eben weil es Beides zugleich ist ;o)

 

 

Sep 142013
 
DSCF2437

Die Rede kann natürlich nur von meiner Geliebten sein. Von meiner geliebten Logitech MX518. Eine schöne Gamermaus. Doch seit Wochen hatte ihre rechte Taste offenbar Probleme, die Befehle von meinem Ringfinger entgegenzunehmen. Somit war die Suche nach einem adäquaten Ersatz eröffnet. Mein Blick schweifte natürlich zuerst wieder zu den Produkten jenes schweizer Herstellers, der mich schon in den letzten 10 Jahren mit seinen Zeigerprodukten überzeugt hatte: zu Logitech. Ich hatte mir geschworen nie mehr etwas Anderes zu kaufen nachdem ich 2001 erstmals die Unsumme 80 DM für eine Mouseman Dual Optical investiert hatte, nachdem ich mir die Jahre davor immer nur die billigen Bordsteinschwalben der Konkurrenz hatte leisten können. Die Verarbeitung dieser Maus war um sovieles Besser, das Handling überirdisch gut und sie hielt knapp 6 Jahre. Anschliessend kam dann die MX518 da es die Dual Optical nicht mehr gab, oder für Restbestände "Neu" und "OVP" horrende Summen verlangt wurden. Damals in 2007 zu einem "Okay-en" Preis um die 45€ durchaus ein guter Deal.

Umso schockierender meine diesjährige Suche im Protfolio der Logitech Gamermäuse. Nach dem Studium vieler Tests und Benutzerreviews stellte sich heraus, dass die G700 wohl die einzig wirklich gangbare Maus sein würde. Die G500 wurde von Fachzeitschriften teilweise gelobt- von Benutzetn jedoch verrissen, die G300 ebenfalls als Fehltritt gehandelt. Doch 80€ für eine Maus? Zumal man überall zu hören bekommt, dass Logitech inzwischen lang nicht mehr den Ruf des Qualitätsherstellers hat wie noch vor wenigen Jahren. Nope! Dafür hab ich mir noch nicht genügend Gehirnzellen duch Monitorstrahlung verbrutzelt. Budget max. 50€ muss reichen. Über Razer, Microsoft und andere namenhafte Hersteller sowie Kaufberatungen in denen ich erstmals mit Begriffen wie "Claw-" und "Palmgrip" konfrontiert wurde bin ich schließlich bei Amazon auf die Sharkoon Drakonia gestoßen. Zuerst einmal ist die aber grün was mich ein wenig abschreckt. Offenbar gibt es aber ein schwarzes Modell mit noch mehr DPI für mehr Geld, aber leider komplett gummiert. So ein Gummiüberzug ist zwar erstmal ganz schick, aber neigt doch recht schnell dazu sich abzulösen udn dann richtig, richtig Scheisse auszusehen. Auch das komplett gleiche Modell der deutschen Firma Perixx kmit der Bezeichnung Perixx Mx 2000 ist eine Alternative, doch letztendlich fällt nach ein paar gescheiterten E-Bay Geboten in der Hoffnung eine G700 zu einem "normalen" Preis zu ergattern dann doch auf die grüne Sharkoon Maus. Im Endeffekt seh ich sie ja eh nicht, wenn meine Hand drauf liegt 😉 Und immerhin wird sie in der Fachpresse als wirklich gute Maus in dem Preissegment gelobt, was sich hier auch in den Reviews von Leuten die das Teil tatsächlich auch über einige Zeit täglich benutzen widerspiegelt. Der Preis: 27€ inkl.Versand bei Amazon. Lieferung wie gehabt am Folgetag.

Eigenschaften und technische Daten

  • Avago 9500 Laser-Sensor
  • 11 programmierbare Tasten
  • 4-Wege-Scrollrad
  • LEDs zur DPI-Anzeige
  • Interner Speicher für Benutzerprofile
  • Goldbeschichteter USB-Stecker
  • Textilummanteltes Kabel 
  • Weight-Tuning-System
  • Ergonomisches Design
  • Gummierte Oberfläche für maximalen Halt
  • Beigelegte Konfigurationssoftware
  • Unterstützte Betriebssysteme: Windows XP/Vista/7/8 (32- und 64-Bit)
Max. DPI 5000
Max. Beschleunigung 30 G
Mausgewicht 145 g 
Abmessungen (L x B x H) 126 x 88,1 x 41,8 mm
Sensor Laser
Anschluss USB2.0 (Goldbeschichtung)
Kabellänge 180 cm (Textilummantelung)
Max. FPS 11750
Max. IPS 150
Anzahl Tasten 11
DPI-Anzeige LEDs
Scrollrad links/rechts ja
Mausfüße 4, Kunststoff
Beleuchtung ja, über Software konfigurierbar
Chip Avago 9500
Abheb-Empfindlichkeit 1-5 mm
Weight-Tuning-System ja (6x 5 g)

 

Lieferumfang

Geliefert wird die Drakonia in einer schicken Pappbox. Darin natürlich der obligatorishe Plastikeinschub in dem das gute Stück ordentlich eingebettet ist. Weiterhin eine mini CD mit der Teibersoftware und ein Päckchen mit Gleitpads zum selber basteln. Auf den ersten Blick nicht direkt aufgefallen sind die 6 mitgelieferten Gewichte, welche sich in einem Schubfach an der Unterseite der Maus befinden. Damit kann das Gewicht der Maus auf die indivduellen Bedürfnisse angepasst werden. Wers braucht?! Weiterhin findet sich ein Transportbeutel in der Box, falls man seine Maus mal spazieren führen will.

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Die Verpackung der Sharkoon Drakonia. An der Unterseite befindet sich ein Fach mit 6 kleinen Gewichten.

Ersteindruck

Die Maus an sich macht – entgegen meiner ersten Bedenken- optisch einen durchaus positiven Eindruck. Wie gesagt ist bunte Peripherie zwar sonst nicht so mein Ding, aber in diesem Fall geht das in Ordnung, da die Maus in "echt" doch recht dezent ausschaut .  Weiter fällt das gesleevte, also "textilummantelte"gehüllte Mauskabel auf. Das soll wohl dem Kabelbruch vorbeugen, sieht zudem aber auch ganz schick aus. Die Maus ist bietet im Gegensatz zur MX518 ein ganz anderes Griffgefühl. Die geriffelten, gummierten Seiten mit der Daumenauflage die mir bei der Suche nach einer neuen Maus sehr wichtig war, bietet eine angenehme Auflage und auch guten Halt selbst wenn es mal etwas schwitziger wird. Zur Gummierung muss ich hier noch hervorheben, dass es sich nicht um den üblichen TPE Überzug zu handeln scheint, welche eben die genannten Ablösungserscheinungen mit sich bringte.  Die Verarbeitung ist gut – vor einer MX518 braucht sich die Drakonia nicht zu verstecken. Die Maus verfügt insgesamt über 11 Tasten, welche über die beiliegende Software frei belegbar sind. Aus meiner Sicht machen von diesen 11 Tasten jedoch im Gamingeinsatz nur 5 Tasten wirklich Sinn, zwei der "Tasten" sind eigentlich ein Schieberegler (mit zwei Stellungen) auf der Oberseite, mit dem man normalerweise die DPI-Auflösung einstellen kann. Für mich immernoch mehr als genug, zumal ich es mir vorher schon gedacht hab. Seitlich zeigen 4 LEDS an wie die DPI Empfindlichkeit eingestellt ist. An der Vorderseite prangt ein beleuchtetes Sharkoon Drakonia Logo.

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Ansicht von links: geriffelte, gummierte Daumenauflage, 3 Seitentasten und die LEDs zur Anzeige der DPI Auflösung. Ansicht von rechts: ebenfalls geriffelt und gummiert, das beleuchtete Sharkoon Drakonia Logo und die Taste vorne rechts

 

Installation und Konfiguration

Wie man eine Maus anschließt brauch ich wohl in Zeiten von USB 3.0 nicht weiter ausführen. Die Software von der CD installieren und anschliessend einen Blick rein werfen. Es sind bis zu 5 Profile speicherbar. Soweit ich weiß aber auf dem PC lokal und nicht auf einem integrierten Speicherchip. Da ich schon seit 8 oder 9 Jahren nicht mehr auf ner LAN Party war und selbst damals immer meinen PC dabei hatte, ist das für mich vollkommen Okay. Die Tasten sind allesamt über die Software belegbar, wie bereits erwähnt. Zu vorgefertighten Standardaktionen und Multimediafunktionen, kann man die Tasten auch mit Tasten vom Keyboard belegen oder Makros anfertigen.
Was die Tasten anbelangt, so habe ich mir lediglich die drei Tasten auf der linken Seite belegt, die eine Taste auf der rechten obligatorisch auch sowie die mittlere Maustaste..also das Rad. Und natürlich die beiden "normalen" Tasten. Man könnte weiterhin das Rad seitlich nach rechts oder links schieben und dies belegen, ist aber meiner Meinung nach für Games nicht intuitiv genug. Weiterhin gibt es auf der Oberseite einen Schieberegler für die DPI Auflösung, den man ebenfalls belegen könnte. Aber auch das ist in einem Gefecht wohl eher hinderlich, hätte man 2 Tasten verwendet könnt eman die sicherlich besser gebrauchen. Selbst die Taste auf der rechten Seite vorn an der Maus ist für mich ziemlich schwer erreichbar. Vielleicht kommen Leute mit grösseren Händen da gut ran, aber für mich auch eine "tote" Taste. Gut erreichbar sind neben den 3 "Haupttasten" an der Oberseite die drei Tasten auf der linken Seite.

Neben der Tastenbelegung lassen sich in der Software Scroll-, Doppelklick – und Mausgeschwindigkeit einstellen. Weiterhin die Empfindlichkeit der Achsen, sowie die DPI und Abtastraten. In der dritten und letzten Registerkarte kann nun noch die Farbe der Mausbeleuchtung sowie deren Beleuchtungsmuster (langsam pulsierend, schnell pulsierend, dauerhaft an, aus) und Intensität angepasst werden.

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Die Maustasten lassen sich frei belegen. Einen Menge Funktionen sind bereits vorinstalliert. Als wär das nicht genug, können die Tasten mit Makros belegt werden.
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In den erweiterten Einstellungen lassen sich umfangreiche Einstellungen vornehmen.

Schliesslich die Optionen für die Optik. Das Auge spiel bekanntlich mit.

Fazit:

Ich bin mit meinem Kauf zufrieden. Die Maus hat alles, worauf ich bei der Auswahl Wert gelegt habe. Eine gute Form, ausreichend Tasten, vernünftige Software mit ausreichend vielen Einstellmöglichkeiten. Wer den zunehmenden Preisen namenhafter Hersteller bei sinkender Qualität ein Schnippchen schlagen will findet hier durchaus einen gut geeigneten Spielenager. Wegen der Tasten, die zwar reichlich sind, teilweise aber einfach etwas anders angeordnet oder konzeptioniert hätten sein können gibt es ein bisschen Punktabzug. Dennoch aufgrund des guten Preises uns der vielfältigen Funktionen, gepaart mit einer guten Verarbeitungsqualität gibt es für die Drakonia 8 von 10 Punkten von trollpit.de und eine klare Kaufempfehlung.

 

Wertung: 8,0/ 10 davetop

Das Drakonia Logo ist Eigentum von Sharkoon.

 

Sep 132013
 
cms

Die Eingangsfrage, die man sich bei der Suche nach einem CMS immer stellen muss, ist die nach dem Zweck und der Funktion der Seite. Dazu muss man sich als "Webmaster" Gedanken machen, welche Funnktionen für den jeweiligen Zweck im Vordergund stehen, welche ein "Nice to have" sind und welche Funktionen man nicht braucht. Zudem muss man sich über den eigenen "Skill" Gedanken machen – also was trau ich mir als Webmaster zu und wie inwiefern bin ich bereit mich in das Thema einzuarbeiten.

Vorab sei weiterhin erwähnt, das ich mich mit der Materie auch "nur" als Hobby befasse. Über die technischen Feinheiten weiss ich sicherlich nicht so viel wie ein ausgebildeter Webdesigner, aber für mich steht das Handling als "Hobby Webmaster" im Vordergrund. Ich bitte dies zu berücksichtigen.

Ich werde in diesem Tutorial die CMS e107 in der Version 2, Joomla in der Version 2 und WordPress in der Version 3 als Basis nehmen. eshalb ich diese 3 CMS ausgewählt habe wird im Folgenden unter Punkt 3 hoffentlich eingermassen deutlich. Ich habe auch weitere CMS wie z.B. Drupal, Typo3 oder ilch getestet. Allerdings sind diese drei meine Favoriten.

Grundsätzlich sind Grundkenntnisse in HTML und CSS sehr zu empfehlen, nicht aber zwingend notwendig. Allerdings sind die Individualisierungsmöglichkeiten mit den entsprechenden Kenntnissen wesentlich vielfältiger. Auch verlangen manche Zusatzfeatures ein wenig Kenntniss der Materie um sie perfekt in das vorgesehene CMS einzupassen.

In diesem Tutorium werde ich die folgenden Punkte abarbeiten und versuchen die Anwendungsfelder für die drei von mir gewählten CMS herauszustellen.

  1. Welchem Zweck dient die Webseite? Welchen Funkktionen werden benötigt?
  2. Das richtige CMS für mich!
  3. Voraussetzungen zur Installation des CMS.
  4. Installation
  5. Fazit

In einem weiten Tutorial, welches ich in den kommenden Tagen verfassen werde, gehe ich dann auf das "Drumherum" ein. Also wo man Webspace findet, was es zu beachten gibt, wie man die Daten auf den Webspace bekommt usw.

1. Zweck und Funktionsumfang

Es gibt verschiedene Ausgangssituationen welche die Erstellung einer eigenen Seite im Internet begründen. Der Verein, der sich kostenneutral eine Plattform schaffen will und dazu auf Internet und PC- affine Mitglieder aus den eigenen Reihen setzt. Dann die Person, welche mit seinen Erlebnisse, Erfahrungen oder seiner Meinung nach "interessanten Dingen aller Art" die Welt bereichern will und dazu einen Blog aufmachen möchte oder der Gilden-/Clangründer, der für die Community seines Lieblingsspiels eine Kommunikationsplattform einrichten will. Die Liste lässt sich sicherlich noch erweitern, aber ich denke es wird klar was ich meine.

Im Vorfeld muss man sich, egal was die Ausgangssituation ist, Gedanken machen welche Funktionen die Seite unbedingt haben muss und welche eher nicht. Dazu ist es natürlich sinnvoll, sich ähnliche Seiten im Netz anzusehen und sich im Idealfall eine Liste zu erstellen. Typische Funktionen die man berücksichtigen sollte sind:

  • Ist ein Mitgliederbereich erforderlich? Also soll es einen Bereich geben, welcher nicht öffentlich für jeden Besucher zugänglich ist?
  • Macht es Sinn ein Diskussionsforum auf der Seite zu haben?
  • Welche Sonderfunktionen sind wünschenswert? (Fotogalerie, Privates Nachrichtensystem…)
  • Werden weitere Mitglieder Zugriff auf das Backend des CMS haben?

Ausgehend von dem Zweck und den genannten Punkten, kann man sich leicht ein Anforderungsprofil erarbeiten. Anhand dessen ist es dann einfach ein entsprechendes CMS auszusuchen.

2. Auswahl des richtigen CMS

e107:

Das CMS e107 war das erste CMS mit dem ich in die Welt der CMS eingestiegen bin. Nach seiner "Blütezeit" um 2005-2007 ist e107 inzwischen eher zum Underdog geworden, dies ist der langen Vernachlässigung durch die damaligen Entwickler zu Schulden, die es meiner Meinung nach versäumt haben im Fluss der Zeit mitzuschwimmen. Doch seit letzten Jahr hat e107 ein anderes Team und die längst überfaällige Rundumkur wurde eingeleitet. e107 eignet sich aus meiner Sicht besonders für Anfänger in der Materie die schnell einen Erfolg sehen wollen und ein CMS benötigen, welches schon viele Funktionen mit sich bringt. So ist im e107 z.B. ein Diskussionsforum enthalten. Ausserdem auch ein Privates Nachrichtensystem. Es eignet sich somit besonders für Clan/Gildenseiten als Einstiegspunkt. Es gibt bereits eine Menge fertiger Designs und die Anpassung bestehender Designs ist mit HTML und CSS Kenntnissen recht einfach, Auch "grössere" Änderungen lassen sich nach etwas Einarbeitungszeit sehr leicht vornehmen. Zusätzliche Features (sog. Plugins) kann man im Netz herunterladen und recht einfach dazuinstallieren. Ein Blick in das Backend (oder Admin Panel) zeigt eine aufgeräumte Struktur. Das Benutzermanagement ist sehr einfach gehalten und verständlich, Benutzergruppen können beliebig angelegt und nach Lust und Laune mit Rechten versehen werden. Redaktionelle Inhalte sind recht einfach einstellbar. Mit knapp 1,2 MB ist es eine wahre Freude e107 zu installieren, besonders wenn man keine allzu dicke DSL Leitung hat und mit Hinlblick des doch schon recht anständigen Funktionsumfangs den es mitbringt.

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Das Backend von E107 ist sehr ordentlich. Unter "Plugins" findet man die bereits mitgelieferten Zusatzfeatures wie z.B. ein Forum, ein PN-System und Einiges mehr. Mit einem Klick direkt installierbar.

Fazit: E107 geeignet für Einsteiger-Webmaster, besonders im Bereich Clan/Gildenseiten aber auch für Blogs oder Seiten mit redaktionellen Inhalten verwendbar. Es gibt zahlreiche Zusatzfeatures (Plugins) und Designs, die aber meist noch aus der inzwischen einige Zeit zurückliegenden Blüte des CMS stammen. Es bleibt aber zu hoffen, dass sich e107 wieder den wohl verdienten Platz unter den akktuell beliebtesten CMS einimmt, zumal es die besten Voraussetzungen dazu mitbringt.

Joomla:

Joomla ist eines der meist benutzten CMS derzeit auf dem Markt. Joomla ist der Allrounder schlechthin und kann im Prizip komplett bis ins jedes Detail individualisiert werden. Es gibt tausende von installierbaren Zusatzfeatures. Joomla selbst bringt jedoch lediglich eine Grundfunktionalität mit. Zudem ist das Installationspaket relativ groß. Es eignet sich für Einsteiger mir Grundkenntnissen, besonders aber für Fortgeschrittene Webmaster, da man wie gesagt zusätzliche Funktionen erst einmal suchen muss und dann selber probieren muss ob die Funktion auch das bietet, wonach man gesucht hat. Dies ist miitunter sehr zeutaufwändig. Zudem sind viele der Zusatzfunktionen auch kommerzieller Natur, das heisst man muss sie irgendwo käuflich erwerben um sie nutzen zu können. Die Stärke ist also der sehr Modulare Aufbau. Zugleich ist eben das auch die größte Schwachstelle. Hat man erst einmal nach langem probieren die optimle Zusammenstellung an Plugins und Modulen gefunden, so muss man diese auch bei jedem Update der Software oder einer Komponente mit updaten, was mitunter wirklich sehr brenzlig sein kann und eigentlich immer voraussetzt, dass man sich ein Backup der gesamten Dateien und der Datenbank speichert, falls es irgendwo in einer der vielen Komponenten zu Problemen kommt. Wenn jemand vorhat einen Blog mit Joomla zu erstellen, ist das recht unkritisch, da man meist keine weiteren Komponenten wie ein Diskussionsforum, Privates Nchrichtensystem oder Galerie benötigt. Für Clan/Gildenseiten ist das nicht ganz so einfach. Ein Beispiel: Für eine Clanseite mit Joomla braucht man sicher ein Forum und ein PN-System. Es bietet sich an als Forum Kunena zu nutzen und als PN-System uddeIM – beide von unterschiedlichen Entwicklern. Da diese schon lang auf dem Markt sind und sich auch gegenseitig unterstützen. Insofern unkomliziert. Wird nun Joomla auf eine neue Version gebracht muss man sich zuerst versichern, dass sowohl Kunena als auch uddeIM Updates bereitstellen, die mit der neuen Version reibungsfrei zusammenarbeiten. Man kann sich nun vorstellen wie das ausufert, sobald man vielleicht 10 oder mehr Komponenten verschiedener Anbieter installiert hat.

Ein weiteres Manko ist aus meiner Sicht als Neuling die Benutzergruppenstruktur und die Struktur wie Inhalte gehandhabt werden erst einmal zu verstehen. Das bedarf noch einiger Einarbeitungszeit. Die Benutzergruppen sind aktuell in V2 noch begrenzt und nicht ohne tiefere Eingriffe editierbar. In V3 soll sich das jedoch ändern

Hat man sich damit einmal angefreundet ist Joomla aus meiner Sicht das beste CMS um Clanseiten zu erstellen, da es wie gesagt zu jeder erdenklichen Funktion die man sich auf so einer Seite vorstellen kann, bereits eine Lösung gibt, die man recht einfach im Backend installieren kann. Auch fertige Designs gibt es massenhaft und lassen kaum Wünsche offen.

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Joomal – der Allrounder. Ebenfalls auf den ersten Blick übersichtlich- doch hinter den Dropdown Menüs am oberen Bildrand verbergen sich schier unendliche Möglichkeiten.

 

Fazit: Joomla für Blogseiten, Seiten mit redaktionellem Inhalt, Clan/Gildenseiten und auch für z.B. Vereinsseiten geeignet. Der Allrouder ist ein wahres Schwergewischt, sowohl was seine doch recht funktionsarme Erstinstallation mit ca.8,2MB anbetrifft, also auch die Möglichkeiten die sich mit diesem CMS auftun – welche aber auch zugleich Gefahren bergen.

WordPress:

Wordpress ist ein Blogsystem. Man sollte es daher als solches sehen und auch als solches benutzen. Es gibt sicherlich Plugins welche die Funktion wie bei Joomla erweitern. Doch scheinen mir die Lösungen die es bei Joomla gibt weitaus vielfältiger und ausgereifter. Insofern würde ich nicht empfehlen WordPress für Clan/Gildenseiten zu verwenden. Dafür ist es natürlich für Blogs und für Seiten welche lediglich redaktionelle Inhalte präsentieren wollen ideal. Ein Blick in das Backend verrät ebenfalls, dass die zentrale Funktion von WordPress eben die Redaktionelle ist. Inhalte zu erstellen ist denkbar einfach. Die Benutzergruppen sind entsprechend vorkonfiguriert und soweit ich bisher Einblick habe ebenfalls nicht beliebig erweiterbar. Also ähnlich Joomla. Die installierbaren Zusatzfeatures sind vielfältig, aber auch insofern eingeschränkt, dass sie sich meist wirklich an der "Blog-System Herkunft" von WP orientieren.

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Das WordPress Backend ist ganz offensichtlich auf redaktionelle Beiträge ausgelegt.

 

Fazit: WordPress ist ideal für Blogger und Seiten welche redaktionelle Inhalte anbieten wollen. Hobbyredakteure, Blogger und sicher auch die meisten Vereine sind mit WordPress recht gut beraten. Mit 6,2 MB ist WordPress nicht gerade schlank bei der Neuinstallation und mit den gebotenen Grundfunktionen.

Tipp: Wenn ihr eine Seite erstellen wollt, kann ich nur wärmstens empfehlen, die in Frage kommenden CMS vorher testweise zu installieren und anzusehen, bzw. mal ein paar Plugins zu installieren und das Zusammenspiel  anzuschauen. Habt ihr erst einmal ein System gewählt ist das meist eine Einbahnstraße. Ist die Seite erst einmal "scharf geschaltet" ist ein Wechsel zu  einem anderen CMS nur mit extremen Aufwand möglich. Bei Clan/Gildenseiten eigentlich nahzu unmöglich wenn man nicht umfassende Kenntnisse hat um z.B. ein Forum in ein komplett anderes System zu migrieren inklusive der richtigen Benurtzerzuordnungen usw. Für Blogs und redaktionelle Seiten läuft es halt letzendlich darauf hinaus die Texte komplett zu koperien und die Bilder neu hochzuladen und zu verlinken. Also alles sehr aufwändig.

3. Voraussetzungen

Natürlich wird ein sog. Webspace benötigt. Es gibt diverse kostenlose Anbieter. Allerdings muss man sich dessen bewusst sein: es gibt immer einen Haken. Sei es Werbung auf der eigenen Seite oder eingeschränkte Bandbreite oder Erreichbarkeit. Welche Anbieter es gibt, wird ein künftiges Thema auf dem Blog sein. Ich kann aus eigener Erfahrung nur dazu raten die 40€ im Jahr zusammenzunehmen und einen kommerziellen Anbieter auszuwählen, auch dazu mehr demnächst. Oft scheut man sich davor, aber man hat wirklich, wirklich viel weniger Scherereien im Nachgang. Zudem sind oft erstaunlich viele Leute, sei es im Onlineclan oder im Verein, bereit etwas beizusteuern. Und wenn 20 Leute freiwillig eine minimale Summeim Jahr beisteuern ist das Thema geregelt. Als Webmaster hat man schon genug zu tun, ohne dass man sich mit den technischen Unzulänglichkeiten mancher Free-Anbieter oder fehlendem Support herumschlägt.

Auf jeden Fall MUSS der Webspace natürlich mindestens eine MySQL 5.x-Datenbank beinhalten. PHP 5.x  und CGI sind ebenfalls erforderlich. Das gilt im Prinzip für alle CMS gleichermassen. FTP Zugang ist ebenfalls ein wichtiges Feature.  Ebenfalls erforderlich ist der Zugang auf ein entprechendes Backen, von dem aus ihr die Einstellungen für Euren Webspace vornehmen könnt (Datenbanken erstellen usw.)

Tipp: Macht Euch vorab Gedanken um die Domäne, die ihr benutzen wollt. Sprich, die Adresse, über welche dieSeite erreichbar sein soll. Wenn ihr eine sog. Top-Level Domain haben wollt (also mit www.meineseite.de,.com,.net,.at,.ch usw) sind diese bei kostenlosen Angeboten nicht enthalten und müssen extra gebucht werden (ca. 9-20€ pro Jahr) während kostzenlose anbieter meist nur sog, Subdomains anbieten und ihr dann Adressen wie z.B. www.meineseite.de.vu habt.

Tipp: Es gibt Anbieter, welche auch bereits einge CMS als Standard in ihrem Repertoire führen. Diese lassen sich dann recht unkompliziert aus dem Backend des Webspace installieren ohne den Umweg über Download des Installationspakets und upload via FTP.

4. Installation

Die Installation der CMS ist ebenfalls kein Teufelswerk. Die fertigen Installationspakete bietet jedes einigermassen bekannte CMS zum Download an. Die Dateien werden dann einfach auf der heimischen Platte entpackt und anschließend per FTP auf den Webspace geladen. Im Backend des Webspce muss nun noch eine Datenbank für die Seite angelegt werden. Nehmt eine eindeutige Bezeichnung und ein richtig "starkes" Passwort (Groß/Kleinbuchstaben, Zahlen, Zeichen) sonst können Angriffe von aussen evtl.irgendwann Eure Mühen zunichte machen. Die Installationsroutine startet man dann einfach im Browser durch ansurfen der eigenen Internetadresse. Oft muss man in ein entsprechendes Installationsverzeichnis wechseln oder ein spezielles Script starten. Für unsere 3 Kandidaten gestaltet es sich so:

E107:
Start der Installation über www.meineseite.de/install.php

Joomla:
Start der Installation direkt über ww.meineseite.de, man wird dann zur Installation weitergeleitet.

WordPress:
Etwas "altbacken. Im entpackten Verzeichnis die Datei  wp-config-sample.php heraussuchen und diese mit dem Editor öffnen. An den entsprechenden Stellen dann die Zugangsdaten für die MySQL Datenbank eintragen:
define('DB_NAME', 'Datenbankname hier eintragen');Datenbankname ZWISCHEN die Anführungsstriche !!!
define('DB_USER', 'Benutzername hier eintragen'); Auch zwischen die Anführungszeichen!
define('DB_HOST', 'localhost'); Localhost stehen lassen!

Datei anschliessend mit "Speichern unter" als wp-config.php speichern. Diese Datei nun in das root (Wurzel) Verzeichnis der Seite kopieren.
Installationsroutine wird mit www.meineseite.de/install.php aufgerufen.

5. Fazit

Das Fazit habe ich einmal als in einer Tabelle zusammengestellt. Bitte beachtet, dass dies meine persönliche Einschätzung ist.

 

ScreenShot048

Di everwendeten Logos sind Eigentum :

e107.org, joomla.de, WordPress.de

 

Sep 052013
 
no-no-kuni_box

Studio Ghibli ist sozusagen die Versinnbildlichung meiner Animeträume. Diese Jungs (und Mädels) haben es einfach drauf und selbst "Nicht-Anime Fans" müssen einfach Meisterwerke wie "Das wandelndes Schloss", "Das Schloss im Himmel"," Kikis kleiner Lieferservice", "Prinzessin Mononoke","Chihiros Reise ins Wunderland" oder "Mein Nachbar Totoro" angesehen haben. Wobei davon einige Filme noch eher "normalotauglich" sind als Andere. Zieht Euch einfach einen der ersten drei Filme rein , wenn ihr kleine Kinder dabei habt..nehmt "Das Schloss im Himmel" oder "Kikis kleiner Lieferservice" bei den anderen gibt es mitunter evtl. gruselige Gestalten..daher sollte man sich die vorher ansehen, bevor man seine Kids davorsetzt.

"Ni No Kuni – Der Fluch der weissen Königin" erschien 2011 in Zusammenarbeit mit dem Studio Ghibli in Japan auf der Playstation 3. Bis nach Europa hat das Spiel sage und schreibe bis Anfang 2013 gebraucht. So lange waren nicht einmal die Karawanen des Mittelalters unterwegs  -wobei die aber auch nicht den umfangreichen Aufwand einer Lokalisierung auferlegt hatten.

Emotionaler Einstieg

Der Einstieg in das Spiel ist schonmal ziemlich harter Tobak. Ich glaube das war auch das erste Mal, dass meine bessere Hälfte total bestürzt die Bildschirmtexte mitverfolgt hat. Ja ihr habt richtig gelesen – "Bildschirmtexte" – es gibt keine deutsche Sprachsynchro. Aber lasst Euch davon bloß nicht abschrecken, ihr würdet echt was verpassen. Um die Story jetzt nicht zu spoilern möchte ich nur so viel verraten. Es geht um Oliver der mit deiner Mutter in einer kleinen Stadt lebt. Zu Beginn des Spiels wird Oliver von einem schweren Schicksalschlag getroffen, der selbst mir von der Erzählweise und Darstellung ein bisschen Pipi in die Augen drückte. Jedenfalls machen wir als ein Ergebnis dieses Ereignisses Bekanntschaft mit "Tröpfchen", einem Feenwesen, welches Oliver von nun an zur Seite steht. Da ich wie gesagt nichts spoilern möchte, sag ich jetzt mal grob – es dreht sich alles darum, dass wir jemanden retten müssen ("Sag blos? Whoooow!") und dazu müssen wir in die Feenwelt reisen, in der es zu Allen Wesen der realen Welt Pendants gibt, was für den Plot und den Storyverlauf extremst wichtig ist und auch immer wieder "beweisen" wird.

 

 

 

 

 

 

ninokuni001
Der Einstieg in das Spiel gestaltet sich sehr emotional.

 

 

 

 

 

"Pokémon" meets "Tales of…"

In der Feenwelt begeben wir uns nun auf eine Reise durch eben diese um nach "Alice der Weisen" zu suchen. Zuerst findet man sich in einem Wald wieder und muss sich zur ersten Stadt durchschlagen. Das Reisen erfolgt über eine wirklich, wirklich hübsche Karte aus einer isometrischen Perspektive. Später auch mit verschiedenen Transportmitteln, die in der riesigen Feenwelt auch wirklich nötig sind.

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Über eine wunderschöne Weltkarte bereist ihr die Feenwelt.

Wie aus anderen Spielen gewöhnt, wechselt das Geschehen bei bestimmten Ereignissen, dem betreten bestimmter Gebiete oder dem Eintritt in Kämpfe zum Beispiel, in eine 3rd Person Ansicht des Geschehens. Zu Beginn ist man eigentlich erst einmal ein wenig mit Botengängen innerhalb der ersten Feenstadt "Katzbuckel" beschäftigt, bevor des dann erstmals nach draussen geht. Questen bekommt man von "blau markierten" Individuen auf der Karte oder man kann Sie sich beim "Auftrags Express" abholen bzw. erledigte Questen dort abgeben. Auch gibt es hier die begehren "Stempel" welche auf Stempelkarten gesammelt werden. Für jede Quest gibt es eine bestimmte Anzahl von Stempeln dazu. Volle Stempelkarten können dann gegen dauerhafte Boni eingetauscht werden. Laufende und fertige Aufgaben, Zaubersprüche, das Bestiarium und wirklich schöne Geschichten sammelt ihr in Eurem "Magischen Begleiter".

Womit wir dann auch schon bei dem Kernstück des Spiels (neben der fantastischen Story) wären. Den Vertrauten. Vertraute sind Wesen in der Feenwelt, die ihr entweder "zähmen" könnt oder die ihr zB durch bestimmte Questen erhalten könnt. Diese Vertrauten sind Begleiter von denen ihr immer nur eine bestimmte Anzahl bei Euch haben könnt. Diese Begleiter bestereiten einen Großteil der kämpfe für Euch. Wobei das falsch ausgedrückt ist, da die Kämpfe in "Ni No Kuni" extrem dynamisch verlaufen und dem Spieler im späteren Verlauf mit zunehmender Partymemberzahl auch einiges abverlangen können. Dazu gleich mehr. Die besagten Begleiter können aufgelevelt und ausgerüstet werden. Zudem kann man auswählen, welche Fertigkeiten sie im Kampf einsetzen und man kann sie füttern und dadurch gezielt Attribute verbessern. Das "Futter" könnt ihr entweder finden, kaufen oder selber mit dem magischen Kessel (Crafting) herstellen.  Mit den zig Vertrauten die man über die Zeit einfängt, könnte man bestimmt alleine schon etliche Spielstunden verplempern.

Zurück zum Kampfsystem. Wie bei anderen Genrevertretern auch wählt man im Kampf eine Aktion aus den Möglichkeiten aus die der jeweilige Charakter oder Vertraute in seinem Repertoire hat. Anschliessend wird die Aktion ausgeführt. Durch Treffer verliert man Leben, durch Zaubern Mana. Was hier ein bisschen anders ist als z.B. bei "Final Fantasy" ist, dass man den Charakter aktiv steuern muss. Das heisst man kann z.B. um einen Gegner herumlaufen um einem Effekt zu entgehen bzw. ihn an einer bestimmten Stelle zu treffen. Das klingt erstmal relativ easy, stellt sich aber für Pfotenspastiker wie mich unter Umständen als problematisch heraus. Nämlich dann, wenn man gleichzeitig mit dem linken Stick den Charakter bewegen muss und dazu mit dem Steuerkreuz die Aktionen auswählen muss. Dabei natürlich stets den Blick auf den Screen gerichtet um zu sehen, wann der Gegner einen bestimmten Angriffseffekt aufruft um direkt darauf zu reagieren und um den Ausdauerbalken des magischen Veretrauten zu beobachten. Jeder Charakter kann 3 magische Vertraute mit in den Kampf nehmen, wovon aber immer nur einer aktiv und zeitlich begrenzt am Kampf teilnehmen kann und den ihr per "Zuruf" im Kampfgeschehen ebenfalls noch anleiten müsst. Ist die Ausdauer des Vertrauten abgelaufen so muss er sich erhohlen und ihr schickt so lang einen anderen Begleiter ins Gefecht. Während ich meinen achtjährigen Sohn gefahrlos den Controller für normalse Zufallsbegegnungen auf der Karte zuschieben kann, ist das in Bosskämpfen eine etwas andere Liga.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Im "Kreaturenkäfig" verwaltet ihr Eure Vertrauten und bildet sie aus.

Die Kämpfe sind fordernd, taktisch
und setzen Fingerfertigkeit mit dem Conroller voraus.

 

 

 

 

 

 

 

 

Technik-Dingens

Tja, technisch ist das Spiel schwer zu bewerten. Der Soundtrack ist auf jeden Fall fantastisch. Die technische Raffinesse der Grafikeffekte hält sich natürlich bedingt durch den Grafikstil stark in Grenzen. Der wiederum ist aus meiner Sicht einsame Spitze und schon alleine deswegen muss man das Spiel in seiner Kollektion haben. Das Kantenflimmern hielt sich meist in Grenzen und auch mit den Treppchen ist es nur selten störend sichtbar. Die Grafik ist auf jeden Fall stimmig. Wie gesagt gibt es keine deutsche Vertonung. Jedoch ist die englische wirklich grandios geworden. Ich bezweifle einfach mal, dass eine deutsche Synchro das Niveau hätte halten können. Steuerungstechnisch muss ich sagen, dass man in "Ni No Kuni" weitestgehend sehr gut mit der Steuerung klar kommt. Doch wie bereits erwähnt sind einem die eigenen Finger in brenzligen Kampfsituationen mitunter schon mal im Wege.

 

Fazit

Letztenendes ist "Ni No Kuni: Der Fluch der weissen Königin" ein Meisterwerk welches mit Sicherheit noch sehr lange als PS3 Klassiker für deren guten Namen stehen wird, dessen bin ich mir ganz sicher. Die Story ist sehr emotional erzählt und eines der Alleinstellungsmerkmale des Spiels, natürlich gleich nach der grandiosen Grafik mit der man während des Spielens imemr das Gefühl hat aktiv an einem Ghibli Film mitzuwirken. Die musikalische Untermalung und die tolle englische Vertonung tragen ihren Teil dazu bei. Die deutschen Untertitel und Bildschirmtexte sind durchweg passig umgesetzt bzw. übersetzt was man an den humorvollen Übersetzungen wie "Katzbuckel","Schweinfort" (zwei Städte im Feenland) oder auch an der "Kuh-lifin" bzw. "eurer Miauistät" sofort bemerkt. Wie schon gesagt, bin ich lang nicht durch mit dem Spiel, was wohl meinen spielerischen Nebenschauplätzen, dem Sommer und der begrenzten Zeit zu Schulden ist…aber es steht oben auf meiner "Fertig machen!" -Liste. Mit einer Spielzeit zwischen 30 und weit über 100 Stunden (wenn man alles machen will) ist "Ni No Kuni" natürlich ein richtig fetter "Wälzer" und mit Sicherheit das Richtige für verregnete Herbsttage.

Ich gebe trotz der Fingerakrobatik für dieses Spiel noch keine abschliessende Wertung, aber für die ca 20 Spielstunden gebe ich 9,2 Punkte. Abzug entsteht eigentlich nur durch die Fingerakrobatik die man manchmal vollführen muss und die Tatsache, dass ein klein wenig "Grinding" (Gegner ohne Aufgabe dazu töten um aufzuleveln) manchmal unumgänglich ist.

Bilder: Namco Bandai Europe

 

Wertung: 9,2/ 10 lovedave

 

Amazon Link: Ni no Kuni: Der Fluch der weißen Königin

 

Aug 302013
 
happydave

Es ist schon eine Weile her, mein Sohn war damals vielleicht ein Jahr alt, da wurde ich auf einer Party mal gefragt, wozu man denn eigentlich Kinder haben müsse udn warum es mir gefällt Vater zu sein. zugegeben, ich war damals sehr perplex und habe glaube ich gar nicht darauf geantwortet oder halt sowas geistreiches wie "Na darum!". Ich weiss heute noch dass mich die Frage lang beschäftigt hat und es heute noch tut. Zum Einen weil mich die Frage und die Art und Weise der Fragestellung erschüttert hat, zum Zweiten weil ich aus dieser Erschütterung heraus keine adäquate Antwort geben konnte.

Natürlich, man hätte überaus eloquent  evolutionäre, philosophische und theologische Argumente vorbringen können um das Gegenüber eine überzeugende Basis der eigenen Weltanschauung weiterzugeben. Hab ich nicht gemacht. Hätte ja auch näher betrachtet soviel Sinn wie den Pabst von der Evolutionstheorie zu überzeugen.

Natürlich bildet die Basis für die Entscheidung Kinder zu haben die innere Einstellung und die eigene Weltanschauung. Also zumindest was mich betrifft. Ich meine wozu sind wir denn sonst hier? Würde ich mich auf dem Sterbebett mehr über unzählige Flirts und Urlaube auf Malle, geile Autos und weltliche Freuden erinnern oder mich freuen, dass etwas von mir weiter besteht wenn ich weg bin? Zudem habe ich, auch wenn es etwas abgedroschen klingt, mir eine eigene Theorie über "das Leben nach dem Tod" gemacht, welche ebenfalls ein Grundpfeiler meiner Weltanschauung ist. Soviel zu der Entscheidung Kinder zu wollen.

Dann sind da natürlich die praktischen und ganz alltäglichen Dinge, welche nicht zu verachten sind und welche eigentlich den ganzen Spass ausmachen und der "wirkliche" Grund sind, Kinder in die Welt zu setzen: Cartoons, Spielzeug, Games und Action.
Ich für meinen Teil habe schon früh entdeckt, dass der eigentlich geile Teil des Vaterseins darin besteht, dass man auch mit Ende 20/ Anfang 30 noch Cartoons, Trickfilme und Animationsfilme anschauen kann, ohne schief angesehen zu werden. Man bleibt auf dem Laufenden was die aktuellen Trends anbetrifft: Cars, Bakugan, StarWars the Clone Wars, Skylanders, Infinity, Ben10, LEGO Chima und so weiter und so fort. Ich habe Trickfilme und Cartoons immer geliebt. Daher haben mir auch "Coco der kleine Affe", "Bob der Baumeister" und "Kleiner roter Traktor" nichts ausgemacht – wie schon andernorts gesagt: Man nimmt was man kriegt. Heute ist das natürlich Babykram. Mit der Zeit hat eine gute Erziehung zur Folge, dass man Mami immer überstimmen kann  wenn es heisst "Bridget Jones" oder "Indiana Jones".

Auch genial ist natürlich das Spielzeug. Ich meine es gibt heute so geile Spielsachen…Wahnsinn. Vor 3 Jahren hab ich meinem Sohn zum Beispiel einen Transformer zu Weihnachten besorgt  – natürlich "Optimus Prime". Den kann man natürlich von Roboter zu Truck umbauen. Ich selber habe beim ersten Versuch irgendwie 3 Stunden gebraucht und war mehrmals versucht das Teil wie ein Wahnsinniger so oft auf den Boden zuschlagen, bis nur noch Kunststoffgranulat übrig gewesen wäre aus dem man etwas sinnvolleres – wie eine Tasse- hätte machen können.  Die Anleitung war so dermassen Schei…schlecht, dass ich es mir auf youtube ansah…immer und immer wieder. Aber dann hatte ich es raus und hab meinen Sohn daran abgerichtet 😉 Noch heute, wenn erwachsene Männer das Teil sehen sieht man sofort wie es aufblitzt, das Kind im Manne…eine Stunde später sieht man sie schweißgebadet mit rauchendem Kopf an den Gliedmaßen von Optimus Prime herumkurbeln. Was immer geht ist natürlich LEGO. Okay, früher waren LEGO halt Bausteine. Es gab 2er,4er, 6er, 8er, 10er und 12er Klötze. Manchmal hatte man noch eine Grundplatte oder ein Dach. Ende. Heute gibts Lego Duplo für die Kleinen, Lego City, Lego Technik, Lego Safari, Lego Creator, Lego Technics und dann natürlich sämtliche Franchises von Lego Ninjago, Chima, Harry Potter, Herr der Ringe…usw…und natürlich LEGO Star Wars. Son Schiff kostet dann schon mal so 70-100€ …klar. Mein Sohn hat inzwischen 2 Schiffe. Eines gabs mal zu Ostern (den X-Wing) und eines durfte er sich vom Erlös bestellen, nachdem ich alte Spielsachen bei ebay vertickt hatte (The Malvolence). An Letzerem hat er 5 Tage je 2 -3 Stunden täglich gebaut bis es fertig war, insofern schon ne "Okaye" Investition. Auch der Wertverlust ist minimal, sofern man drauf achtet die Teile beisammen zu halten, die OVP aufhebt und die Bauanleitung natürlich. In den Spielsachen-Bereich zähl ich auch mal die Gesellschaftsspiele rein. War es anfangs noch "Memory", "Entchen" angeln und "Affenalarm", so kann man heute schonmal ne Runde "Mau Mau","Catan junior", "Monopoly junior" oder "Spiel des Lebens" auflegen. Auch gut kommen die "Wer war´s" /"Wo war´s" Brettspiele an. Wobei die sozusagebn schon ein bisschen die Brücke zur Technik hin schlagen. Ich freu mich schon in 4-5 Jahren auf "Risiko"-Abende.


Auf meine Affinität zu Videospielen ist mein Sohn schon fühzeitig aufmerksam geworden. Ich hasse Extremisten. Die Einen meinen sein Kind mit Videospielen absichtlich in Kontakt zu bringen sei mindestens Wert gesteinigt zu werden. Andere gewöhnen die Kinds schonmal an "Call of Duty" und das viele rot auf dem Bildschirm sobald der Nachwuchs scharf sehen kann…schliesslich soll es den bestmöglichen Start ins digitale Zeitalter und ein ordentliches "aiming" haben wenns dann mit 12 in die ESL gehen soll. Ich denke der Grat ist schmal und der rechte Weg kann nur ein vernünftiger Umgang und das frühe heranführen an diese Medien sein, erst recht wenn sich die Kinder dafür interessieren. Spätestens in der Schule kommen Sie damit eh in Kontakt, da beisst die Maus keinen Faden ab. Auf jeden Fall ist man als Papa immer gut genug den Endgegner bei den Skylanders oder besonders knifflige Stellen in einem Game zu meistern und damit den Respekt der Jugend zu erringen. Man muss sich halt anschaun, was die Kinder da spielen und aufpassen dass man die Zeit limitiert. Unser Sohn darf z.B. nur am Wochenende 2 Std. am Tag zocken. Letztens hat er mich gefragt was das denn sein ..und navigierte dann auf das "Battlefield 3" Icon im XMB meiner Playstation 3 . "Schiesspiel. Ab 18. Darfste in 10 Jahren mal probieren." Nicht mehr lang dann steigt er in unser DotA2 Team ein ….

Letztendlich ist da natürlich der Fun und Actionfaktor von so einem Kind. Dinopark, GoKart, Kanu fahren …seit Neuestem GeoCaching. Am Wochenende waren wir bei meinen Schwiegereltern in der Altmark (von mir auch scherzhaft Mordor genannt). Uns war schon im Frühling aufgefallen, dass es dort unheimlich viele Caches gibt. Also sind wir losgedackelt und haben tatsächlich innerhalb von 4 Stunden 9 Caches gefunden. Ich glaube soviel Bewegung und frische Luft hatte ich in den gesamten 4 Wochen davor nicht gehabt. Aber es war cool..geile Grafik, cooler Sound, intuitive Steuerung…Gameplay ein bisschen repetetiv. Aber war geil. Kann man machen udn würd cih jedem empfehlen. Man braucht nur ein Smartphone und die c:geo App, nen Account bei geocaching.com und schon kann man loslegen.

Kinder fetzen schon. Ich möcht ja noch Eins haben….

Aug 232013
 
saddave

Messis. In meinem Kopfkino setzt sich ein schaudriger Film, vollgepfropft mit Vorurteilen und Klischees in Gang. Darin kommen bärtige Männer mit schmutzgegerbter Haut, ungepflegten Zähnen und Bartwuchs vor, die Haare seit dem abgebrochenen Studium Ende der 80er oder seit dem Weggang der Frau mit sämtlichen Kindern nicht mehr gewaschen …

Ich seh meine Regierung mit einem halb schelmischen, halb belehrenden Lächel sagen: "Hase, die Menschen sind krank. Die merken das nicht. Du bist so intolerant…"
Doch anstatt mit einer abfälligen Bemerkung abzuwinken nicke ich zustimmend und drehe mich zu meinem Monitor auf dem mich knapp 100 Spiele aus meiner Steam-Bibliothek anstarren, von denen ich wahrscheinlich 10 noch nie gestartet habe, drei Viertel davon bestimmt eine Spielzeit von je 30 Minuten bis zu 2 Stunden aufweisen und der klägliche Rest sind Spiele, welche ich tatsächlich spiele oder gespielt habe. Als ich so darüber nachsinne, dass ich nix zum zocken habe schweifen meine Gedanken zur Playstation 3. Im Regal 6 Spiele auf der Platte dank der kostenlosen Playstation Plus Spiele 10-15 Titel – bis auf Eines oder Zwei…alle nur runtergeladen und installiert: Erstma HABEN!

Ich hab mir schon oft gedacht, dass ich jetzt mal aufhören muss Spiele zu kaufen, damit meine "Pile of Shame" nicht weiter anwächst. Das hat dann meist bis zum nächsten "Wochenend Deal" gehalten, oder sogar bis zum "Midweek Madness". Meistens ist aber spätestens im "Spring Sale", "Herbstausverkauf" oder "X-Mas Special Offer" Schluss mit den guten Vorsätzen. Vollpreis Spiele kaufe ich eigentlich eher selten. Zuletzt war es das Tomb Raider Reboot, welches ich sogar bis kurz vorm Ende gespielt habe und mir vorgenommen habe den Rest noch zu packen…dieses Mal bestimmt. Also beschwichtige ich mein Gewissen damit, dass die Games ja meist wirklich nur zwischen 10 und 20 Euro gekostet haben, wenn überhaupt.

Wenn ich versuche diese Sammelleidenschaft zu ergründen, so kommt mir eigentlich zwangsweise in den Sinn, dass ich als Ossi erst mit elf in die Konsumgesellschaft hinter dem antifaschistischen Schutzwall erste Einblicke erhielt, obwohl ich von meinem Zimmer aus bei Nacht den Grenzübergang Marienborn sehen konnte. Westverwandschaft hatte ich nicht. Meine erste Anschaffung war ein sogenanntes "Telespiel"..na ihr wisst schon, diese LCD Spiele wo die "Grafik" zu einem Teil auf den Hintergrund gemalt war und die Sprites mit einem Frame pro Sekunde bewegbar waren. Der Sound beschränkte sich auf "Pip..pip..pip….pidüü". Ich hatte Formel 1 Rennen gekauft. Als ich knapp 12 war kam mein Cousin mit einem NES bei uns an. Er hatte Super Mario Bros und RC Pro AM im Schlepptau. Ganz im Ernst, ich hatte vorher nie eine Konsole gesehen (ich schwör, ey) und bis dahin wusste ich nicht….das ich UNBEDINGT Eine brauchte.

Die gabs dann zu Weihnachten. Naja nicht DIE..meine Eltern hatten ein bisschen sparen wollen und ein ATARI 2600 gekauft. Zum Glück konnte sie mein entgeistertes Gesicht (vielleicht hab ich sogar geweint?) und die wirklich grottige Grafik im Vergleich zum NES dazu bewegen nach den Feiertagen nach Helmstedt zu fahren und das unsägliche Gerät gegen ein echtes NES einzutauschen..mit Aufpreis natürlich…mir war das so Rille.
Nintendo Spiele kosteten damals 100-120DM manchmal sogar noch mehr. Ebay gab es nicht, ReBuy auch nicht… Kurzum ich hab es in meiner gesamten NES Karriere (die ging bis ca 1994) auf sage und schreibe 5 eigene Spiele geschafft. Wobei ich im ersten Jahr genau ein Spiel hatte, im zweiten dann EINS mehr. Nämlich Super Mario Bros 3. Später kamen noch MegaMan3, Snake Rattle´n Roll und Little Nemo dazu. 5 Spiele..eigentlich unklar. Aber damals ging man ja auch noch nach draussen, fuhr Rad, zum schwimmen, in den Park usw. heute geht das nicht mehr : "Draussen sind überall Virusse" sagte mein Sohn (8) mir neulich mit wissendem Gesicht, als ich ihn und seinen Kumpel als "Kellerkinder" bezeichnete und sie dann nach draussen zu den "Virussen" schob. Ich schweife ab… Wir waren damals ja auch nicht ganz dumm. Nach einer Weile hatten schon ein paar weinige Kinder in meinem Freundes und Bekanntenkreis ein NES und man tauschte die Spiele zeitweise untereinander. So kam ich dann wohl auf ca 8 Spiele zwischen 1991 und 1994. Krass.

Naja, ich glaube deshalb horte ich die Spiele heute..genau so wie Omas und Opas die Knorpel essen, weils früher nachm "Kriech" nix Besseres gab..nur halt lange nicht so ekelig. Man nimmt, was man kricht. Naja mal schaun ob Final Fantasy XIII und XIII-2, welche ich bei Ebay für 20€ erstanden habe, heute in der Post sind….
 

Aug 212013
 
grepo

Grepolis ist ein Browserspiel. Erstmals erschien es 2010 auf der Bildfläche und hat sich unter den Browsergames schnell einen Namen gemacht, zuerst nur als Geheimtipp, inzwischen auf jedem Privatsender beworben. Publisher Innogames hatte zu dieser Zeit mit "Die Stämme" bereits ein erfolgreiches Strategiespiel im Browser am Markt.

Einstieg

Natürlich muss man sich zuerst einmal einen Account erstellen. Wie üblich reichen die Angabe der E-Mail Adresse, die Wahl eines Nicknamens und eines Passwortes aus. Nach der Bestätigung der Daten, findet man sich in der Weltenauswahl wieder. Auf den ersten Blick und für Neulinge völlig undurchsichtig und unklar worauf es dort zu achten gilt. Ich kann dem ernsthaft geneigtem Interessenten nur empfehlen sich schon jetzt den Link zum GrepoWiki direkt in seine Favoriten zu speichern. Dort findet man nützliche Erklärungen zu ALLEM. Grepolis ist einfach zu erlernen aber wird nach der Aufbauphase zu einem brutalen, komplexen Kriegsspiel, bei dem man ohne Kenntnis dessen was man tun kann und was man besser lässt nicht weit kommen wird. Hat man sich nun für eine der Welten entschieden, findet man sich auch schon im Spielbildschirm wieder.

 

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Die Stadtansicht, nett aber überflüssig. Die Weltkarte, der eigentliche Spielbildschirm.

Die Stadtansicht ist zwar ganz nett, aber im Spiel selber kommt man über die Menüs schneller zum Ziel. Bei mir findet die Stadtansicht daher kaum Verwendung, so dass ich deren Anzeige beim Spielstart in den Einstellungen deaktiviert habe.

Im Prinzip findet sich der Otto-Normalspieler relativ schnell zurecht. Spielbildschirm, Interface, Minikarte, Schnellzugriffsleiten, Questtracker und Einheitenübersicht sind übersichtlich angeordnet.

Baue auf, Baue auf…

Nach dem Spielstart geht es zuerst einmal darum, die eigene Stadt (Polis) auszubauen. Man startet mit einem Senat, einer Kaserne, einem Bauernhof und den Gebäuden für die 3 Grundrohstoffe: Holz, Stein, Silber. Vor Allem die Rohstoffgebäude gilt es schnellstmöglich aufzuleveln. Parallel müssen Einheiten gebaut, Zusatzgebäude freigeschaltet und gebaut , Technologien erforscht werden. Dabei  helfen Einem die Questen und erleichtern den Einstieg ungemein. Diese Questen sind erst seit Mai 2013 und der Version 2.39 im Spiel. Vorher war man auf sich allein gestellt. Auf jeder Insel gibt es neben den Mitspielern, welche durch kleine Städte mit Banner an der Küste dargestellt werden auch noch neutrale Bauerndörfer. Diese sind besonders in der Aufbauphase enorm wichtig, da man sie erobern kann und nun fortan in regelmässigen Abständen Rohstoffe von den Bauern einfordern kann. Wieviele Rohstoffe es gibt hängt von der Ausbaustufe des Dorfes ab, den wiederum der Spieler beeinflussen kann indem er dem Dorf Rohstoffe spendet. Je mehr hochstufige Bauerndöfer, desto mehr Rohstoffe für die eigene Stadt, desto schneller das eigene Vorankommen im Spiel.

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Im Senat werden die Bauaufträge für die Gebäude erteilt. Die Akademie, in der Technologien und Einheiten erforscht werden können, sollte eines der ersten Bauziele sein.

Hat man erst einmal sämtliche Zusatzgebäude und auch eine kleine Armee aufgebaut, steht eigentlich dem Übergang in die eigentliche Spielphase nichts mehr entgegen. Grepolis ist ein Kriegsspiel, auch wenn man in der Wochenlangen Aufbauphase schnell den Eindruck gewinnen kann, dass es ewig so weitergeht..ist das doch nur das Vorgeplänkel. Sobald der Hafen auf Stufe 20, das Lager ausreichend ausgebaut, die Akademie aufgelevelt und die entsprechenden Technologien entwickelt sind geht es erst richtig los. Nun geht es darum mit weiteren Städten seinen Einfluss zu vergrössern. Die Städte können zum einen durch Neugründung als auch durch Eroberung der Städte menschlicher Mitspieler in den eigenen Besitz übergehen. Letzteres ist zu empfehlen, worin auch das Risiko besteht. Denn ist man einige Tage nicht wachsam oder hat kaum oder wenige Verteidiger, kann auch die eigene Stadt durch andere Spieler angegriffen und schließlich erobert werden. In der Folge startet man noch einmal von vorn und der Fortschritt einiger Tage ist dahin.

Ready, Set, Fight!

Der Kern von Grepolis ist der Kampf gegen andere Spieler. Es ist ratsam sich an einem bestimmten Punkt im Spiel, spätestens wenn man ein Kolonieschiff erbauen kann, einer Allianz anzuschließen. Einem Verbund von Spielern also, die am Besten im selben Gebiet wie man selbst gemeinsame Ziele verfolgen. Dazu steht im Spiel ein integriertes Allianzforum zur Kommunikation zur Verfügung. Ohne eine "Ally" wird man schnell zum Opfer der rauhen Inselwelt.

Für die Kämpfe stehen dem Spieler eine große Auswahl verschiedener Land- und Seeeinheiten zur Verfügung, welche nach dem Schere-Stein-Papier Prinzip gegeneinander antreten können.  Durch Spionage ist es möglich, das Angriffziel vor einer Attake auszukundschaften und so seine Siegchancen zu maximieren. Durch den offensiven und den defensiven Kampf erhält man sogenannte Kampfpunkte, mit denen man wiederum Kulturpunkte erringen kann wodurch man die Möglichkeit erhält, noch mehr Städte zu besitzen.

Oh mein Gott!

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Einfluss der griechischen Götter auf das Geschehen. Durch den Bau eines Tempels erhält der Spieler die Möglichkeit Gunst für eine Gottheit seiner Wahl zu erhalten, mit der man sich wiederum bestimmte Vorteile in Form von zeitlich begrenzten Verstärkungszaubern, Rohstofflieferungen oder Einheiten verschaffen kann.

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Die griechischen Götter, stehen Euch zur Seite.

P(l)ay to win!?

Grepolis finanziert sich, wie so ziemlich alle mir bekannten Browserspiele durch eine Zusatzressource, mit der sich im Spiel Bauzeiten verkürzen, Verstärkungszauber verlängern oder Baukosten verringern lassen. Weiterhin gibt es die sogenannten Berater als Premiumfeature. Fünf an der Zahl bietet jeder nützliche Features wie eine erweiterte Bauschleife, erhöhte Gunstproduktion, weiter Truppenübersichten oder höhere Kampfkraft. Einheiten und Gebäude lassen sich also nicht direkt damit kaufen. Doch der Einsatz dieser Währung kann, je nach Einsatz, die Entwicklung eines "Premiumspielers" gegenüber einem Spieler der ohne Einsatz von Echtgeld spielt schon extrem beschleunigen. Der Schlüssel liegt im Zusammenspiel von Premium und Nicht-Premiunspielern in den Allianzen. Nicht selten sind Premiumspieler die offensiven Kräfte, während Nicht-Premiumspieler häufig (nicht immer) auf eine defensiveere Spielweise zurückgreifen. Beide können jeweils vom Anderen profitieren, wenn sie dies akzeptieren und dementsprechend zusammenwirken. Die Ingamewährung "Gold" kann mit den gängigen Zahllungsmitteln wie Kreditkarte, Sofortüberweisung, Paypal, Click&Buy, Paysafe, Überweisung oder Lastschrift aber auch per Handy erworben werden. Schon mit mäßige Einsatz z.B. für ausgewählte Berater und Verlängerung bestimmter Verstärkungen kann man aber auch mit geringem Geldeinsatz schon recht lange von den Premiumfeatures profitieren, was bei Browsergames nicht gerade selbstverständlich ist

Fazit

Alles in Allem ist Grepolis, wie Eingangs erwähnt wohl eines der umfangreichsten und komplexesten Browserspeile am derzeitigen Markt. Wie bei allen Browsergames steigt die zu investierende Zeit natürlich mit der Spielzeit expotentiell an, wenn man erfolgreich sein will. Erwischt man die richtige Welt und einen ruhigen Siedlungsplatz, kann man aber mitunter auch wochenlang gemütlich vor sich hinspielen ohne auch nur einen Konflikt bewältigen zu müssen. Die Präsentation ist zweckmäßig und im Bereich klassicher Browserspiele sogar sehr ansehnlich, da man sich anhand der Weltkarte in diesem Spiel auch gut vorstellen kann, wo man sich befindet (ein Manko bei veieln anderen Spielen wo man keinen Eindruck davon hat wo man eigentlich ist und wer nebenan wohnt Bsp. OGame). Die Einheiten in Grepolis sind gut durchdacht auch die Gebäude und Technologien lassen kaum Wünsche offen. Die Langzeitmotivation ist, hat man sich ersteinmal reingefunden und kann Fehlschäge auch mal wegstecken, enorm – vor Allem sobald man mit anderen Spielern in einer Allianz zusammenarbeitet . Weiterhin ist noch erwähnenswert, dass es für iOS und Android eine Grepolis App gibt, mit der man auch von unterwegs auf dem Laufenden bleiben kann.
 

Wertung: 8,5/ 10 davetop

 

 

 

Über den folgenden Link könnt ihr Euch in der Nähe meiner Stadt ansiedeln, dort kann ich Euch Hilfestellung zum Spiel geben und Euch unterstützen, wenn ihr es selber einmal probieren wollt.

Bring mich ins Spiel!

 

Bilder: Innogames

Aug 212013
 
lovedave

 

"In einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit."

So beginnt das Buch, mit dem ich in die Fantasy Lektüre eingestiegen bin. Sicherlich mögen einige sagen, dass das ja bestimmt schon zig Jahre her sein muss, zumal "Der Hobbit" ja als Kinderbuch geschrieben wurde. Aber weit gefehlt. Bis vor einigen Jahren hatte ich lange Zeit eher selten gelesen. Meine Lektüre beschränkte sich eher auf Online- oder Printmagazine – oft mit Themen rund um PC, Spiele aber auch mal den Focus oder den Spiegel.

Vor einigen Jahren begann ich dann erstmal mit Tolkien – den "Hobbit" hab ich gleich zweimal gelesen, den Film gabs da ja noch nicht, dann kam die "Herr der Ringe" Trilogie dran, die ich innerhalb von kürzester Zeit auch durch hatte. Neben Terry Pratchetts Werken hab ich mir auch noch einige andere Romane zugelegt, die sich mehr oder minder eher hinschleppten als das ich sie verschlang. Dann kam Peter V. Bretts "Das Flüstern der Nacht" raus – ein Hammerbuch, zu dem ich auch noch was schreibe sobald ich alle Bände durch habe. Nach dem ersten Band musste ich feststellen, dass der Zweite in Deutschland noch nicht erhältlich war.

Und da kam "Der Name des Windes" das erste Buch der Königsmörder Chronik heraus, Ich hole so weit aus um begreiflich zu machen, dass es solche und solche Romane gibt. "Der Hobbit", "Der Herr der Ringe", "Das Flüstern der Nacht" und die Königsmörder Chroniken sind aber Bücher, die man einfach nicht weglegen kann.

Okay, also die Königsmörder Chronik.Die Königsmörder Chronik besteht bisher aus 2 Büchern. In Deutschland hat sich der Verlag Klett-Cotta überlegt, wie man denn möglichst viel Profit aus dem Bestseller schlagen kann, und kurzerhand das zweite Buch in 2 Bände aufgeteilt…die Füchse. Inzwischen gibt es aber eine Sonderausgabe wo auf die Splittung verzichtet wurde.

Das erste Buch ist "Der Name des Windes", das Zweite "Die Furcht des Weisen".


Location

Die Geschichte spielt sich in einer Welt ab, in der es Allerlei geheimnisvolle Sachen gibt, Fae-Wesen und Sympathie (die Art der Magie in dieser Welt) sind nur ein kleiner Teil. Erzählt wird die gesamte Geschichte in einer Gaststube in eben dieser Welt. Die beiden bisher erschienenen Bücher bilden jeweils einen Tag in der Gaststube, in welcher die Geschichte über Kvothes Leben erzählt wird, ab.

Handlung

Das erste Buch beginnt in einem Wirtshaus mit einigermassen dramatischen Vorfällen. Im Verlauf der Geschichte trifft ein Chronist ein, welchem der Gastwirt seine Lebensgeschichte zur Niederschrift erzählt. Damit beginnt die eigentliche Geschichte der ersten 2 Bücher. "Der Name des Windes" beginnt in Kvothes Kindheit unter fahrenden Schauspielern. Wie er zu einem verarmten Straßenkind wurde und wie es ihm schließlich gelang, trotz der unzähligen Hindernisse, als Student an der arkanen Universität angenommen zu werden. Im weiteren Verlauf des Buches stellt sich heraus, dass Kvothe wohl ein Naturtalent ist, was das Studium an der Universität anbetrifft und er erlebt einige ziemlich schwere Repressionen, aber auch Erfolge und Triumphe kann der junge Mann feiern.

Das zweite Buch "Die Furcht der Weisen" schliesst sich direkt an das erste Buch an. Wesentlicher Bestandteil sind in diesem Buch Kvothes Aufenthalt am Hof eines vintischen Herrschers, seine ersten Heldentaten, sein Besuch im Reich von Faelurian – einem sagenumwobenen Feenwesen und sein Aufenthalt bei den Adem  -einem stolzen und geheimnisvollem Bergvolk.

Meine Meinung

Ja, wie gesagt. Ich liebe die Bücher einfach. Die gesamte Geschichte wird eigentlich dadurch getragen, dass es immer wirklich arge Tiefschläge in Kvothes Leben gibt aus denen er sich aber dann doch wieder herauslaviert. Die Charaktere sind alle sehr gut "gezeichnet" und es fällt leicht sich diese vorzustellen, weil auch oft Mataphern verwendet werden. Natürlich will ich nicht spoilern und halte mich daher mit meinen Aussagen möglichst bedeckt, was natürlich nicht so einfach ist. Das zwete Buch begann für meinen Geschmack wirklich sehr langatmig. Um ehrlich zu sein hatte ich an einer Stelle ein paar Monate pausiert (aber einfach nur aus Lesefaulheit) und erst als ich Anfang des Sommers im Krankenhaus war, kam ich dazu die Geschichte weiter zu verfolgen. Zwei Drittel vom ersten Band "Die Furcht des Weisen" war wirklich ein bisschen öde und der einzige Grund Punktabzug zu erteilen. Als dann aber die Geschichte in Fahrt kommt ..steppt sozusagen der Bär…in jeder erdenklichen Hinsicht 😉 Anfang 2014 soll Band 3, also der dritte Tag, in englischer Sprache erscheinen…..oh Mann…

Fazit

Ja..Fazit..kaufen. Wer auf Fantasy Geschichten steht und seiner eigenen Fantasy mal wieder helfen will die alten eingerosteten Knochen zu bewegen und das Tanzbein zu schwingen – kommt an Patrick Rothfuss´Geschichte um Kvothe, den Edema Ruh nicht umher. Bis auf das kleine Tief am Anfang des zweiten Buches durchweg fesselnd.

 

 

Wertung: 9,2 /10lovedave

 

Bilder: Klett-Cotta Verlag